Ladungssicherung 5m KDI Kiefernbretter auf 4m langem Anhänger

  • Hallo Foristen,


    als Neuling in diesem Forum und auch als Anhängernutzer hoffe ich auf euren Rat bei meinem Transportproblem. Vielen Dank schon einmal für jede Hilfe.


    Ich besitze einen PKW mit AHK jedoch keinen eigenen Anhänger. Ein wenig Erfahrung habe ich mit Leih-Anhängern von Ikea bzw. einigen Baumärkten gesammelt. Diesmal wird es für unseren Zaunbau jedoch ein wenig größer und länger:


    Transportiert werden sollen

    ca.170 Stück Gartenbretter Kiefernholz KDI 14,5cm x 2,1cm x 500cm


    Nach meiner Berechnung wären es ca. 1.250kg und bei einer 150cm breiten Ladefläche eine Ladehöhe von ca. 35cm. Ich möchte dafür einen Anhänger wie diesen hier https://die-blaue-autovermietung.de/anhaenger/#A4 leihen:


    Auflaufbremse

    zul. Gesamtgewicht: 2500kg

    Zuladung: 2000kg

    Lademaße ca. (LxBxH): 4,00m x 1,50m x 1,80m


    Wie sichere ich die 1 Meter überhängenden Bretter nun am besten auf dem Hänger?

    Die aktuelle Idee ist, bei offener Heckklappe die Bretter mit 2 Gurten auf dem Anhänger festzuzurren. Aber reicht das aus? Eine 40cm hohe Bordwand sollte zum PKW hin zumindest alle Bretter abfangen können, aber besteht nicht die Gefahr, dass sie nach hinten "rausrutschen"?


    Mittlerweile habe ich schon alternativ mit 300cm langen Brettern gerechnet; davon bräuchte ich 230 Stück, entsprechend 1.200kg, aber eine Ladehöhe von ca. 50cm, also höher als die Bordwand. Wäre das dann sicherer?


    Sicherheit während der 180km langen Landstraßenfahrt ist das Wichtigste für mich, also bin ich für alle Hinweise und Tipps offen :)

  • Von wo nach wo soll es denn gehen?

    Honda CBR 600F PC 35, EZ 2002

    Ford Kuga 2,0 Automatik 4x4, EZ 03/2017

    Eduard Apollo 4,06 x 1,80m 2,0t 155R13, EZ 07/2018

    Stema WOM STS O2 15-30-17.1 E 1,5t, EZ 04/2016

  • Mir geht es genauso.

    5m lange 12cm Balken, auf einen 4m Hänger ist irgendwie blöd. Nicht wegen der Ladungssicherung, sondern weil die Stützlast weg ist.

    Also werde ich sie mit einem Fahrzeug - Transporthänger holen, denn der ist 5m lang.

    Das Holz ist fertig gepackt auf quer liegenden Hölzern.

    Dann kommen Antirutschpads drunter und der ganze Bund wird nach unten festgezurrt, fertig.

    -Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand ansetzt, jeden Tag kommt jemand und marschiert aufrecht drunter durch.

  • Hallo Wolf,


    herzlich willkommen im Forum......


    Wo ist das Problem?


    Erst die Gurte in die Zurrösen am Boden befestigen, außen über die Bordwand legen und mit dem beladen beginnen ;)..


    Danach werden die Bretter durch die Gurte niedergezurrt....


    Auf Formschluß achten !


    D.h. nach Möglichkeit keine Luft zwischen den Brettern und den Bordwänden lassen...


    Dann ist der Kampf schon gewonnen...


    Den überstehenden Meter umschlingst Du mit einem Gurt und zieht dadurch das ganze Bündel nochmals zusammen....


    Rote Fahne hinten dran und los geht's....


    Gruß Jens


    P.S. Gute Fahrt

  • Ich würde ein paar quer Hölzer unter packen, unter die Hölzer antirutschmatten Streifen machen . Dann mit dem ersten und letzten Zurrpunkt vom Anhänger eine umschlingung machen und die restlichen Zurrpunkte vom Anhänger nutzen um nieder zu zurren. Hinten noch so ne rote Fahne dran als Sicherheit und los geht's.

    Anhänger : Eduard 2.56x 1.50x 0.30 1,5 t


    Was nützt der Tiger im Tank? Wenn nenn Esel am Steuer sitzt...

  • Das Problem dürfte wohl eher in der hecklastigen Beladung durch den Überstand nach hinten sein.


    Hat Tomfred aber bereits schon erwähnt.

  • So hab ich das seinerzeit gehandhabt (auch ein Leihanhänger):

    Langholz.jpg


    Balken mit rechteckigem Querschnitt flach auf den Boden gelegt das es Holz über Reling und Seilwinde kommt. Überstand vorne und hinten. Hätte die Stützlast nicht gepasst hätte ich mit Zementsäcken nachgeholfen.


    Anders machen würde ich heute allerdings die Ladungssicherung. Statt Niederzurrung mit den Langhebelratschen lieber umschlingen nach links und rechts. Braucht zwar mehr Gurte, funktioniert aber auch bei flachem Anschlagwinkel.


    Im Tieflader hab ich auch schon auf die Bordwände geladen wenn es nur ein paar dutzend kg waren (inzwischen hab ich ja den Barthau mit Fronklappe). Bei >1t ist das freilich keine Option. Da würde ich auf mehrere Paletten zurückgreifen und damit unterbauen bis es über die Bordwände reicht.



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • Ich hab das demnächst etwas extremer vor.


    2m Ladefläche und 4m Dachsparren welche vorn 50cm und hinten dann 1,5m über stehen werden. Um die Bordwand zu überbrücken stehen 2 EPAL im Hänger auf der Achse worauf die Sparren dann gelegt und verzurrt werden.

    Einmal die Paletten mit dem Hänger, dann die Sparren miteinander, die Sparren auf den Paletten und dann alles zusammen nochmals mit dem Hänger...


    Rote Fahne nicht vergessen und vorn in den Hänger 1-2 Säcke Beton legen für ausreichend Stützlast.


    Also wenn’s ums sichern geht, lieber zu viel als zu wenig. Ich muss allerdings nur ca 20km überbrücken und das ohne Autobahn


  • Überstand vorne...... ich wollte das nicht ansprechen, sonst gibt es wieder eine Diskussion darüber. ^^

    Aber so würde ich es auch machen, 50cm nach vorne und 50cm nach hinten.


    Stützlastneutral


    ICH würde das so machen..... bedeutet also nicht das dies jeder so machen muss!


    Lediglich wie die korrekte Ladungssicherung nach vorne aussehen sollte bin ich mir nicht wirklich sicher.

  • Überstand vorne fällt bei dem Leihanhänger aus....

    Zumindest kann die vordere Bordwand nicht geklappt werden...


    Bevor ich da irgendwelche Experimente veranstalte.....


    Hinten einen Meter rausstehen lassen und zur Not vorne ein Gegengewicht....


    Edit: Wagenfeld ist ja fast vor meiner Haustür ;)...

    Ich wohne im Grunde genommen in der Mitte...

    Wenn es Dir zu heikel wird, melde Dich per P N....

    Vielleicht finden wir eine Lösung ?(...

  • wolf


    Du schreibst du hast Erfahrung mit Baumarktanhängern.

    Das sind zumeist ungebremste 750 Kg Anhänger mit unter 1,3m Breite und ca. 2m länge.... also sehr kompakt.

    Du leihst dir jetzt einen 4m langen, 1,5m (Ladefläche) breiten Anhänger aus.

    Da würde ich zumindest (wenn es der Verleih deiner Wahl hergibt) einen Hochlader nehmen.

    Erstens kannst du da alle Bordwände klappen (was auch beim Beladen u.U. Vorteile hat) und zweitens ist dieser bei gleicher Ladeflächenbreite schmäler weil die Reifen unter der Ladefläche liegen.

    Der Tieflader der dir vorschwebt dürfte eventuell breiter als dein PKW sein.


    Denk dran, der Anhänger ist deutlich länger/breiter und dann noch mit einer überstehenden Ladung.

    Da ist etwas Erfahrung wo man z.B. beim Abbiegen hinschauen muss und auch wie man da Fahren muss von Vorteil.

    Schliesslich "Schwenkt" die Ladung hinten aus..... genau dort wo du beim Abbiegen sehr wenig siehst.

    Daher würde ich auch auf einen Planenaufbau verzichten, da du dir durch den noch mehr Sicht nimmst.


    Auch die Lastverteilung der Ladung auf der Ladefläche, sowie das richtige Verzurren ist bei so einer Ladung immens wichtig.

    Dein Verleiher sollte dir daher auch entsprechend viele (und vor allem ordentliche) Zurrgurte zur Verfügung stellen.


    Klick mich, ich bin ein Link

  • warum nicht einfach??

    der themenstarter hat doch 2 optionen

    die langen bretter mit hinteren überhang,

    oder

    Mittlerweile habe ich schon alternativ mit 300cm langen Brettern gerechnet; davon bräuchte ich 230 Stück, entsprechend 1.200kg, aber eine Ladehöhe von ca. 50cm, also höher als die Bordwand. Wäre das dann sicherer?


    da kann man wunderbar sichern

    gegf vorne zwecks formschluß eine erhöhung

    macht sich bei ca 180km fahrt auch besser

  • Das wäre sicherlich die beste Lösung, da hast du recht.


    Erspart auch viel unnötige Diskussion und wahrt den respektvollen Umgang miteinander.:biggrins:


    Vorne kann man ja ne Palette nehmen (hoffentlich hab ich jetzt nix falsches gesagt).

  • Warum bauchen wir hier inzwischen für jede Diskussion einen Moderator, um wieder sachlich zu werden?


    Habt ihr alle keine Disziplin mehr.


    Jetzt sans alle narrisch - liegs des an de Carola?

    Stema HP 6070, Bj. 1999 verkauft
    Stema FT 8.5-20-10.1B, Bj. 2009 verkauft

    Neptun GN 134, Bj. 2014 verkauft

    Cheval Liberté Debon C300 Roadster Bj. 2020

  • Um 250Kg die im Schwerpunkt 2,5m von der Mitte nach hinten entfernt sind auszugleichen,

    Braucht man zumindest 360Kg die 1,75m nach Vorne entfernt sind!

    Hebelgesetz!

    Und dann hat man noch immer eher minimale Stützlast, als nicht wirklich Optimal.


    Viel einfacher und effektiver ist die Ladung auf Paletten so hoch zu Lagern das auch nach Vorne ein Überstand möglich ist.

    Sichern mit 2 Umreifungen je Seite und Kopflasching.

    Des weitern wird es notwendig sein das Paket durch Querhölzer zu Stabilisieren, Da sonst das Ganze zusammen gezogen werden wird und dann nicht mehr richtig gesichert ist.


    Der ganze Aufwand wir deutlich verringert, wenn der Anhänger lange genug ist um Vorne Formschluss zu erreichen, entweder Bordwand oder zusätzlich noch Paletten.

  • WOW

    Von allen Neulingsposts die ich jemals in einem Forum gemacht habe, hat dieser hier mit Abstand am meisten Reaktionen erzeugt. Vielen Dank schon mal für alle Kommentare. Schön so eine aktive Community zu sehen.


    Mein anfänglicher Respekt vor der Aufgabe ist durch eure Kommentare eher gewachsen als kleiner geworden. Insbesondere habe ich mir bisher noch keine Gedanken über die Stützlast oder das Ausschwenken der Ladung gemacht. Das war bei den kleinen Ikea-Anhängern nicht nötig...


    Mein derzeitiger Favorit wären nun die 300cm langen Bretter auf dem 4m Anhänger, zusätzlich verzurrt mit Euro-Paletten vorne und hinten "als erhöhte Bordwand". Die entsprechenden Zurrgurte habe ich als Zubehör schon beim Vermieter entdeckt; mal schauen, was er von dem Transport hält.


    Einziger echter Nachteil der 300cm Bretter ist der dann nur noch 150cm hohe Gartenzaun. Ursprünglich waren 160cm (3 Stück aus 500cm Brett) geplant, aber Gott sei Dank haben wir nette Nachbarn ;-)

  • also eigentlich könnte ich fast alle Beiträge hier löschen, weil wieder mal völlig übertrieben wird, wundert mich das noch keiner nach zul Anhängelast des PKW FS Klasse usw gefragt hat, bei PKW und 2,5t liegt das ja nahe das es eventuel nicht passt



    Also jetzt mal im Ernst an Wolf


    Wie sichere ich die 1 Meter überhängenden Bretter nun am besten auf dem Hänger?

    genauso wie 1, 2, 3, oder 4 m lange Bretter

    Die aktuelle Idee ist, bei offener Heckklappe die Bretter mit 2 Gurten auf dem Anhänger festzuzurren. Aber reicht das aus?

    Nein, in der Regel nicht, das Problem ist, selbst wenn du mit dem Gurt einmal rum gehst, so das es das Paket zusammen zieht und dann nach unten, kann es passieren das die Bretter bei nem Schlagloch hupfen und sich z B zwei Bretter übereinander schieben, und schon ist der Gurt locker


    man sollte also entweder genug Gurte nehmen und das gesamte Paket erstmal zusammen binden oder vom Händler mit ner Bändermaschine zusammen binden lassen, außerdem ist es von Vorteil, das Holz nicht breit und flach zu stapeln, sondern so das es ein viereckiges Bündel wird, also genauso hoch wie breit, lässt sich auch besser sichern

    und oben drauf auch ein Kantholz wie ich unten beim Blech, so können die Bretter sich nicht übereinander schieben

    Eine 40cm hohe Bordwand sollte zum PKW hin zumindest alle Bretter abfangen können, aber besteht nicht die Gefahr, dass sie nach hinten "rausrutschen"?

    wenn du ne 18% Steigung rauf fährst und 1000PS hast vielleicht



    das einzige Problem was bei 5 m Brettern aufm 4m Anhänger erschwerend hinzu kommt ist die nicht vorhandene Stützlast wenn du nur nach hinten drüber lädst


    als Alternative könntest du wie gesagt zusätzlichen Ballast für vorne mitnehmen, Zement brauchst ja vielleicht eh für die Zaunpfosten, die Säcke kannst dann vorne neben dem Holz lagern


    oder du nimmst dir 6 Euro Paletten mit, 3 vorne 3 hinten und legst das Holz oben drauf, dann bist über der Bordwand und kannst ein Stück nach vorne und hinten laden, so das die Stützlast passt


    20161215_091749_autoscaled.jpg


    oder du rechnest mal was die Zaunpfosten wiegen, die wirst ja auch brauchen, und packst die vorne drauf, so das die Stützlast passt, ansonsten seh ich da kein Problem


    ich fahre oft bis zu 10 m lange Dinge, Stützlastproblem hab ich eh nicht nur eben viel Überstand, aber das ist das wenigste Problem, wichtig sind genug Gurte und beim Tandem das die Stützlast passt


    hier noch ein paar Beispiele


    9,5m

    DSC00018.JPG


    10,2m

    Träger.jpg


    geht alles

  • wundert mich das noch keiner nach zul Anhängelast des PKW FS Klasse usw gefragt hat, bei PKW und 2,5t liegt das ja nahe das es eventuel nicht passt

    Ich habe mich ein wenig eingelesen und bin recht sicher, dass hier alles passt: gebremste max. Anhängelast laut Zulassungsbescheinigung 1.700kg; außerdem habe ich einen alten Führerschein Klasse 3, der die Führerscheinklasse BE beinhaltet.

    wenn du ne 18% Steigung rauf fährst und 1000PS hast vielleicht

    In Niedersachsen? Nee, außerdem habe ich nur einen 125PS Golf.

    oder du rechnest mal was die Zaunpfosten wiegen, die wirst ja auch brauchen

    Nein, unsere 50 Jahre alten vorhandenen Betonpfosten werden weiterverwendet. Nur neue Querriegel und Bretter sind geplant...


    Je mehr ich lese, umso sicherer bin ich, dass ich nicht mit 5 Meter langen, überhängenden Brettern quer durch Niedersachsen fahren will...