Newbie will Anhänger verbreitern

  • Wäre ein kleiner Wohnwagen nicht die bessre Alternative?


    Oder anders gefragt: Warum muss das Bett unbedingt quer eingebaut werden?


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    die Idee ergab sich aus dem Wunsch, den begrenzten Platz möglichst optimal zu nutzen. Inzwischen bin ich ja auch wieder beim Längsschläferbett angekommen :-D


  • Dann hoffe ich mal, dass die Längslenker alle noch wirklich fit sind und vor dem Kauf genau gecheckt wurden.


    kc85

    „Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.“ :biggrins:

    J. W. v. Goethe


    Temared 3015C, 1300kg, 100km/h 2018 (privat)

    Westfalia 118 451, 750kg, 1991 (dienstlicher Dauerpflegefall)

    Mitsubishi ASX 1,6 2015

    Honda Dominator SuMo (1996)

    diverse andere motorisierte 2- und Vierräder

  • Wir haben bei der Abholung dem Hänger unters Röckchen geschaut und er sah gut aus. Mein Kumpel kennt sich da allerdings definitiv besser aus als ich und er müsste das dann im Zweifelsfall auch ausbaden, wenn er mich scheiße beraten hat XD

  • Guten Morgen zusammen :-)


    Ich habe mal wieder eine Nacht gebrütet und gekritzelt und das ist dabei entstanden:


    1) Ich möchte einen festen Kofferaufbau machen, da es optisch an ein Tiny House erinnern soll. Aus dem Grund muss der Aufbau TÜV-konform werden. Bevor ich am 21. mit meinen Plänen zum TÜV wackel, zeig ich sie Euch :-) Die angehängten Bilder sollen den Wandaufbau darstellen. Um möglichst wenig Innenraum zu verlieren, möchte ich je links und rechts eine Dachlatte an den vorhandenen Spriegelstangen anbringen, um hierauf Keilspundprofile zu befestigen. Den Zwischenraum der Dachlatten möchte ich mit 19mm Armaflex dämmen und dann die komplette Seitenwand (inkl. vorhandener Boardwand) mit einer weiteren Dämmschicht und Pappelsperrholz verkleiden. Darauf würde ich dann Auslegware oder Filz verkleben.


    Ist das umsetzbar oder kommen hier Probleme auf mich zu?


    Wenn ich Kieferkeilspund nehme, wie krieg ich den schön und wasserfest?


    Könnte ich für die dünne Dämmung vor dem Pappelsperrholz auch z.B. Rolladenkastedämmung nehmen oder ist das Dummfug?!


    2) Welche Möglichkeiten für ein Dach gibt es, die stabil, leicht und hübsch anzusehen ist? Ich dachte evtl an Bitumenschindeln oder isolierte Metalldachpfannen. Hierzu erbitte ich Rückmeldung mit Tipps was die Verbauung als Microhäuschendach angeht :-)


    Das letzte Bild zeigt dann im Prinzip die fertige Version des Anhängers mit allem Schnickschnack. Kosten sind erstmal zweitrangig. Das Ziel ist, Ende April fertig zu sein :-D


    So, dann Euch schonmal einen schönen Dienstag und bis später

  • Hi,


    1) Ich möchte einen festen Kofferaufbau machen, da es optisch an ein Tiny House erinnern soll. Aus dem Grund muss der Aufbau TÜV-konform werden....

    Eine Zulassung als Anhänger geschlossener Kasten aus Holz also?

    Wenn ich Kieferkeilspund nehme, wie krieg ich den schön und wasserfest?

    Wenn man Profilbretter verwendet muss man damit rechnen, dass der Feuchtegehalt im Holz sich mit den Umständen ändert. Sprich wenn es nicht irgendwann gammeln soll, muss sicher sein, dass eingedrungenes Wasser auch wieder raus kann.

    Vielleicht wäre es in diesem Fall sogar besser die Membran innen und die Sperre nach außen zu machen, weil die größeren Feuchtequellen und -senken außen sind.

    2) Welche Möglichkeiten für ein Dach gibt es, die stabil, leicht und hübsch anzusehen ist?

    Blechdach.


    Gruß

    Gerhard

  • Hallo Gerhard,


    Genau, es soll ein geschlossener Kasten aus Holz werden.


    Danke für die Rückmeldung. Mir erschließt sich das mit der Membran und der Sperre nicht so ganz. Ist die Membran in meinem Aufbau das Pappelsperrholz und die Sperre das Armaflex? Ich bin mit dem Wording nicht vertraut ...


    Danke und Grüße

    Dani

  • Effektiv ist dein Bau ein Holzständerhaus auf Rädern.

    Soll das ganze optisch Richtung Mittelalter gehen oder einfach "nur" durch relativ natürliche Materialien wenig unangenehm auffallen.

    Sind die Märkte die du ansteuerst Kategorie MPS oder eher Haithabu?

    Grundsätzlich solltest du erstmal festlegen wie das ganze aussehen soll. Danach kannst du dir erst wirklich Gedanken zu den Materialien machen.


    Sehe ich das richtig, dass deine Basis 1500kg zulässiges Gesamtgewicht hat? Bitte fahre mit dem Anhänger mal auf die Waage, ohne Spriegel und Plane.

    Und gerne Fotos von der Basis einstellen, dann kann man deutlich besser beraten.

    Edda: Mercedes V-Klasse v250d, EZ 10/2018
    Eddi: Eduard Hochlader 3,1x1,6m, 1500kg zgG, 1,8m Hochplane, EZ 03/2017

    Frosti: WM Meyer Kühlkoffer 3x1,5x2m, 2700kg zgG, EZ 02/2020

    Heini: Heinemann Z1, 400kg zgG, EZ 04/1971

    Wiens Safety-Trailer CS 2002 (2to Bootstrailer), EZ 07/1982 (verkauft)
    Katy: VW Caddy 1.2 TSI, EZ 12/2014 (verkauft)
    Zitrone: Citroen C3, EZ 10/2002 (verkauft)

    Toom Baumarkt Stema 750-13 BJ 2015 (verkauft)

  • Also mal ein paar subjektive Anmerkungen von meiner Seite:

    Ich vermute, du willst mit deinem Anhänger durch die Lande ziehen - zumindest gehe ich im Folgenden mal davon aus....

    Kieferkeilspund -->> Holz arbeitet - auch totes Holz

    krieg ich den schön und wasserfest? schön liegt in deinen Augen. Wasserfest??? Kiefernholz schwimmt sogar


    Wichtig ist, die Innenhülle "winddicht" zu bekommen, wo nix rein kommt, muss nix raus. Für den Luftaustausch und die Feuchtigkeitsabfuhr sind Öffnungen in Boden, Wand oder Decke sinnvoll und notwendig.


    Armaflex - ich möchte das Zeugs nicht im Wohnraum. Auch nicht unsichtbar. Jeder Kunststoff gast aus. Auch Dämmung - also egal ob Rollokastendämmung oder Styro... irgendwas.

    Mein Tipp: Eine Schachtel aus der Dämmung basteln, innen ein Funkthermometer. Die Kiste in die Sonne legen und mit einem normalen Thermometer daneben vergleichen. Interessant ist der verzögerte Temperaturanstieg - idealerweise um einen Zeitversatz von 8 Stunden - wenn es knalleheiß wird, dauert es halt, bis die Hitze durchdrückt. Das kannst du an deinem Beispiel mal checken, bevor du unendlich viel Müll in deinem Tinyhaus verbaust.

    Schindeln oder Blechplatten - nicht mein Ding (wegen der Nackenhaare und so)

    Blechhaut am Stück, fertig. Oder Kunststoff wie bei Wohnwagen - am Stück, auch gut. Oder LKW-Plane. Meinetwegen bedruckt mit Dachschindeln.... es geht ja auch um die innere Zufriedenheit ;)

    Vielleicht wäre es in diesem Fall sogar besser die Membran innen und die Sperre nach außen zu machen, weil die größeren Feuchtequellen und -senken außen sind.

    Membranen haben den Vorteil, daß Sie funktionieren, solange Sie trocken sind. Weiß jeder ...tex-Träger. Wenn naß, dann unwirksam, weil die außensitzende Nässe den "Dampfdurchtritt" verhindern, den Dampf abkühlen und die Feuchtigkeit ausfällt. Membrane beidseitig nass. Der ...tex-Träger in Folge dann bis auf die Haut.

    schau dir mal auf Seiten wie von ISOVER oder ähnlichen an, wie Dämmung usw funktioniert,

    da findest auch die ganzen Begriffe zu Dampfsperre usw und was man da beachten muß

    Dämmung ist gut für Hersteller, Lieferanten und den Monteur. Nix gut für Zahlende. Ein Luftpolster tut's auch.


    Besuche doch mal im Hochsommer eine Burg. Was stellste im Inneren der Burg fest? Heiß oder kühl? Besteht so eine Burg aus Kiefernbretter, Dämmung, Filz? Eben. Da ist Masse vorhanden. DIE übernimmt die Wärmespeicherung, die tagsüber so auf Sie abstahlt. Und das dauert, bis so eine dicke fette Wand erwärmt ist. Vermutlich verändert sich die Jahresdurchschnittstemperatur in so einer Burg recht zaghaft ;)


    Zum Vergleich noch der Dachbodencheck - Mittags und Abends. Altbau. Neubau. Burg. Und dann eine Mansarde. Gibt es Unterschiede?

    Vermutlich ist das Wärmeespeicherverhalten und in Folge dessen die Wärmedurchleitungsfähigkeit der entscheidende Faktor


    Mir erschließt sich das mit der Membran und der Sperre nicht so ganz. Ist die Membran in meinem Aufbau das Pappelsperrholz und die Sperre das Armaflex?

    Kurzer Umweg gefällig?

    So eine Membran soll die Luftfeuchtigkeit nur in eine Richtung wandern lassen. Sinnvollerweise immer von Innen nach außen.

    Der Mensch verliert im Laufe des Tages Feuchtigkeit (soll ja 3 Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen). Ein Teil geht über die Nieren, der Rest halt über die Haut. Diese Feuchtigkeit muss ja irgendwie weg aus dem Innenraum und soll sich nicht auf oder in Bauteilen niederschlagen. Beispiel: ...texjacken sollen aufgrund der Membran verhindern, daß der Träger durchnässt und die Feuchtigkeit nach außen wandern kann.


    Eine Sperre, wie der Namen schon sagt, ist was Undurchdringliches. Also eine Art Friesennerz für Fußgänger. Da soll kein Wässerchen und auch kein Wasserdampf durchkommen, damit der Träger möglichst mit trockenem Wams nach Hause kommt.

    Eine Membrane wirkt also wie eine Sperre, sobald die außenliegende Seite feucht ist. Mag der Membranverkäufer aber nicht zugeben...


    Bei Wohnwägen macht die Sperre das Blech bzw. die Außenhaus. Innen ist eine Tapete angebracht - tlw. kunststoffbeschichtet, also auch eine Sperre. Zwischendrinn gibt es i.a.R. Styropor (war früher das Billigste) als "Dämmung" - je nach Hersteller zwischen 20 und 26mm breit (bitte nicht auf den mm festnageln) und begründen dadurch Ihre überragende Wintertauglichkeit :/ Wenn Wasser zwischen diese beiden Schichten gerät, kommt es in der Regel nicht mehr raus und der Wohnwagen verrottet still und heimlich, bis die Nase diesen Prozeß riechen kann =O


    Ok - Umweg beendet.... also ob Armaflex wasserdurchlässig ist, kannste selbst feststellen, oder? Armaflex nehmen, in ein Sieb legen, Wasser rein und warten, ob unten was rausläuft ;)

    Holz kann Gase nach innen und außen durchlassen - halt sehr sehr langsam. Genauso ist es mit Feuchtigkeit. Wird durchwandert. Gaanz langsam. Brennholz braucht nicht umsonst Jahre, bis es durchgetrocknet ist.


    Mir ist sehr wohl bekannt, daß Tinyhaus-Hersteller ebenfalls mit Styropor oder - ganz öko - mit Schafswolle dämmen.... schon mal nasse Schafswolle gesehen? Wenn da eine Folie als Sperrschicht nicht mehr dicht ist, beginnt der Vorrottungsprozeß schneller als es dem Käufer recht sein kann. Aber in der Theorie erste Sahne!


    Ich würde ein Tinyhaus immer ohne Sperre aufbauen - soll doch das Holz seiner Aufgabe gerecht werden, die Feuchtigkeit nach außen leiten ;) und Wind und Sturm eine Sperrschicht bieten....


    Klar braucht es noch etwas Schutz, damit das Holz von der Umwelt möglichst langsam angegriffen und zersetzt wird. Das Holz - gut gebaut - recht langlebig ist, ist an den vielen Berghütten und Feldscheunen gut zu erkennen.


    Viel Freude beim Bau deines Traums

    Peter

    Barthau EH2002 - 2,5To, Alu-Hochlader, 300x170 + Gitteraufsatz 500mm Eigenbau

    Doornwaard D2000SW - 2To, Plattform, 450x200

    Karosseriebetrieb Ladeburg - 1,6to, Tieflader, Verkaufsfahrzeug 460x210

    EX—Humbaur 1,0to, Tieflader, Aluaufbau, 200x120 - EX—Humbaur 1,3to, Tieflader, Holzaufbau, 256x123 - EX—Falcon Sport Slider GFK 1,5to - EX—Deuba 90L - 0,08to, Tieflader mit feststehenden Bordwänden 153x61

  • nasse Schafswolle gesehen?

    Nein, hab ich noch nicht.

    Es kommt immer drauf an, wie die vorbehandelt ist.

    Wenn sie direkt vom Schaf kommt ist die fettig und nimmt kein Wasser auf.

    Erst ab dem Moment wo die Wolle gereinigt wird nimmt sie Wasser auf!

    Oder hast du schon mal ein nasses Schaf auf einem Feld gesehen wo die Wolle nass runter hängt?

    Gruß

    Harald

    :pfeif:

  • Egal ob natur (Wasser läuft am Fell direkt nach unten und unterstützt das dortige Holz beim Verrotten) oder vorbehandelt (nimmt erst das Wasser auf und wirkt kurzzeitig der Schwerkraft entgegen), nix gut ist nix gut

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  • Vielen Dank für diese ausführliche Darstellung :-) Kennt jemand von Euch VeroBoard und kann was dazu sagen?


    Die Mittelaltermärkte bewegen sich zwischen A & MPS ;-) Also es sind eher Ambientemärkte. Sichtbarer Kunststoff sollte vermieden werden.


    Ja, es soll eine Art Tiny House auf Hänger werden.

  • Mit VeroBoard kenn’ ich mich nicht aus. Hier gibt es einige Wissende Profis in Sachen Plattentechnik


    Einfach nachgefragt:

    Warum nicht einen Aufbau in Holz? Vorher mal ein Besuch im Erwin-Hymer-Museum, um die ein- oder andere Anregung zu holen?


    Wunderschöne Anregungen in Sperrholz mit Verstrebungen für die Festigkeit - gönn‘ dir einen Besuch ;)

    Irgendwann baue ich mir so ein abnehmbares Sperrholzgebilde auf meinen Barthau ;)

    Schisser nehmen wohl eher die massive Variante in 19mm :love:

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  • Einfach nachgefragt:

    Warum nicht einen Aufbau in Holz?

    An der Idee tüfteln wir gerade. Aktuell flirte ich mit einer Außenwandverkleidung aus Holzschindeln :-D Bis März hab ich dann hoffentlich den finalen Entwurf, sonst wirds knapp für den ersten Markt ^^


    Frage zum Dach:

    Wir wollen jetzt doch gerne möglichst natürliches Material verwenden. Da ein Reetdach aber wohl kaum dem Fahrtwind standhalten dürfte bzw. der TÜV vermutlich Schnappatmung dabei bekommt, würde ich gerne eine herkömmliche Dachgestaltung wählen und das Naturdach als Verkleidung zum "drüberwerfen" auf dem Markt mitnehmen.


    Welche Möglichkeiten der Dachgestaltung gibt es Eurer Meinung nach, die hier sinnvoll(er) sind?


    Könnte man auch für das Dach due Holzschindeln nehmen? Macht ein Kunststoffunterbau Sinn - So Richtung Polyhaube?

  • Also Prinzessin..., in manchen Situationen denke ich du willst uns verarschen !?

    Mittelalter hin oder her, Holzschindeln an einem Anhänger halte ich für nicht zulassungsfähig.

    1. die klappern an ortsfesten Gebäuden schon bei Wind

    2. brechen Schindeln auch ab und zu mal

    3. solch eine Oberfläche an Fahrzeugen birgt viel Verletzungsgefahr =O


    Einen PKW Anhänger aus natürlichen Materialen bauen ist für mich eine spinnerte Idee.

    Mittelalter ist Fahrzeugtechnisch vorbei auch wenn gerade die Pest wütet.

    8o

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.