Guten Abend zusammen,
na also, das wurde ja doch noch eine erfreulich angeregte und konstruktive Diskussion. ![]()
Aber der Reihe nach:
Ja, es wird die Option 2. Die dritte ist zwar handwerklich reizvoll, aber bisschen unkonventionell für den Ernst des Themas und die erste ist ein Kontaktübergang mehr als notwendig. Deswegen die 2.
Ordentliche Crimpzange ist keine Frage und auch vorhanden.
Zum Querschnitt: Dazu steht im Manual des Inverters tatsächlich was, und zwar: Mindestens halber Querschnitt der 12V-Zuleitungen. Die werden wahrscheinlich 6mm², von daher wird die Erde 4mm² oder 6mm². Generell sind das alles ziemlich kurze Kabelwege: Die 12V-Zuleitung geschätzte 30cm, die Erdung geschätzt 20cm.
Hängt auch davon ab, was für einen Ringkabelschuh ich aufgetrieben bekomme, denn tendenziell sind welche für M12 eher dann auch für dickere Litzen. ![]()
So, und jetzt zu dem Roman... ![]()
Grundsätzlich teile ich deine Einschätzung der Sache, aber sieh mir nach, wenn ich noch zu ein paar Sachen klugscheiße...
Beide Pole der Steckdose des WR hängen -im Gegensatz zu einer Hausinstallation- elektrisch gesehen "in der Luft". Deswegen macht da auch ein Fi keinen Sinn.
Du könntest also z.B einen Nagel in das linke Loch der Steckdose stecken und dir passiert nix.
Auch wenn du den Nagel in das rechte Loch steckst, passiert dir nix.
Richtig., zumindest in der idealisierten Welt. In der realen kommen halt noch die parasitären Erdkapazitäten dazu und das reicht unter manchen Bedingungen, dass du auch beim isolierten Wechselrichter gut was merkst, wenn du da in die Steckdose fasst. Bishin dazu, dass es gefährlich werden könnte. Ausprobieren wollte/sollte ich es also trotzdem nicht...
Bei einer Hausinstallation, hättest zumindest von einem der beiden Löcher eine gefeuert bekommen (ohne FI).
Und dabei ist mir extrem wichtig zu ergänzen: Nicht nur bei einer Hausinstallation ist das richtig gefährlich, sondern eben auch bei allen Wohnwagenexperimenten, wo Landstrom mit ins Spiel kommt. Und da ist ein FI dann auch unabdingbar! Bei mir zwar ausdrücklich nicht der Fall, aber ich will es hier trotzdem stehen haben. Keine Ahnung, wer sich hier sonst noch so inspirieren lässt.
Nun ist noch die große Frage, ob die Schutzkontakte an den Steckdosen des WR überhaupt angeschlossen sind...
Oftmals sind sie es bei WR nicht.
Sind sie. Ist so dokumentiert und hab ich auch nachgemessen.
Vielleicht hier noch zur Info: Ist ein Victron phoenix 12/250.
Und: Wenn du den "Erdanschluss" ans Cassis führst, stellst du lediglich einen Potentialausgleich zwischen Wechselrichtergehäuse und Anhängerrahmen her. Eine Erdung ist das noch nicht.
Um eine (halbwegs brauchbare) Erdung herzustellen, müsstest du den Anhängerrahmen noch über Kabel mit z.B einem Staberder, der in den Erdboden geschlagen und gut mit Wasser gegossen werden sollte, verbinden.
Genau ersteres ist der Plan. Bzw. nicht das WR-Gehäuse (das ist Kunststoff), sondern die Schutzkontakte, siehe oben. Ich will, dass die auf einem definierten Potential liegen. Auf dem des Rahmens, des Zugfahrzeugs wenn angehängt, der Stützen wenn ausgefahren undundund. Dass das keine niederohmige Erdung im Sinne der Vorschriften einer Hausinstallation ist, ist mir klar. Und ob das jetzt notwendig ist, sei dahingestellt. Aber es ist möglich, in Ordnung und technisch einfach zu realisieren, sauber gelöst und dann will ich das auch so haben.
Grüße
Raph