Handbremshebel löst beim Bremsen aus und ...

  • Moin,


    ich war `mal auf den Anhängerteileshop: Handbremshebel und Umlenkhebel (wenn beides passt) 280 € incl. Versand! :huh:


    Der Anhänger ist 28 Jahre alt und so lange haben die verbauten Komponenten gehalten ... Die AE innen sieht gut aus. Sowohl der Handbremshebel als auch der Umlenkhebel werden definitiv eine Lebensverlängerung erhalten. Ich muss nur schauen, wie ich die Welle aus der Buchse des Umlenkhebel heraus bekomme und dazu habe ich schon einige Ideen ... ;) Ich werde berichten ...

    Gruß Chris

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    "Wer nichts weiss, muss alles glauben ..." ;)

  • Ich muss nur schauen, wie ich die Welle aus der Buchse des Umlenkhebel heraus bekomme

    Hier hilft Geduld und Hitze! Mit gutem Rostlöser über Nacht einwirken lassen und dann mit Heißluftföhn oder kleinem Bunzenbrenner die Stellen erhitzen!


    Gruß Marcel

  • Ja, Hitze gehört auch zu meinen Ideen und werde ich auch erstmal im zusammengebauten Zustand so versuchen


    Ich befürchte allerdings, dass das im komplett zusammengebauten Zustand schwieriger wird.Dann neige ich dazu, die Welle links und rechts neben der Buchse mit einer dünnen Flexscheibe herauszutrennen und später auf der neuen Welle mit Scheiben auszugleichen. Dann kann ich die Buchse mit Umlenkhebel im Schraubstop besser bearbeiten. Mal schauen, wie ich da `ran gehe ... Habe ja noch ein bischen Zeit ;)

    Gruß Chris

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    "Wer nichts weiss, muss alles glauben ..." ;)

  • So, die Zeit, die ich glaubte zu haben, hatte ich nicht. Nach dem Zusammenbau mit der auf der Welle festgerottetem Umlenkhebel aber losem Handbremshebel bewegte sich der Umlenkhebel nicht mehr. Also habe ich heute doch die komplette Zerlegung gemacht. Der Glonntaler , während der letzten 28 Jahre hat wohl jemand der Zahnscheibe nicht getraut und das Wellenende verschweisst. Die festgeschweisste Scheibe hat aber Ähnlichkeit mit den Zahnscheibendeckel für Achsen.


    Also habe ich links und rechts neben der Buchse mit einer dünnen Flexscheibe die Welle durchtrennt. Bevor ich mich stundenlang abquäle, die Restwelle aus der Buchse zu bekommen, bin ich zu einem großen landwirtschaftlichen Betrieb mit eigener Werkstatt für die Fahrzeuge, dessen Inhaber ich kenne. Dort wurde die Buchse mit einer 60t-Presse von der Restwelle getrennt. Welle und Buchse haben sich sehr heftig gegen die Trennung gewehrt ... aber die Presse hat gewonnen. Ich hätte das mit meinen Hausmitteln niemals hinbekommen.


    Nächste Aufgabe: Wo jetzt eine 14 mm-Stahlstange für die Welle herbekommen? Der Betrieb hatte nichts Passendes. Ich zuhause im Altmetall gekramt und einen alten Schuppentür-Riegel gefunden, der ca. 14 mm Durchmesser hat. Leider verrostet, also erstmal mit der Fächerscheibe weitesgehend vom Rost befreit, auf einem Ende eine Unterlegscheibe aufgeschweisst. Als Ausgleich für die Flexschnitte habe ich eine Unterlegscheibe mit der Buchse auf die Welle geschoben und die Welle so weit gekürzt, dass ich auf der anderen Seite wieder eine Unterlegscheibe auf das Wellenende schweissen konnte. Vorher habe ich Welle und Buchse mit Fett abgefüllt und nach dem Zusammenbau die Mimik mit Owatrol Öl eingepinselt ... Die Spitze des Umlenkhebels habe ich von beiden Seiten leicht angeschrägt, damit er trotz den leichten Spiels auf der Welle zuverlässig in den Schlitz im Achsrohr eintaucht.


    Bei der anschliessenden Probefahrt musste ich lediglich das Bremsgestänge nachjustieren ... und alles bremst zufriedenstellend.


    Heute war ich beim TÜV. Alles okay und Plakette erhalten. Morgen werde ich die Komponenten mit Rostschutz und Zinkfarbe einstreichen, um es der Korrosion schwerer zu machen ...


    Bei Gelegenheit werde ich die improvisierte Welle gegen ein passenderes Teil austauschen.

    Gruß Chris

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    "Wer nichts weiss, muss alles glauben ..." ;)

  • Bei der anschliessenden Probefahrt musste ich lediglich das Bremsgestänge nachjustieren ... und alles bremst zufriedenstellend.


    Heute war ich beim TÜV. Alles okay und Plakette erhalten.



    Für das, wie du dich selbst beschreibst


    Zitat

    Ich bin kein Mechaniker, sondern lediglich ein mit technischen DIY-Ambitionen versehener Tintenpisser (Kaufmann)

    hast es gut hinbekommen!

    Respekt :super:

  • wenn man erstmal die Funktion kapiert hat

    Danke, genau, das war der fehlende Punkt, der dank eures Inputs ausgeglichen wurde. Manchmal sieht "man" den Wald vor lauter Bäumen nicht ... :S


    Ansonsten bin ich trotz einer fehlenden technischen Ausbildung nicht unbedarft. Habe mir letztes Jahr ein 2-Säulen-Hebebühne aufgebaut und saniere zur Zeit in Etappen den alten T4 meiner Frau, um die Rostkorrision wieder unter Kontrolle zu bekommen ... 8)

    Gruß Chris

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    "Wer nichts weiss, muss alles glauben ..." ;)

  • Vorab: Ich bin kein Mechaniker, sondern lediglich ein mit technischen DIY-Ambitionen versehener Tintenpisser (Kaufmann).

    Das Eine schliesst ja das Andere nicht aus. Ich bin auch staatlich geprüfter Bleistiftanspitzer :] und mach sowohl an Auto und Anhänger, wie auch am Haus nahezu alles selbst. Man muss sich nur trauen, dann klappt das schon! :super:

    MfG,
    Jay


    Die globale Erwärmung ist endlich bei uns angekommen! *freu*


    Schreibe ich ROT, bin ich Moderator, schreibe ich schwarz, bin ich normaler User.


    2022er Anssems AMT2000Eco - 2005er Humbaur Alu - 2006er WM Meyer Pferdetransporter und ehemals Westfalia Typ 118001

  • Man muss sich nur trauen, dann klappt das schon!

    genau so ist es, klar gibts Leute mit 10 linken Daumen, aber wer halbwegs logisch denken kann, kommt bei vielen Funktionen selbst drauf wie es geht, und dank Internet kann man heute ja fast alles in wenigen Minuten finden und nachlesen


    als ich das basteln anfing, da gabs nur Bücher, oder bei anderen zuschauen


    angefangen hab ich mit diesem Buch mit 16, das habe ich so oft gelesen bis ich es auswendig konnte, aber mit dem Wissen konnte man dann fast jedes Auto reparieren