Beiträge von JAU

    Das waren soweit fast alle Arbeiten die ich im Vorfeld erledigt hatte.

    Am Dienstag hab ich die bereits zugeschnittenen Holzplatten beim Händler abgeholt, Schnittkanten etwas überschliffen und mit Parkettlack versiegelt.


    Wiederaufbau


    Barthau Aufriss.jpg


    Erstmal nix besonderes: Teile sortieren (Fahrgestellnummer vorne rechts), zusammenstecken. Die 4 Profile sind durch insgesamt 8 Senkkopfschrauben M8 miteinander verbunden.


    Barthau rechtwinklig.jpg


    Den Rahmen rechtwinklig ausrichten, festschrauben, kontrollieren.


    Barthau Achse vermitteln.jpg


    Dann die Achse mittig ausrichten. Als Bezugspunkt erschien mir die Nabe naheliegend. Danach Kontrolle.


    Barthau Mitte gegenmesen.jpg


    Hm. Das passt aber nicht.


    Barthau Mitte gegenmesen links.jpgBarthau Mitte gegenmesen rechts.jpg


    Nun galt es also zu schauen wo der Fehler liegt.


    Barthau Mitte Fehler.jpg


    War auch schnell gefunden ... diese elenden Pfuscher.


    Barthau Mitte Fehler links.jpgBarthau Mitte Fehler rechts.jpg


    Die Frage die ich mir nun stellte war natürlich was ist schlimmer: Eine leichte Abweichung der Spur oder eine schräge Deichsel. Aufgrund der Länge geh ich davon aus das ein Fehler an der Deichsel sich im Nachlauf stärker bemerkbar macht als 3mm am Rad.

    Also nochmal ausgerichtet und die Deichsel mal provisorisch montiert und gegen gemessen ob sie denn im rechten Winkel zur vorderen Bordwand steht.

    Tut sie. Deichsel wieder wegräumen - es geht erstmal ohne weiter.


    Barthau Siebdruck bohren.jpg


    Nun konnte die Siebdruckplatte drauf um die Löcher zu übertragen.


    Da die Spezialschrauben ausfielen musste ich die Achse anders befestigen. Hab mich für normale DIN7991 entschieden, Innensechskant mit Senkkopf. Für die etwas ausgenudelten Senklöcher in den Längsprofilen ist das ganz praktisch weil die Köpfe größer sind als der von Schlitzschrauben. Da ich aber auch nicht tiefer senken wollte bedeutet das die Köpfe stehen etwas (knapp 3mm) über. Da wo eigentlich das Holz plan aufliegen sollte...


    Barthau Siebdruck fräsen.jpg


    Ich denke gefräste Taschen und Parkettlack umgehen das Problem ohne das die Platte gleich wieder wegfault.

    Und wenn ich schon dabei bin natürlich auch die Löcher mit eingepinselt.


    Da Rahmen und Achse ein, zwei Fehlstellen im Zink haben wurde die Zinkstaubfarbe auch gleich noch aufgerührt...



    mfg JAU

    Werksseitig lackierte Stahlfelgen halten in der Regel ja auch einige Winter bevor sie zu gammeln anfangen.


    Und soweit ich sehe ist es absolut üblich den KTL-Lack von der Sichtseite her nochmal mit was schönem zu überarbeiten. Würde dann auch wieder auf den 2K-Dosenlack von meinem zweiten Lackierversuch zurückgreifen.



    mfg JAU

    Achse aufhübschen


    In dem Zuge hab ich mir dann auch die Achse vorgenommen. Wenn das mit dem Entrosten der Profile schon so gut geklappt hat geht’s doch bestimmt auch mit den angerosteten Schwingen und Naben?

    Barthau Achse entrostet.jpgBarthau Nabe entrostet.jpg

    Ja, tut es. Es ist freilich keine Überraschung das die Radlager nach der Behandlung geknirscht haben und ersetzt werden mussten.

    Als Korrosionsschutz für die nun blanken Teile hab ich mich für Brantho Korrux 3in1 entschieden. Meine Erfahrung mit Brantho beschränkte sich bislang auf den „Robust-Lack“. Eine ungewohnte Farbe, aber hat gehalten was versprochen wurde. Beim Korrux habe ich auf die (relativ neue?) Sprühversion zurückgegriffen. Die Dosen sind sehr gut, (das dürften die selben wie von SprayMaxx sein) und den Preis durchaus Wert. Leider gibt Brantho fürs Ablüften keine Zeit an. Hatte aber den Eindruck das Korrux sehr zügig anzieht und nur eine geringe Neigung zu Tropfnasen hat. Also hab ich einfach rollierend die Naben und Schwingen nacheinander behandelt bis die Dose leer war. Hat für 3 Durchgänge gereicht, damit sollte die nötige Schichtdicke erreicht sein.

    Neue Lager, neue Fettkappen und Plastestopfen. Gut.

    Barthau Achse lackieren.jpgBarthau Achse lackiert.jpgBarthau Achse komlett.jpg


    Die Kompletträder haben, zu meiner Überraschung, lackierte Felgen. Ich habe davon abgesehen die alten Felgen herzurichten weil das in der Vergangenheit nicht von Erfolg gekrönt war. Pulverbeschichten kenne ich 2 Dienstleister die Stahlfelgen generell nicht machen. Die Verbindungsstelle von Innen- und Außenring bildet eine potentielle Fehlstelle in die man mit dem Pulver nicht hinkommt. Der Sandstrahler im Ort würde es machen, ich trau ihm in der Hinsicht aber nicht da er Pulverbeschichtung erst seit kurzem anbietet (bisher machte er nur Spritzverzinkung).

    Galvanisch verzinken wüsste ich auch jemand, die machen aber keine besonderen Schichtdicken. Bei Kontakt mit Streusalz ist so auch relativ früh wieder mit Rost zu rechnen.

    Selbst lackieren war schon zweimal ein Reinfall. Das erste Mal wegen billiger Farbe die nicht hielt. Beim zweiten Versuch hat genau die neuralgische Stelle, die bei Pulver Ärger macht, sich als Quelle neuer Korrosion herausgestellt.

    Die neuen Felgen brachten mich aber auf eine Idee: Der nächste KTL-Beschichter ist nicht sooo weit weg. Mal überlegen welche Räder ich da als Testobjekt hinbringen könnte...



    mfg JAU

    Ist es noch immer der Fall das es 1800kg Achse nur von BPW gibt?

    Das würde ein Stück weit erklären warum einzelne Hersteller diese Größe nicht anbieten.


    Mich erwarten als Abrissprojekt erstmal 150m² Fließen + Estrich für die nächsten 4 Monate.

    Da schreit natürlich alles nach einem Container. Kalkuliert habe ich für die Standzeit, Entsorgung und Transport etwa 800-1000€,

    Hobbybaustelle und Standzeit sind halt nur bedingt kompatibel.

    Ich hatte bei mir auch nur Container stehen als klar war das ich die innerhalb der 2 Wochen die im Preis mit drin sind auch voll bekomme. Einmal wurde mit Dachziegeln gefüllt, beim zweiten mal hab ich sogar nen 10m³ Abrollcontainer bestellt weil man da schön bequem mit Schub- und Sackkarre reinfahren kann (hatte keine Lust die großen Bruchstücke auf und wieder vom Anhänger zu wuchten).


    Gute Preise bekommt man über AbfallScout.de, da kostet der 7m³ Container um Kaiserslautern 350€.

    Die Pauschalangebote sind dort bissl teurer als nach Tonnage; in so nem Container ist schnell mehr drin als drin sein sollte...



    mfg JAU

    Gerade wenn man renoviert und oft nur den Samstag hat ist Zeit Mangelware. Da spart es schon ordentlich 1,2t Fliesen Beton mit Hand abzuladen oder bequem abzukippen!

    Habs nicht gestoppt, meine aber das ich 900kg in 10 Minuten runter hatte.

    Wie lange braucht ein handgepumpter Kipper? 4-5min?


    Wer wirklich Zeit sparen möchte transportiert den Bauschutt nicht Tönnchen für Tönnchen durch die Gegend sondern mietet eine Absetzmulde.



    mfg JAU

    Das Geld für meine Bauschlampe (Misubishi L400, 3000€) hab ich nicht mehr raus bekommen. Der Vorbesitzer hat den richtigen Moment erwischt, bevor der Rost überall durchbrach. Immerhin wars ein 6 Sitzer mit langem Radstand und Turbodiesel, als VW hätte das Budget nur fürn Sauger mit deutlich kleinerer Ladefläche gereicht.



    mfg JAU

    Ich hatte mal eine Anzeige wegen 80€ aufgegeben und daraufhin mein Geld zurück erhalten.

    War natürlich nicht der einzige Geschädigte, der Betrüger hat die selbe Nummer mehrfach abgezogen und gedacht das die Leute wegen so geringer Beträge keinen Aufriss machen. Hatte aber wohl einen brauchbaren Anwalt der ihm riet die Gelder zu erstatten um den Kopf aus der Schlinge zu bekommen (aka "Reue zeigen").


    Freilich würde ich in dem Fall kein Geld erwarten, aber der Brief existiert ja wohl noch.



    mfg JAU

    Blecharbeiten und Zink


    Stellte sich die Frag wie ich mit dem übrigen Zink (und Rost) umgehen wollte. Erster Ansatz: Winkelschleifer und Stahlbürsten.

    Der lose Rost und feste Schmutz war damit schnell entfernt, es wurde aber auch ersichtlich das ich auf dem Weg die guten Teile der Zinkschichten beschädige. Teile ohne Rost wurden händisch mit Messingbürsten gereinigt. Wirklich viele waren das aber nicht, das Zugrohr und nicht mal eine Hand voll Anschlagteile.

    Es zeigten sich auch ein paar Verunreinigungen durch angetrockneten Beton (vorzugsweise wo es zwischen die Holzteile sickerte. Die bekommt man mit einem Nadelentroster ziemlich gut weg. Aber auch da: Zinkschicht wird beschädigt. Und mein Kompressor ist zu klein für so Druckluftwerkzeuge.


    Zink zu überstreichen ist jetzt nicht so mein Fall, das gefällt mir optisch nicht sonderlich. War aber auch von vornherein klar das ein paar Teile neu verzinkt werden müssen. Ich erkundigte mich wie man Zink chemisch auf die Pelle rückt. 10%ige Lösung Ätznatron erfüllt den Zweck.

    Ätznatron WIP.jpg

    Ist leicht zu bekommen, im Imkerbedarf z.B. Es dauert ca. 3 Tage bis eine Feuerverzinkung komplett abgelöst ist und man hat etwa den selben Aufwand wie mit der Nachbearbeitung einer Rostumwandlung. Inklusive entsprechend fieser Stäube (Arbeiten mit Staubmaske ist da Pflicht). Nachteil ist halt: Man muss das ganze Werkstück eintauchen. Das waren bei mir schon >15l für die „Klein“teile. Man könnte mit HT-Rohren Behälter basteln wo auch ganze Profile rein passen. Das Kilo Ätznatron kostet halt ca. 7€, was für die Entsorgung noch dazu kommt weiß ich nicht.


    Für die größeren Teile hab ich mich daher für eine Nachbesserung mittels Zinkstaubfarbe entschieden. Es war möglich den Einsatz der Farbe weitestgehend auf nicht sichtbare Teile einzuschränken. Problemzone: der hintere Querträger (dazu später mehr).


    Hab mich erstmal um den vorderen Querträger gekümmert. Der alte ist nur ein einfaches Winkelprofil und sollte durch gekantetes 2mm Blech in U-Form ersetzt werden. Hintergedanke dabei: Die alten vorderen Bordwandstützen weiter nach vorne setzen, den Querträger breiter gestalten. Passend abgelängt, Loch für die Deichsel, Löcher für die Schrauben, Endplatten angeschweißt - fertig ist der Lack.

    Barthau Blechteile Roh.jpg


    Die Teile gingen dann zum Verzinken. Durch Zufall ist mir die Tage dann ein LKW von Fa. Wiegel (https://wiegel.de) unter die Augen gekommen. Hab beim Abholen dann nachgehakt ob die auch Altbeschichtungen entfernen. Tun sie. Kostet halt doppelt.


    Am hinteren Querträger gabs einen Riss genau in der Mitte. Für mich sah das aus als wäre das im Zuge des normalen Gebrauchs entstanden und eine konstruktive Schwachstelle. Nur ist das ganze Ding halt verzinkt, da drauf schweißen ist gesundheitsschädlich und der Korrosionsschutz dann auch dahin. Und nur mit Zinkstaub drüber – mehr Not als Lösung.

    Das war dann der Punkt wo ich alle Skrupel fallen ließ und entschied alles neu verzinken zu lassen.


    Erster Schritt: Den Querträger verstärken dass er nicht wieder reißt. Dazu hab ich mir aus Blech Winkelstücke gerichtet das an der nicht sichtbaren Seite aufgedoppelt werden sollte um die Sicke zu stützen.

    Zweiter Schritt: Den Querträger mit dem Winkelschleifer fürs Schweißen vorbereiten. Sprich: Zink runter. Dabei kam eine Überraschung zu tage: Der Riss war bereits mit Zink verfüllt. Also kein Konstruktions- sondern Fabrikationsfehler. Das Blech reißt beim Formen der Sicke ein...

    Ich bliebt bei meinem Plan, hab den Riss geflickt und hab die Unterkante verstärkt.

    Dritter Schritt: Zusätzliche Befestigungslaschen die an den hinteren Bordwandstützen ansetzen. Hintergedanke ist den Querträger am Verwinden zu hindern damit die Ladekante steifer wird.


    Leider hatte ich versäumt zu fragen wie dreckig die Teile sein dürfen wenn sie zum Entzinken gehen. Da ich teilweise schon Farbe drauf geschmiert hatte ein nicht ganz unwesentlicher Punkt.

    Hab das offen gelassen und die Möglichkeit genutzt ein Verfahren zu testen für das ich schon geraume Zeit das Equipment rumliegen habe: Wasserstrahlen.

    Sandstrahlen kennt jeder, machen die wenigsten aber zu hause weil es furchtbar staubt und man einen passablen Kompressor dafür braucht. Das nötige Volumen bringen aber auch kostengünstige Hochdruckreiniger auf. Und da setzt das System an: Dem Wasserstrahl wird am Ende der Lanze trockenes Strahlgut beigemischt um den abrasiven Effekt zu nutzen. Das Wasser bindet dabei den Staub. Ziemlich Effektiv wie ich finde, die Zinkschicht wird dabei nicht so stark angegriffen wie bei den anderen Verfahren, wirkt aber gut gegen hartnäckigen Schmutz und Rost den man mit Bürsten nicht weg bekommt.

    Und gegen Zinkstaubfarbe, die war schneller wieder weg als mir recht war.


    Mein Equipment:


    Das System hat freilich auch Nachteile:

    • Das Strahlgut ist nur rieselfähig solange es trocken ist.
    • Ein 25kg Sack reicht nur für ~1/2h. Trocknen dauert mindestens 2 Tage.
    • Restfeuchte auf blankem Stahl bedeutet sehr schneller Ansatz von Flugrost (Trockenreiben + Korrosionschutz mit Multiöl)
    • Auch wenn es nicht staubt, die kleinen Körner fliegt überall rum und haften (insbesondere nass) auch sehr gut an den Schuhen.


    Die zweite Fuhre Zinkteile wurde dann leider doch etwas teurer als zuerst erwartet, zahlte ich fürs erste Mal nur 25€ kamen für die zweite Lieferung schon 68€ zusammen.

    Barthau Zink.jpgBarthau Schweißteile.jpg



    mfg JAU


    P.S. Ich war bei den Blecharbeiten und am Schweißgerät wieder so hoch konzentriert das ich es total verpennt hab Fotos zu machen. ;(

    Wie würde es sich verhalten, wenn ich im Prinzip den Koffer einfach auf einen "neuen" Anhänger setze.

    Damit pflanzt du auch die Fahrgestellnummer mit um. Es bliebe also das selbe Fahrzeug.


    Ist die Frage nur, wo kann man Ersatzteile kaufen, wo ich eben auch COC bzw. Brief bekomme???

    Gar nicht, weil Bauteile kein Fahrzeug sind. Im Grunde wird das ein Neuaufbau der per Einzelabnahme §21 vom TÜV geprüft wird.

    Was du zu den Teilen dazu ordern solltest wäre eine Bremsenberechnung damit der Prüfer weiß Bremse, Räder und Auflaufeinrichtung passen zusammen.



    mfg JAU

    Zerlegen, Reinigen und Bestandsaufnahme


    Eigentlich war die Arbeit als Winterprojekt 18/19 angelegt, ich kenne mich aber selbst gut genug - wenns draußen kalt ist geht nicht viel voran.

    Damit ist hoffentlich auch klar warum ich erst jetzt, wo es wirklich an den Zusammenbau geht, mit dem Bautagebuch anfange ;)


    Es gab eine ganze Menge fester Schmutz der mit dem Hochdruckreiniger nicht zu entfernen war. Da musste also mechanisch nachgeholfen werden.

    Barthau zerlegen Heckklappe.jpg


    Schrauben frei zu legen war generell kein Problem, die Siebdruck setze einem größeren Schraubendreher keinen großen Widerstand entgegen.

    Barthau Riss und Morsch.jpgBarthau zerlegen.jpgBarthau zerlegen Plattform.jpg


    Zustand der Blechteile unter dem Holz war allgemein gut, Korrosion war nicht sehr tief. Die Holzeinfassungen an den Innenseiten aber ziemlich angefressen. Wäre noch vertretbar gewesen, aber der Aufwand die Teile zu entrosten stand in keinem Verhältnis zum Aufwand. Das bedeutet aber auch das die vorhandene Menge an gekantetem Blech nicht ausreichen würde. Ich entschied weitere, bereits verzinkte U-Bleche anzuschaffen.


    Die Schrauben die Achse und Aufbau verbinden sollten hielten garnix mehr. Und doch waren sie gut genug an die Muttern gegammelt das ich überall einen Hebel anschweißen musste. Die Spezialschrauben mit Nase als einzige Verdrehsicherung werde ich nicht wieder einsetzen können, dazu hat das Profil schon zu sehr gelitten.

    Barthau zerlegen nackt.jpgBarthau Spezialschraube.jpg



    mfg JAU

    Ich gehöre noch zu denen, welche Blattfedern sprengen mußten. Wir haben die hauptsächlich gefettet. Also MoS2 bzw. Graphit haben wir da früher genommen, vielleicht gibt es jetzt was besseres.

    Genau so. Blattfedern sind zu schmieren, sonst laufen sie ein und brechen. Farbe hilft da nicht.

    Die Auswahl des Fettes (unabhängig vom Gleitzusatz) wäre noch wichtig. Je zäher es ist desto schlechter wäscht es aus. Kettenfett fürs Motorrad ist da auch ne Möglichkeit.


    Zerlegen ist heute nur nicht mehr so aktuell weil moderne Federn Zwischenlagen aus Kunstoff haben.

    Mike Sanders hat auch irgend so ein Band.

    https://www.korrosionsschutz-d…5cm-x-10-mtr?number=00790



    mfg JAU

    Vorwort


    Über Geld spricht man nicht, man hat es. ;)

    Da von Anfang an klar war das so ein Projekt nicht rentabel ist habe ich mir keine Mühe gemacht die Kosten im Zaum zu halten (war bei anderen Projekten schon anders). Möchte es selbst auch gar nicht so genau Wissen. 2 Gründe:

    • Das Projekt ist ein Stück weit auch Versuchsballon für die Aufarbeitung meines 1200er. Verschiedene Techniken ausprobieren, Zeitaufwand einschätzen (im Gegensatz zu noch einem 750er brauch ich den 1200er wirklich).
    • Lokalpatriotismus: das Werk ist nicht all zu weit entfernt. Original wird er nicht ganz bleiben aber soll hinterher schon noch als Barthau zu erkennen sein.


    Warum gerade diesen Anhänger wieder aufbauen?


    Der Anhänger hatte schon diverse Vorbesitzer, letzter war mein Onkel. Der hat bei technischem Gerät aber keine sonderlich glückliche Hand, sprich: er bekommt wirklich alles kaputt.

    Im konkreten Fall war das eine Fahrt mit einer (von mir) frisch aufgerüsteten Tischkreissäge und zwei Zimmermannsböcken bei der er mit fragwürdiger Geschwindigkeit den Randstein (oder ein Mäuerchen) erwischte was den Anhänger zu einer 180 Drehung in Längsachse veranlasste. Die Ladung überstand den Flip (die Böcke schützten die Säge), der schon angeknackste Barthau nicht. Die Holzteile waren schon nicht mehr ok, das Profil unter der Frontbordwand bereits gebrochen. Jetzt hatte sich der Aufbau vollends von der Deichsel gelöst und die Kugelkupplung geweitet.

    Hab ihm seinerzeit einen jung gebrauchten gebremsten Anhänger vermacht und den kaputten dafür mitgenommen, ohne genau zu Wissen was ich damit eigentlich soll. Was vor allem daran lag das wir mit ungebremsten Anhängern ganz gut ausgerüstet sind. Es folgte der etwas halbherzige Versuch das Opfer (mit fälligem TÜV) zu verkaufen. Bedingt durch den Zustand ohne Erfolg.


    Das war 2015.

    Barthau defekt.jpg


    Ich machte mir die ganze Zeit auch Gedanken welchen Mehrwert dieser Anhänger gegenüber anderen ungebremsten haben könnte. Es dauerte eine Weile bis ich drauf gekommen bin: die Rohrdeichsel ist Längenverstellbar. Der Barthau wäre damit grundsätzlich in der Lage ein Transportproblem zu lösen das ich schon länger Mal elegant beseitigen wollte: Material (z.B. Holz) in handelsüblichen Längen (>4m) transportieren.

    Allerdings bräuchte er dazu eine klappbare, vordere Bordwand. Grundsätzlich möglich, aber etwas aufwändiger als nur die Schäden zu beseitigen. Ich begann die nötigen Teile zusammen zu tragen: neue Streuscheiben für die Leuchten, Kugelkupplung, gekantetes Stahlblech für Holzeinfassung und vorderen Querträger.


    So stand er dann da. Und gammelte vor sich hin.

    Die einzige Frage die sich "von selbst" erledigte war ob die Reifen noch was taugen.

    Lesson learned: Das Gestrüppmesser am Freischneider taugt auch zum Reifenflanken aufschlitzen... :rolleyes:



    Bis zur nächsten "Folge".

    mfg JAU

    Da hast du dir ja wirklich ein arbeitsintensives Projekt aufgehalst. ^^

    Viel Spaß dabei und bitte weiter mit der Fotodoku. :thumbup:


    Was mir bissl Sorgen macht ist der Knick in der Achse. Wirklich rausbekommt man sowas eigentlich nicht. Bzw. wenns genau in der Mitte war vielleicht sogar (höchst unwahrscheinlich) Absicht?


    Bremsankerbleche waren früher oft genietet. Wenn das der Fall ist könnte man eine Seite abbauen, die Ringe aufziehen und wieder neu vernieten. Ist mit Hausmitteln durchaus machbar (hab sowas bislang aber auch nur einmal gemacht).


    Hast du schon eine Idee wie du die Typschilder aufkleben willst? Ich hab von meiner Achse eins abgenippelt, das war aber nur geklebt und wäre schöne wenn das dann auch dort bleibt wenn ich es wieder anhefte.



    mfg JAU