Auflaufbremse Peitz PAV/SR 2.0 Ausbau ??

  • Hallo bin grad hier reingeschliddert, da auch mein Pferdehänger heut' beim TÜV durchgefallen ist. Die Auflaufbremse Peitz PAV/SR 2.0 war völlig fest.
    Nun bin ich langsam wieder nach Haus geöttelt und musste feststellen, das sich der Kopf der Deichsel nicht mehr drehen lässt und die Bremse sich nicht entspannt sondern im "gestauchten", will heissen im Auflaufzustand befindet.
    Fett hat noch keine Erlösung gebracht. Wer kann mir denn sagen wie ich das vordere Gleitlager - hier wird immer von Nylonbuchse gesprochen - da sauber rauskriege, um die ganze Sache mal von innen anzuschauen und ggf. zu reparieren

  • Zitat von Holger S.

    Wer kann mir denn sagen wie ich das vordere Gleitlager - hier wird immer von Nylonbuchse gesprochen - da sauber rauskriege, um die ganze Sache mal von innen anzuschauen und ggf. zu reparieren


    Moin Holger


    Also Gleitlager, Lagerbuchse, Bundbuchse - der eine sagt so, der andere so, egal.


    Zum Thema:
    Ziemlich weit am Ende der Auflaufbremse gibt es eine Schraube/Bolzen, die senkrecht durch das ganze Auflaufeinrichtungsgehäuse durchgeht (geht oben rein und kommt unterhalb wieder raus). Diese Schraube hält das ganze Zuginnenrohr bzw. Zugstande mit samt Auflaufdämpfer und daran angeschraubter Kugelkupplung fest. Wenn du die mal eben entfernst, kannst du das ganze Innenleben nach vorn herausziehen.


    Eventuell hat der Anhänger lange gestanden und es hat sich Flugrost auf der Zugestange gebildet, wodurch es sich jetzt nicht mehr in den Buchsen bewegen lässt??


    Mach mal ein Bild und häng das hier mit rein?

    Benno (kein Experte für alles, aber bemüht)
    ...wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

  • Hallo Benno,


    vielen Dank für die prompte Antwort. So ähnlich hab ich mir das schon vorgestellt - wusste aber nicht wo ich zuerst "angreifen" soll. Ich probier das mal aus und meld mich nochmal.


    Vielen Dank und sommerliche Grüße von
    Holger

  • Guten Tag

    Wie die Innenteile aussehen, kann man sich auch im Onlineshop ansehen.

    Links im Shop gibt es das Warengruppenmenü. Hier aufrufen: "Teile Bremsanlage" und hier dann Untergruppe "Teile Auflaufbremse".

    Zum Beispiel: Buchse vorn, Buchse hinten, Zugstange

  • Hallo nochmal,


    wi sollte es auch anders sein - natürlich waren mein Mühen (hoffentlich nur zunächst) umsonst. Ich konnte die Zugstange ca. 15 cm unter mordsmäßigem Kraftaufwand und unter permanenten hin- und herdrehen herausziehen. Nun hakt irgendwo irgendetwas. Vermutlich ist es der Hnabremshebel mit seiner Mimig, der ja wie die Auflaufbremse direkt auf's Gestänge wirkt. Aber es muss ja auch eine Verbindung der AB auf das Gestänge geben. Da muss vorher bestimmt noch was ausgebaut werden, gelle?
    Das nächst Problem ist, wie stelle ich denn hier ein Foto ein. Mit deüblichen Funktionen (rechte Maus -kopieren/ausschneiden) und wieder im Text einfügen gehts jedenfall nicht.
    Dank für eure Hilfe !!


    Gruß Holger

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  • Ok Danke für die Info - AH24. habe mich vorhin eh schon registrieren lassen weil das hier ne super informative und zudem sehr freundliche Plattform ist.
    So, will mal schauen ob es jetzt geht:

    Dateien

    • P5040201.JPG

      (90,53 kB, 747 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Aha. Da es nun offensichtlich eine Rohrdeichsel ist, kann man da leider nicht mal eben von hinten reinschauen. Ok, verstehe.


    Also: die Bewegung des Zugrohres nach hinten wird über einen sogenannten "Umlenkhebel" auf das Bremsgestänge gewirkt. Der Umlenkhebel funktioniert über einen festen Drehpunkt wie eine Wippe. Schiebt sich also die Zugstange in Fahrtrichtung nach hinten, wirkt diese Kraft auf das obere Ende des im Inneren der Rohrdeichsel liegenden (jetzt im Bild nicht sichbaren) Teil des Umlenkhebels. Der untere Teil des Umlenkhebels (guckt unten aus der Rohrdeichsel heraus und ist mit dem Bremsgestänge verbunden) zieht dann das Bremsgestänge nach vorn (also in Fahrtrichtung) an -> die Bremse zieht an.


    Leider können wir hier keine Explosionszeichnungen veröffentlichen, um die Sachen verständlicher machen. Da solche Konstruktionszeichnungen verständlicherweise einem Urheberrecht unterliegen, würde die Veröffentlichung hier im Forum oder in unserem Shop Urheberrechtsklagen und Abmahnungen nach sich ziehen. Für diesen Sachverhalt bitten wir um Verständnis. Wir dürfen diese Zeichnung also intern verwenden, aber nicht "einem breiten Publikum zugänglich machen".


    Wir können Ihnen privat aber gern mal die entsprechende Explosionszeichnung im PDF-Format zumailen bei Interesse.

  • Hallo,


    vielen Dank für die Erläuterung und das Angebot über die private Zusendung der PDF Datei. Das Angebot nehme ich gerne an. Mail Adresse liegt vor ??
    Dennoch vorab die Frage: Der Drehpunkt des Umlenkhebels ist also nicht identisch mit dem des Handbremshebels? Dann müsste ich doch aber nach Demontage des Handbremshebels auch irgendwie den Umlenkhebel demontieren können?! Oder muss der beim Rausziehen erst in eine bestimmte Lage gebracht werden und dann mit rausgezogen werden?


    Gruß Holger

  • Hallo Leute,


    nochmal vielen Dank für eure Hilfe.
    Also, hier kurz meine Zusammenfassung:
    die Auflaufeinrichtung kann komplett demontiert werden, indem man am hinteren Ende der Rohrdeichsel vor dem Aufbau die senkrechte durchgehende Schraube löst, die durchführende Hülse entfernt und den Handbremshebel abbaut(siehe auch Tip von Benno). Dazu braucht dieser aber nicht in seine Einzelteile zerlegt werden. Es reicht, die Mutter abzunehmen - die Schraube, die gleichzeitig als Drehpunkt für den Umlenkhebel gilt, wird nun aus der Führung genommen. Dann zieht man auch den Umlenkhebel nach unten raus und die ganze Auflaufbremse kann nun unter leichtem Drehen nach vorn aus der Deichsel gezogen werden.
    Zum Glück hatte mein Zugrohr nur Flugrost angesezt, welcher sich bei diversen Bremsversuchen so dermassen in die Gleitbuchse gepresst hatte, das sich das Zugrohr tatsächlich nicht mehr einen Millimeter vor oder zurück bewegte. Mit viel Schleifmittel auf (zuletzt) feinster Basis und schön viel frischem Fett ging nach dem Zusammenbau dann alles wie geschmiert.


    Hoffe, die Schilderung hilft auch jemandem anderen weiter!


    Gruß an alle


    Holger:)

  • Moin Holger


    Schön, dass wir dir hier helfen konnten. Hattest ja auch ein bisschen Pech dadurch, dass du ne Rohr-Auflaufeinrichtung hattest, also nicht von hinten in die AE reingucken konntest. Ist dann natürlich als Laie wie im Trüben fischen.


    Bist aber endlich mal einer, der sich nach getaner Arbeit mal zurück meldet und sagt, wie und was zum Erfolg geführt hat. Den meisten gibt man ja einen Lösungsvorschlag und von denen hört man dann nichts mehr. Das ist dann Schade.


    Vielleicht nehmen sich ja andere mal ein Beispiel an dir.

    Benno (kein Experte für alles, aber bemüht)
    ...wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

  • Hallo alle zusammen,


    ich bin hier vorhin per Zufall gelandet, nachdem ich nach Tipps zur Reparatur von Auflaufbremsen gesucht hatte.
    Ich bin mir gerade einen 34 Jahre alten Wowa (Marke Saure ) am aufbauen und wollte wegen der § 21 Untersuchung auch die Auflaufbremse komplett testen.
    Vom Bild her sieht diese genauso aus und somit habe ich schon alle Tipps, die ich zum ausbauen und testen brauche.
    Danke


    Gruß
    stranaz

  • Hallo und Danke :biggrins: fuer dieses Forum :]


    habe einen extrem langen Haenger fuer ein Segelflugzeug ... bin heute bei der
    Ueberpruefung auch wegen diesem Grund durchgefallen ... werde dies jetzt auch nach eurer Anleitung am WO reparieren ... stelle dann Fotos ins Forum ...
    lg Abet:)