Umbau des Aufbaus. Was darf, was muss?

  • Hallo,

    ich würde mir gerne einen Hänger zulegen, in dem ich eine Jurte plus sämtlichen Hausrat unterbringen kann.

    Nun finden sich viele gebrauchte Hänger mit ausreichend Nutzlast und auch ausreichend Fläche. Die seitlichen Bordwände taugen aber in den meisten Fällen nicht wirklich wenn es um Transportvolumen geht.

    Nun lässt sich das Problem technisch ja leicht dadurch lösen, dass man die Bordwände erweitert oder sich sogar einen richtigen (Planen-)Aufbau zusammen schustert. Das traue ich mir prinzipiell zu.

    Was mich aber verunsichert, auch weil ich da wenig klare Informationen zu gefunden habe, ist die rechtliche Situation.


    Durch einen Umbau/ vertikale Erweiterung der Ladefläche nimmt ja das Leergewicht zu und die Nutzlast ab. (Ab wann) Müssen die Änderungen abgenommen und eingetragen werden?

    Wer beurteilt die Stabilität der Konstruktion, oder ist das im Sinne der Ladungssicherung in meiner eigenen Verantwortung?


    Ich bin mir sicher, dass sich in eurem Forum bereits Antworten auf meine Fragen finden. Ich stöbere aber schon eine ganze Weile und hab leider noch keine eindeutigen Antworten finden können :/

  • Zitat



    Ich bin mir sicher, dass sich in eurem Forum bereits Antworten auf meine Fragen finden. Ich stöbere aber schon eine ganze Weile und hab leider noch keine eindeutigen Antworten finden können



    Wieviel Zeit hast du dir genommen?


    Mehr Zeit zum suchen, oder mehr zum schreiben des ersten Beitrags?


    Gruß benni


    PS.

    Was ist das?

    Zitat

    eine Jurte

    Eduard Wiederholungstäter:thumbup:

  • Die Jurte ist das traditionelle Zelt der Nomaden in Zentralasien, besonders verbreitet in der Mongolei, Kirgisistan und in Kasachstan. Von der Jurte und dem daraus gebildeten Heerlager leitet sich die deutsche Bezeichnung Horde für umherziehende Völkerschaften ab, wie beispielsweise die Goldene Horde. unnamed.jpg

    ;)

    MfG,
    Jay


    Die globale Erwärmung ist endlich bei uns angekommen! *freu*



    Schreibe ich ROT, bin ich Moderator, schreibe ich schwarz, bin ich normaler User.

  • Also ich würde einen großen runden Anhänger kaufen. :weg:

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.

  • Da gehts doch erstmal um ganz andere grundlegende Dinge:
    Was für ein Budget, welches Zugfahrzeug (mit wie viel Anhängelast) und welcher Führerschein ist vorhanden?

    Das sind erstmal die drei wichtigsten Sachen die geklärt werden müssen, bevor man mit der Suche einer Basis anfängt.


    Dann musst du noch erzählen wie viel Transportvolumen du tatsächlich brauchst. 10m³? 20m³?

    Wieviel wiegt so ein Zelt? Wird per Hand aufgeladen? Muss man mit Schubkarre/Sackkarren oder sostigen rollbaren Sachen in den Anhänger?


    Fragen über fragen...

  • PS.

    Was ist das?

    Wieviel Zeit hast du dir genommen?


    War dir das Schreiben der fünf Buchstaben von "Jurte" zur Suche bei Guugel zu mühselig ?



    Analog zu Manis Spruch:

    "Es ist schwer zu wissen, dass man keine Ahnung hat. Denn wenn man wüsste, dass man von einer Sache keine Ahnung hat, wüsste man auch, was man lernen muss, um nicht länger ahnungslos zu sein."


    muss ich sagen:

    Es ist schwer zu suchen, wenn man keine exakte Ahnung hat, wonach man suchen soll. Denn wenn man wüsste, wonach man wo exakt suchen muss, wüsste man auch, was man wo suchen muss, um nicht länger ahnungslos zu sein."

  • Ja ja...

    Chapeau ;)

    Eduard Wiederholungstäter:thumbup:

  • Genug gespamt? dann könnte man mal antworten oder?


    also du kannst den Aufbau jederzeit erhöhen, bei manchen Anhänger stehen schon zusätzliche Daten in den Papieren falls man sie mit Plane und Spriegel ausrüstet


    ansonsten fährst halt zum TÜV und lässt die geänderten Abmessungen und Art des Aufbau (geschlossen statt offen) ändern, das das ganze Stabil gebaut sein muß versteht sich von selbst, keine scharfen Kanten usw


    aber grundsätzlich machbar

    "Es ist schwer zu wissen, dass man keine Ahnung hat. Denn wenn man wüsste, dass man von einer Sache keine Ahnung hat, wüsste man auch, was man lernen muss, um nicht länger ahnungslos zu sein."

  • Mich beschäftigt erst einmal, wozu man in D eine Jurte braucht. :/

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.

  • ich tippe auf Mittelaltermarkt, die haben so komische Sachen


    da kennt sich Steffen aus

    "Es ist schwer zu wissen, dass man keine Ahnung hat. Denn wenn man wüsste, dass man von einer Sache keine Ahnung hat, wüsste man auch, was man lernen muss, um nicht länger ahnungslos zu sein."

  • Ich war schon in solchen Dingern, irgenwann in den 90ern in Sibirien.

    Die sind riesengroß !! Die transportieren das dort auf zig Tiere verteilt, da brauchst du schon einen riesigen Hänger. :/:/

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.

  • Die sind riesengroß !!

    Wie immer: es kommt darauf an.


    Meine Jurte hat einen Durchmesser von ca. 6 Metern und die kriege ich gut alleine per Hand verladen auf ca. 2 m * 1 m * 0.6 m. Denke das Ladevolumen kommt beim TE dann eher durch den Hausrat zustande.


    Grüße

  • Na gut, das ist ja überschaubar.

    2m Hänger, 1,5m breit mit Hochplane. Denn trocken sollte sie bleiben.

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.

  • also du kannst den Aufbau jederzeit erhöhen, bei manchen Anhänger stehen schon zusätzliche Daten in den Papieren falls man sie mit Plane und Spriegel ausrüstet


    ansonsten fährst halt zum TÜV und lässt die geänderten Abmessungen und Art des Aufbau (geschlossen statt offen) ändern, das das ganze Stabil gebaut sein muß versteht sich von selbst, keine scharfen Kanten usw


    aber grundsätzlich machbar

    Dankeschön für die Antwort. So ganz klar wurde mir aber noch nicht, ab wann eine Abnahme nötig ist.

    Veränderung der zulässigen Gesamtmasse?

    Veränderung der Abmessungen?
    Veränderung des Leergewichts?

    Veränderung der Stützlast (durch Veränderung an der Ladefläche)?

    Oder lässt sich allgemein leichter sagen, wann keine Abnahme nötig ist?


    Was ist mit aufsteckbaren Bordwand-Erweiterungen? Gibts dazu ne klare Regelung?


    Schonmal schönen Dank, auch für die vielen grundsätzlichen Überlegungen. Bin mir sicher, die waren gut gemeint, haben mir in der Sache aber leider nicht weiter geholfen. :/


    Zitat

    Mich beschäftigt erst einmal, wozu man in D eine Jurte braucht. :/


    In meinem Fall zum Wohnen.


    Zitat

    Ja ja...

    Chapeau ;)

    Du meintest wohl touché

  • Du machst es aber spannend. Wenn du dich tatsächlich (laut deiner eigenen Aussage) hier schon eingelesen hast, müsstest du wissen, dsss wir mehr Details brauchen.


    Hast du schon einen Anhänger?

    Dann möchten wir wissen, was für einer das ist und ein Foto von Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) sehen.

    Ohne diese Infos stochern wir im Nebel...

    Stema HP 6070, Bj. 1999 verkauft
    Stema FT 8.5-20-10.1B, Bj. 2009 verkauft

    Neptun GN 134, Bj. 2014 verkauft

    Cheval Liberté Debon C300 Roadster Bj. 2020

  • Moin Matse,


    Um mal etwas genauer auf deine Fragen einzugehen:

    Veränderung der zulässigen Gesamtmasse? => Die zulässige Gesamtmasse hängt von der technischen Ausrüstung und der Stabilität des Fahrgestells ab. Durch Änderungen am Aufbau alleine kann sich die zulässige Gesamtmasse nicht ändern, ausser man strebt aus anderen Gründen gleichzeitig eine Ablastung ohne technische Änderung an.


    Veränderung der Stützlast (durch Veränderung an der Ladefläche)? => Die Stützlast ändert sich ständig, auch durch die Beladung. Zulassungsrelevant und in den Papieren eingetragen ist nur die maximal zulässige Stützlast. Diese kannst du durch Änderung des Aufbaus alleine nicht ändern, sie hängt wie die zulässige Gesamtmasse am Fahrgestell und an den Anbauteilen (Kupplung, Deichsel, Auflaufeinrichtung).


    Veränderung der Abmessungen?

    Veränderung des Leergewichts?

    => Hierbei kommt es darauf an wie der Aufbau ausgeführt wird, was sich genau wie ändert, was das Ausgangsmaterial war etc. pp..

    Die Möglichkeiten reichen hier von Einzelabnahme erforderlich bis gar keine Zulassungsrelevanz weil der Aufbau als Ladung gilt.

    Dazu gibts ne Menge Informationen im Netz nach denen man suchen kann, alternativ kannst du hier genauer vorstellen was du überhaupt planst, denn über die Modalitäten hier könnte man Bücher schreiben (ich wette es gibt auch schon welche) die willst du aber nicht lesen, sonst hättest du nicht hier gefragt :)


    Grüße,

    Christian

  • Okay, sorry.

    Mir war nicht klar wie unklar die Regelungen diesbezüglich sind.



    Zur Sachlage:

    Zitat

    ...ich würde mir gerne einen Hänger zulegen...

    Habe also derzeit weder Hänger noch Zugfahrzeug noch BE-Führerschein (wird eher nicht nötig sein).

    Budget sind 1500€ gerne auch weniger.


    Zugfahrzeug oder Fahrer mit entsprechendem Führerschein wird sich bei Bedarf finden. Sollte also nicht das Problem sein.

    Mehr Hard Facts gibts im Moment nicht.


    Was ich mir so wünsche:

    Die geplante Ladefläche soll mindestens 3m lang und 1,5m hoch sein. Breite nicht so wichtig (aber natürlich ist mehr Platz erstmal ne gute Sache)

    Nutzlast nicht unter 800 kg, gerne ein bisschen mehr.


    Es gibt bereits fertige Lösungen mit Planenaufbau, allerdings eher im oberen Bereich meines Budgets.

    Bei den Hängern mit niedrigerer Bordwand gäbe es wohl günstigere Lösungen, Kosten für den Umbau inklusive.

    Bis dahin kann ich das Ganze noch selbst einschätzen.


    Wenn es aber um den Kontakt mit den Behörden geht bin ich tatsächlich unsicher, was ich darf und was ich muss.


    Etwas genauer:

    Die 150 cm Höhe müssen nicht als fester Aufbau bestehen. Perfekt wäre ein Aufbau zum Aufstecken auf einen Hänger mit niedrigeren Bordwänden.

    Stellt sich mir aber die Frage, ob ein 1m-Aufbau, auf eine 50cm Bordwand gesteckt, zulässig wäre. Was darf ich aufstecken, wann muss ich umbauen?

    Und ob ich eine temporär steckbare Lösung oder auch ein dauerhafter Umbau, die jeweils nur die Bordwände betreffen, einfach so nutzen darf oder ob die einer Prüfung bedürfen.


    Eine Freundin hatte noch die Idee, das Ganze einfach in einem entkernten Wohnwagen unter zu bringen. Klingt für mich gerade auch sehr sympathisch. Und auch mit Entsorgungsgebühren für den ganzen Einbau gäbs da ziemlich günstige Lösungen. Frage wäre aber auch, ob Wohnwägen als Transportvehikel zulässig sind, solange das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird. (Klingt so gestellt irgendwie doof, die Frage ...)


    Zitat

    Die Stützlast ändert sich ständig, auch durch die Beladung. Zulassungsrelevant und in den Papieren eingetragen ist nur die maximal zulässige Stützlast.

    Okay, macht Sinn :)

  • Wohnwagen sind zum Transport von Lasten denkbar ungeeignet, denn wie der Name schon sagt, wohnt man da drin. Will heißen, Du schleppst einen Haufen nutzlosen Ballast mit dir herum, auch wenn du ihn entkernst. 800 Kilo Nutzlast sind so nicht darstellbar. Hinzu kommt, dass das Ding schlimmstenfalls noch krumm wird, wenn innen die stützenden Einbauten fehlen würden. Also vergiss das schnell wieder.

    Nimm irgendeinen simplen 0815 Transportanhänger mit den passenden Maßen/Massen und schnitze Dir den Aufbau, wie Du ihn brauchst. Ist eh alles Ladung und damit Dein Bier.

    Köper Kastenanhänger Bj. 1973, 2019 total umgebaut auf Plattform (2,75x1,50), 1200 kg zGG

    HP 300.01 mit Deichselverlängerung 300.95 (Sanierungsfall), wird evtl. reiner Bootstrailer, 300kg zGG

    Fiat Linea Turbo Bj. 2009, 1200 kg zgAL

    Suzuki Freewind XF650 (im Winterschlaf)

  • Was genau hast du denn vor?

    Das klingt alles n bisschen merkwürdig. Wenn du uns verrätst was genau du vorhast, können wir dir besser helfen.

    Generell gilt alles als Ladung was sich werkzeuglos entfernen lässt. Die Variante "mit Bordwerkzeug zu entfernen" gibt es auch noch, ist aber nicht gänzlich unumstritten.


    Was spricht zum Beispiel gegen so einen:

    https://anssems.com/shop/gtb-1…126-mit-aktionsplane-150/


    Ich fahre mit einem 3,1x1,6x1,8m Eduard zu Mittelaltermärkten. Da sind dann Zelt (4x6m) und Sonnensegel (5x7m) inkl. Gestänge, n massiver Esstisch, n zweiter Tisch, mehrere Kinderspiele, Kisten zum Sitzen, ne große Truhe, ne Feuerstelle und alles Mögliche was noch so für 10 Erwachsene zum Lagern gebraucht wird. Fast alles was nicht stapelbar ist, kommt in Euroboxen.


    Das sieht dann zum Beispiel so aus:

    IMG_20190528_212257_autoscaled.jpg

    Edda: Mercedes V-Klasse v250d, EZ 10/2018
    Eddi: Eduard Hochlader 3,1x1,6m, 1500kg zgG, 1,8m Hochplane, EZ 03/2017

    Frosti: WM Meyer Kühlkoffer 3x1,5x2m, 2700kg zgG, EZ 02/2020

    Heini: Heinemann Z1, 400kg zgG, EZ 04/1971

    Wiens Safety-Trailer CS 2002 (2to Bootstrailer), EZ 07/1982
    Katy: VW Caddy 1.2 TSI, EZ 12/2014 (verkauft)
    Zitrone: Citroen C3, EZ 10/2002 (verkauft)

    Toom Baumarkt Stema 750-13 BJ 2015 (verkauft)