Kaufberatung Motorradanhänger für Reise-Enduro (+ Fahrradträger-Problem)

  • Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach einem passenden Anhänger für den Transport meiner Reise-Enduro (KTM 1050 Adventure mit Koffern) und hoffe auf eure Expertise.

    Die Ausgangslage: Ich möchte meine Reise-Enduro (ca. 2,25 m lang, 1,00 m breit, 1,50 m hoch) in den Urlaub (z. B. Alpen) transportieren. Bisher habe ich mir immer Anhänger geliehen, aber da ich das auf Dauer zu teuer finde, möchte ich mir nun einen eigenen zulegen.

    Mein Equipment:

    • Vorderradwippe vorhanden.
    • Spezielle Spanngurte (Lenker + Hinterrad) vorhanden.
    • Budget: Möglichst ~ 1.000 €.

    Mein konkretes Problem & Idee: Ich möchte zusätzlich meinen Thule EuroWay 2er Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit in den Urlaub nehmen. Da auf der Ladefläche des Anhängers aufgrund der begrenzten Maße (wegen meines Garagenstellplatzes) kein Platz dafür ist, habe ich überlegt, einen Deichsel-Adapter für eine zusätzliche Anhängerkupplung zu nutzen. So etwas bspw hier. So wie der Kollege aus dem Forum hier, nur eventuell andersrum - entgegengesetzt der Fahrtrichtung? Beispielbilder

    Mir ist der Zaslaw 265U (Beispiel Link) ins Auge gefallen. Hier habe ich allerdings Bedenken:

    • Der Abstand von der Vorderwand bis zum Anfang des Stützrads beträgt lediglich ca. 68 cm. Der Fahrradträger ist ~63cm breit.
    • Reicht der Platz auf der Deichsel aus, um dort eine Kupplung für den Thule-Träger zu montieren, ohne dass es beim Rangieren oder in engen Kurven mit dem Zugfahrzeug kollidiert?
    • VIelleicht kann man alle Wände abnehmen und den AHK Träger vorne auf der Deichsel entgegengesetzt der Fahrtrichtung montieren?

    Meine Fragen an euch:

    1. Machbarkeit: Ist die Montage einer zusätzlichen AHK auf einer so kurzen Deichsel (wie beim Zaslaw 265U) realistisch/sicher und vor allem legal?
    2. Alternativen: Gibt es andere Anhänger in der Preisklasse bis 1.000 €, die eine längere Deichsel haben oder sich besser für mein Vorhaben eignen?
    3. Allgemein: Was haltet ihr von der Idee, einen Fahrradträger auf diese Weise zu kombinieren, oder gibt es bessere Lösungen für mein „Platzproblem“? Ich habe auch Bedenken hinsichtlich der Stützlast. Es sind etwa (2x10 Kg) = 20 Kg Fahrräder + 20 Kg Eigengewicht des Halters + Adapter 5 Kg = 45 Kg direkt vorne auf der Deichsel.

    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe und Einschätzungen!

    Beste Grüße :)

  • Für dein Vorhaben muss die Deichsel ca 1,5m lang sein um den Anhänger auch noch vernünftig rangieren sowie um Kurven fahren zu können


    Die Stützlast ist mehr Fahrzeugabhängig, um welches Zugfahrzeug handelt es sich?

    Seat Alhambra 2.0TDI EZ: 08/2019

    Seat Leon ST FR 1.8TSI, EZ: 12/2015 verkauft

    Dacia Jogger Extreme+ 110TCE, EZ: 09/2024

    Anssems BSX 1500, EZ: 08/2018

    Schätzle&Co Delkofen PA6, 600kg EZ: 11/1970

    Heinemann HP400, EZ: 1973
    Dethleffs C-Trend 505FSK, EZ 2015


    "Anhänger sind Herdentiere, eine alleinhaltung ist Anhängerquälerei!"

  • Okay, danke für die Antwort.
    Zugfahrzeug: Seat Leon KL 2.0 TDI Bj 2024


    Die bessere Lösung scheinen mir aktuell Dachträger + spezieller Motorradanhänger zu sein.
    Lorries MT3 hatte ich schon mal gemietet. der Lorries MT1 sieht gut aus für meine Zwecke.
    Zusammenklappbar, so stört er mich nicht auf meinem TG Stellplatz.

    Ich bemühe mal die Forensuche für Erfahrungen mit dem Modell.

    • VIelleicht kann man alle Wände abnehmen und den AHK Träger vorne auf der Deichsel entgegengesetzt der Fahrtrichtung montieren?

    Das geht in der Regel nur bei Hochladern - also Anhänger, bei denen die Räder unter der Ladefläche sind. Der Zaslaw ist ein Tieflader (Räder neben der Ladfläche).

    VG

    Sascha

  • Du kannst auch den Trailer etwas breiter wählen und die Räder neben das Motorrad stellen. Hab auf meinem Trailer mal ne Stellprobe für den gleichen use case gemacht. Bei 1,50 Breite überhaupt kein Problem. Auf Deichselgedöns hätte ich keine Lust, technisch geht's eh nicht gut (Rohrdeichsel) und Stützlastthema etc. pp.. Mittlerweile ist das überflüssig geworden, da ich auf Fahrradfahren sowas von keinen Bock habe.
    Bei schmaler (Ab-)Stellfläche ist ein Hochlader sinnvoll; spielt das keine Rolle, lässt sich ein Tieflader in dem Fall deutlich angenehmer beladen. Beste (und teuerste) Lösung natürlich Absenker, ist ja klar.

    Köper ex-Kastenanhänger Bj. 1973, seit 2019 Plattform (2,75x1,50), 1200 kg zGG

    HP 300.01/3 mit Deichselverlängerung 300.95 (bald Smoker Carrier), 300kg zGG

    HP 500.01/01 mit Deichselverlängerung 500.95, 500 kg zGG, unkomplizierte Alltagshure

    BMW 525iA touring LPG, 1900 kg zgAL

    BMW K75, Bj. 88 Café-Racer Umbau

    MZ TS 150 mit A1- bzw. B196-freundlichen 125 ccm plus eine weitere TS 150 (derzeit demontiert)

  • Danke für euren Input!


    Schlussendlich habe ich mich jetzt für eine andere Lösung entschieden.
    Lorries MT1 und Dach-Fahrradträger von Thule. Das ist jetzt zwar deutlich teurer aber technisch die bessere Lösung.

  • Mit ~2.700 Euro nur ganz knapp über

    der Preisklasse bis 1.000 €

  • Bluethunder: Danke für den Hinweis, das hatte ich schon gesehen. Die Option existiert zwar, ist aber für mein Anforderungsprofil ineffizient. Ein belegter Lorries MT1 verliert seine Klappfunktion – für mich ein K.O.-Kriterium bezüglich meines Stellplatzes. Zudem ist die Klemmung eines hochwertigen Hardtail Mountainbikes mit großem Rohrdurchmesser an dieser Art Halterung eher eine Notlösung. Nach Überlegung finde ich es auch nicht praktisch für eine kleine Fahrradtour vom Urlaubsort aus mit dem Gespann über Serpentinen etc zu ziehen. Ein Fahrradträger wie die Thule ProRide sind deutlich bessere für voluminöse Carbon/Alu Rahmen von Hardtail Mountainbikes geeignet.


    MiRa67: Das glaub ich nicht ^^ . Ich habe den Markt auf Kleinanzeigen beobachtet. Die dort kursierenden Angebote für 5 Jahre alte Exemplare um die 1.800–1.900 € – oft in fragwürdigem Zustand – belegen: Die Wertstabilität dieses Modells scheint super. Wenn man für ein 5 Jahre altes Gerät noch 85 % des Neupreises aufruft bzw. sogar über dem Netto Neupreis ist, ergibt es für mich keinen Sinn, wenn man für eine überschaubare Differenz ein Neufahrzeug mit Garantie und der neuesten Phase-4-Revision erhält. Die haben übrigens einige Verbesserungen erhalten im Vergleich zu den Vorgänger Modellen.


    Jay: Nur zur Einordnung: Ich habe mich für die Standard-Version des Lorries MT1 für 2.199 € entschieden, nicht für die Black Edition. Bei 2.199 € Anschaffungskosten gegenüber ~30 € Tagesmiete im Verleih ist der Break-even bei moderater Nutzung nach wenigen Wochen Miete erreicht – die laufenden Kosten (Versicherung, Steuer) sind bei einem ungebremsten 750 kg Anhänger, wie die meisten hier wissen sollten, faktisch zu vernachlässigen. Wertverlust scheint auch faktisch nicht gegeben - der Kauf war für mich wirtschaftlich klar die beste Lösung.

  • Suche dir doch einen Boots-Anhänger mit langer Deichsel…

    IMG_5984.jpeg


    Die Zuladung dürfte ausreichend sein :weg:


    Und mit etwas Glück und den passenden Suchbegriffen

    WM Meyer HKCE DSK 1,6To, 270x170

    Barthau EH2002 - 2,5To, Hochlader, 300x170

    Hulco Rota3-3503 - 3,5To,

    Hulco Rota2-3002 - 3,0To

    und ein Wohnwagen

    EX—Humbaur 1,0to, TL, Alu 200x120 - EX—Humbaur 1,3to, TL, Holz 256x123 - EX—Falcon Sport Slider GFK 1,5to - EX—Deuba 90L - 0,08to, Tieflader mit feststehenden Bordwänden 153x61, Ex—Doornwaard D2000SW - 2To, Plattform, 450x200 - verkauft 06.2022, Ex—Karosseriebetrieb Ladeburg - 1,6to, Tieflader, Verkaufsfahrzeug 460x210, Ex—Stema AN750, TL, Plane 201x108