Nicht heute, aber gestern Abend.
Da hätte ich mich doch fast an den Fischweihern festgefahren mit dem ML.
Man fährt in eine (eigentlich immerfeuchte) Senke zu den Weihern.
Da wir Fische rausgeholt haben und Netze sowie Futter dabei hatten, habe ich "unten" geparkt weil die Schlepperei nervig ist.
Mir war natürlich bewusst, dass es ausgiebig geregnet hatte und alles durchweicht ist.
Mir war aber auch bewusst, dass 10cm lehmiger Schlamm im Offroadpark in Ingolstadt für den ML kein nennenswertes Problem dargestellt haben - also frohen Mutes voran und rein in den Dreck. 
Beim Wegfahren dann die böse Überraschung: der ML bewegt sich gerademal 2m vor und zurück, bleibt dann stecken/dreht durch.
Egal ob mit Untersetzung oder ohne, mit ESP oder ohne und viel Schwung oder ganz wenig Gas - auch Versuche aus der Spur rauszukommen nach rechts oder links schlugen fehl.
Habe es ein paar Mal probiert wie man hier sieht (ja, ich weiß das die Kennzeichenbeleuchtung rechts defekt ist):
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Kurz überlegt warum es nicht geht, die Vorderachse steht ja schließlich auf "haftendem" (mehr oder weniger) Grund:
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Und dann direkt darauf gekommen warum es nicht geht.
Wie man sieht hat der ML nur hinten durchgedreht, vorne jedoch nicht.
Das liegt nicht daran, dass der (permanente) Allrad defekt ist, sondern das der W163 kein sperrbares Mitteldifferential hat und somit 100% der Kraft zu der Achse geht, die weniger Grip hat - in dem Fall halt hinten.
An den Achsen selber (ebenfalls ohne Sperren) regelt das 4ETS Allradsystem in sofern, als dass Sperren "simuliert" werden über Bremseingriffe und das jeweils entlastete Rad per Betriebsbremse gezielt abbremst um die Kraft zum anderen Rad umzuleiten.
Hilft halt nix, wenn vorne nichts ankommt.
Im Offroadpark war es viel, VIEL schlammiger, da gings ohne Probleme. Kämpfend, aber es ging.
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Ok, da hatte ich auch Winterreifen drauf - aber in Lehm und Schlamm setzt sich das eh alles sofort zu.
Der entscheidende Unterschied war: im Offroadpark war *alles* schlammig, also haben alle Räder irgendwie ein bisschen gedreht und irgendeines hat immer ein bisschen Grip aufbauen können.
Am Weiher stand eine Achse "fest" und die andere im Schlamm, was eben zu der kuriosen Situation geführt hat, dass er trotz Permanentallrad nur hinten durchgedreht hat.
Evtl. hätte es geholfen, wenn ich während des Gas gebens die Handbremse angezogen hätte - aber ich wollte keinen Bruch im Diff oder Verteilergetriebe riskieren.
Luftdruck hätte ich auch noch absenken können (war auch noch auf Anhängerbetrieb, also recht hoch).
Aber da ich an den Weihern noch Waschbetonplatten liegen habe, habe ich einfach 2 von denen vor die Hinterräder gelegt und schwupp war ich draußen.
Fazit: an den Weihern etwas weiter vorne parken oder gescheite Bereifung draufmachen und im kommenden Winter niemals mit einer Achse auf ner Eisplatte und der anderen auf geräumtem Geläuf stehen bleiben 
Auto ist etwas eingesaut, aber es ist ein Arbeitsgerät - passt scho.
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