Möglicher Betrug bei eBay - wie vorgehen?

  • Mein herzliches Beileid und viel Kraft für dich!

    MfG,
    Jay


    Die globale Erwärmung ist endlich bei uns angekommen! *freu*



    Schreibe ich ROT, bin ich Moderator, schreibe ich schwarz, bin ich normaler User.

  • Die bunte Website kann man vergessen. Was zählt sind die Nutzungsbedingen. Der Link ist irgendwo weit unten. Dort steht dann viel drin, aber doch wohl kaum, dass Paypal's Käuferschutz Bestandteil des Kaufvertrags ist.

    Ja ... und ? :)


    Der Verkäufer hat ein Konto bei Paypal und damit einen Vertrag mit Paypal, in dem der Passus mit dem Käüferschutz enthalten ist.

    Der Käufer hat ein Konto bei Paypal und damit einen Vertrag mit Paypal, in dem der Passus mit dem Käüferschutz enthalten ist.

    Sonst wäre eine Zahlung wie erfolgt per Paypal unmöglich.

    Soweit klar ?


    Der Verkäufer will eine Ware verkaufen und bietet sie an.

    Der Käufer will diese Ware kaufen und klickt auf den "Kaufen-Button".

    Damit ist der Vertrag über Verkauf der Ware geschlossen.


    Gleichzeitig zur Ware bietet der Verkäufer die Zahlung per Paypal an ...

    Der Käufer zahlt per Paypal und damit ist die Art der Zahlung Bestandteil des Kaufvertrages geworden ... ohne wenn und aber.

    Da zur Zahlung der Käuferschutz durch Paypal durch die bestehenden Verträge von Käufer und Verkäufer mit Paypal gehört,

    ist Paypal´s Käuferschutz Bestandteil des Kaufvertrages.


    Wer will, kann das gerne "Haarspalterei" nennen ... aber das ist simples Vertragsrecht.



    Aaaaber O.K.:


    Ich gelobe Besserung und werde auf solche Zusammenhänge nicht mehr hinweisen.

  • Und ab dem 1.1.2021 freuen wir uns umso mehr :P...


    Da wird nämlich für viele von uns der Soli abgeschafft :)...


    P.S. Hat auch irgendwas mit dem Osten zu tun ;)...


    Schön fand ich in dem Zusammenhang die Formulierung "ungebrauchte" Bundesländer.....


    Gruß Jens

  • Hallo Manfred


    das hast du gut erklärt, nur die Wirklichkeit sieht leider etwas anders aus

    Gleichzeitig zur Ware bietet der Verkäufer die Zahlung per Paypal an ...

    als gewerblicher wird er gezwungen Painpal an zu bieten, ohne den Mist kann man nichts mehr einstellen, freiwillig bietet das keiner an

    Der Käufer zahlt per Paypal und damit ist die Art der Zahlung Bestandteil des Kaufvertrages geworden ... ohne wenn und aber.

    das ist in der Realität leider auch anders, man geht davon aus man kauft bei VK A aus X eine Ware und nun kann man sich aussuchen wie man die bezahlt,

    schliesslich kaufe ich die Ware ja bei dem VK A aus X und nicht bei Painpal, mit Abgabe meine Gebotes oder durch betätigen des Sofortkaufen Knopfes habe ich einen gültigen Kaufvertrag mit dem Ebay VK A aus X geschlossen, aber eben nur mit DIESEM, nicht mit ebay und auch nicht mit Painpal, das musste Painpal schonmal lernen



    wer mehr dazu wissen will, kann ja hier mal lesen

  • rower Wenn ich mir das hier angucke:

    Strafgesetzbuch (StGB) § 263 Betrug

    Und darum geht es ja,wenn ich das richtig sehe, dann kann man das schon als Betrug sehen.

    Denn "Vorspielung falscher Tatsachen" ist es ja, wenn er das Paket nie abgeschickt haben sollte, sondern nur den Trackingcode erzeugt hat.


    Und zu PayPal: In oben genannten Link heißt ja, dass auch der Versuch strafbar ist. Aus meiner Sicht sorgt der Käuferschutz höchstens dafür, dass es beim Versuch bleibt, die Tat ist in dem Moment aber ja schon durch.


    Ob falsche Tatsachen vorgespielt wurden und ob er sich einen Vermögensvorteil verschaffen wollte, muss am Ende die Judikative entscheiden, aber dass keine Straftat vorliegt nur weil der Zahlungsdienstleister auf Initiative des Geschädigten die Zahlung rückabwickelt mag ich nicht so Recht glauben.

  • Und darum geht es ja,wenn ich das richtig sehe, dann kann man das schon als Betrug sehen.

    Ja, ich habe da kein Problem, dir "Recht" zu geben.


    So gesehen könnte man bei jedem Vorgang, der in der Abwicklung mehr oder weniger "hakt" ... einen Betrug anzeigen.

    Wie wir wissen , muss die Polizei eine Anzeige quasi ohne "wenn und aber" annehmen.

    Der Vorgang war zum Zeitpunkt der Anzeige noch keine 5 Wochen alt.


    Kann man alles machen, wenn man will .


    Vielleicht bin ich auch etwas zu "abgeklärt" nach über 40 Jahren im Vertrieb:

    wir sind immer ohne Anzeige zu unserem Geld gekommen ... außer bei Insolvenz des Kunden.


    Ich merke schon, es ist nicht wirklich sinnvoll, diese "Ruhe" von anderen zu erwarten ...

    Manfred

  • rower Wenn ich mir das hier angucke:

    Strafgesetzbuch (StGB) § 263 Betrug

    Und darum geht es ja,wenn ich das richtig sehe, dann kann man das schon als Betrug sehen.

    Denn "Vorspielung falscher Tatsachen" ist es ja, wenn er das Paket nie abgeschickt haben sollte, sondern nur den Trackingcode erzeugt hat.

    Ja, sSo steht es in der Anzeige!

    §263 Warenbetrug

  • wir sind immer ohne Anzeige zu unserem Geld gekommen ... außer bei Insolvenz des Kunden.


    Ich merke schon, es ist nicht wirklich sinnvoll, diese "Ruhe" von anderen zu erwarten ...

    Es geht aber auch darum, dass er das mit anderen Kunden (7) genauso macht und nicht nur mit mir.

    Dabei ist es doch völlig unerheblich, ob er das Teil, welches er verkaufen möchte, aus welchen Gründen auch immer nicht versendet.

    Mir ist es auch völlig egal, warum er es nicht schickt,

    Wenn ich etwas anbiete, dann muss ich auch liefern können, wenn es bezahlt ist, basta.


    Noch einmal ganz grob in chronologischer Reihenfolge:


    25.6. bezahlt, Lieferdatum 17.7. versprochen mit DHL (warum so lange?)

    Zwischenzeitliche Anfrage nach früherem Liefertermin blieb unbeantwortet!

    17.7. Mitteilung, dass nicht lieferbar, angeblich verschwunden, angeblich Neulieferung unterwegs

    20.7. Beschwerde und Meldung bei ebay, da (erstes) Paket nachweislich nie bei ihm nie abgeholt wurde

    21.7. Info an PayPal, später Handy-Anruf vom Verkäufer, 2. Paket defekt zurück, Ersatz ist unterwegs,

    Lieferung des angeblich dritten Paket definitiv bis 25.7. versprpochen, für das Gespräch gibt es eine Ohrenzeugin

    25.7. keine Lieferung, Nachfrage blieb unbeatwortet

    27.7 Nachfrage blieb unbeantwortet


    Alle meine zwischenzeitlichen eMails mit der Bitte um Paketnummer(n) blieben unbeantwortet

    Daher Meldung an PayPal!


    30.7. Anzeige bei der Polizei und schlechte Bewertung (ca. 14.00 Uhr) mit Info, dass ich Anzeige erstattet habe,

    30,7. 17.05 Uhr (also 3 Stunden nach der Anzeige) Info vom VK, er konnte meine Nachrichten erst heute lesen, Ersatz ist unterwegs +

    Kaufbestätigung bei eBay mit neuer Paketnummer aktualisiert

    30.7. 17.43 Uhr Paket an DPD übergeben

    30.7. 22.34 Uhr vorsorglicher Widerruf meiner Bestellung und Aufforderung zur unverzüglichen Rückerstattung des Kaufpreises

    und weiteren persönlichen Anmerkungen inkl. einer freundlichen "Ansage"

    30.7. 22.44 Uhr Freche Antwort mit persönlichen und fast schon beleidigenden Anmerkungen,

    ich soll den Empfang verweigern und erhalte mein Geld dann bei Rückerhalt der Ware

    31.7. 11.57 Uhr Paket-Zustellversuch, Annahme verweigert,

    da ich mir selbst Ersatz besorgen musste (Geschenk)


    Das heißt: Nach Erhalt der Info, dass ich Anzeige erstattet habe, ist es plötzlich möglich, dass er innerhalb von 3 Stunden Ersatz fertigmachen

    und auch innerhalb eines Tages versenden kann!? Das war vorher über 5 Wochen nicht möglich?


    Leute, bei allem Verständnis und allen Unwägbarkeiten, die Polizistin war der Meinung, dass mindestens der Versuch eines Warenbetruges vorliegen würde und man ggf. sogar bei der Anzahl der verarschten Kunden (7) mit immer ähnlicher Vorgehensweise laut deren Bewertungen durchaus auch

    von gewerbsmäßigem Betrug ausgehen dürfe/könne. Das müsse aber dann die Staatsanwaltschaft am Ort der Gewerbeanmeldung -

    wenn es denn eine solche geben würde - prüfen und ggf. aktiv werden!



    Update:

    Heute sind es schon 8 verar.... Kunden!

    Einmal editiert, zuletzt von Paulinchen ()

  • So, kurz noch zur Info:


    Das Paket ist gestern nachweislich beim Versender zurückgenommen worden.

    Heute Morgen habe ich vom Verkäufer per mail noch eine Rechnung (zahlbar bis 2.7. ^^) bekommen, die ja am 25.6. schon gezahlt wurde

    und fast gleichzeitig hat mir PayPal geschrieben, dass sie den Fall geprüft und zu meinen Gunsten entschieden haben.

    Innerhalb der nächsten 5 Tage soll mir das Geld dann auch gutgeschrieben werden.

    Vom Verkäufer habe ich ansonsten nichts mehr gehört, er hat mich auch nicht bewertet.


    Mir wurde erzählt, ein Verkäufer kann den Käufer nicht mehr negativ bewerten - ist das richtig?


    Die Akte mit meiner Klage geht übrigens heute mit ergänzenden Informationen raus an die zuständige Staatsanwaltschaft.

    Da der Gauner ja so clever war, mir ganz plötzlich nach meiner Bewertung und der Mitteilung, dass ich Klage gegen ihn erhoben habe,

    mir über 5 Wochen nach meinem Kauf doch noch was zu liefern, wird die Sache wohl tatsächlich eingestellt werden?

    Warten wir einfach mal ab, was jetzt passiert?