Beiträge von Gerhard2

    Hi,


    noch eine Anmerkung zur Eingangsfrage: Ich halte Anhänger mit einer Gummifederung für relativ ungeeignet Offroad zu reisen. Meine Erfahrung ist, dass man auf Reisen nicht Trial fährt, sondern auf Pisten unterwegs ist. Ich kann mich da an 600 km Schotter (einfache Strecke) erinnern - KEIN Spaß!. Wenn der Anhänger da keine gut ansprechende Federung hat gibt irgendwann irgendetwas auf.

    Deswegen meine Empfehlung zumindest einen Anhänger mit "normaler" Schrauben- oder mindestens Blattfederung.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    warum so kompliziert rechnen, wenn es doch erst mal um Grundsätzliches geht?

    Hat die "normale" Anhängerhydraulik eine Leistungsaufnahme von 2000 W, womit sie in 15 s kippt (sollte so in etwa stimmen :confused:, gestoppt habe ich das noch nie), braucht man mit einem Schrauber mit 70 W 428 s oder 7 min. Was mir sauber zu blöd wäre.


    Zum Anschluss: Die Pumpe hat sicher ein Rückschlagventil auf der Druckseite. Also einfach T-Stück rein für die Schrauberpumpe - Fertig. Da die Schrauberpumpe das Öl aus dem Handpumpentank entnimmt, kann man einfach über das vorhandene Ventil absenken.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    die Leistung des Schraubers ist das eine. Wenn es nicht unbedingt so schnell gehen muss beim Kippen muss sollte es schon klappen. Ich habe mal kurz überschlagen, wenn man bei voller Ladung den Zylinder ungefähr in der Mitte hätte (ungefähr!) wären das bei 50000 N und 1 m Hub 50000 J Hubarbeit, umgerechnet also 13.9 Wh. Wenn ein Schrauber einen 12V- 2-Ah-Akku hat könnte man nicht häufiger als 1x kippen. Ist es ein besserer Schrauber geht vielleicht 2x. Ich weiß nicht :confused:. Ich meine man kann ja einen zweiten Akku mitnehmen, aber irgendwie fühlt sich das nach einer Notlösung an.

    Außerdem sind die 1,6 bis 2 kW Leistung der normalen Hydraulik schon ein Wort, finde ich. Ich habe vor Jahren meinen Kipper auch mit einer Hydraulik nachgerüstet und glaube ich würde das wieder dem Schraubersystem vorziehen. Den Nachteil durch die Mehrmasse spürt man nicht wirklich.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    was spricht gegen ein Gestell auf einem Anhänger? Wenn das fest verbunden ist, kann man auch einen Sportanhänger daraus machen. Dann wäre er steuerfrei, was ich persönlich nicht machen würde, weil


    a) die Kosten wirklich gering sind
    b) nichts anderes mehr transportiert werden darf.


    Bei der Länge darf das Boot mit dem vorgeschriebenen Licht, Fahne usw. ganz normal überstehen. 1,9m ist da so ne Sache... je nach Entfernung.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    bei einem Zweiachser ist es gar nicht so schlecht für das Fahrverhalten, wenn der hintere Überhang ein paar cm größer ist wie der vordere. Ein halber Meter bei 4,5 m Länge ist aber Blödsinn.


    Wegen der Verwindung des Koffers: Entweder den Koffer so stabil bauen, dass es die Verwindung aushält, den Koffer so bauen, dass er sich verwinden kann oder den Koffer vom Rahmen entkoppeln.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    sehr ambitioniert, ein industrieähnliches Produkt handwerklich herzustellen! Möglich ist es mit Sicherheit. Damit die Platten aber wirklich gut werden, braucht es aber sicher noch etwas darüber nachdenken: Festigkeit, Kantenfestigkeit, Beulneigung, Schälfestigkeit, Kältebrücken, was passiert unter dem Taupunkt, …


    Ich glaube auch, wenn die Platten nicht zu groß wären, ist das etwas einfacher. Wenn Selbstbau, wäre schäumen eine Option? Polyurethan lässt sich ja sehr einfach schäumen. Außerdem ist das ein stabiler Duroplast. Welcher Aufbau der Platten käme denn in Frage?


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    jep, über 7,5 t ist das so. Dazu kommt außerdem die Lkw-Maut auf allen Autobahnen und Bundesstraßen, wenn es ein Anhänger / Fahrzeug für den Transport von Gütern ist. Ist es ein Pkw oder WoMo mit Wohnwagen fällt in D die Maut nicht an. Im Ausland aber schon.

    Die großen US-Pickups fallen außerdem unter die 80 km/h-Grenze (WoMo 100 km/h - Autobahn), solange sie nicht als Pkw zugelassen sind. Eine Tatsache, die solche Autos aus meiner Sicht bzw. für mich extrem unattraktiv machen.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    es gibt doch fertige Koffer-Bausätze auf Maß. Nicht gut? Spart eine Menge Zeit und Arbeit. Unter dem Strich evtl. nicht viel teurer als alles selbst fertigen. Außerdem passen die ganzen Verbindungs- und Kantenprofile zur Platte. Mir wäre wichtig, dass der Koffer zuverlässig dicht bleibt und die Klebungen die Bewegungen abfangen können.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    ein schönes Projekt! So ein bischen habe ich in der Richtung auch schon mal überlegt und schon mal ein bischen im CAD modelliert. Bei 6,2 m Aufbau sehe ich den Anhänger aber auf jeden Fall bei 3,5 t; Kann man ja ganz einfach aus dem Rechner auslesen. Ich denke bei so einem Fahrzeug allerdings auch mit sicheren 800 kg Zuladung und "vernünftigen" Schränken und "vernünftiger" Küchenzeile und Nasszelle.

    Für die Achsen würde ich der Einfachheit verschiedene Befestigungspunkte vorsehen. Nicht nur um die Stützlast einstellen zu können, sondern auch um den Achsabstand verändern zu können. Den sehe ich bei so einem Wagen auf jeden Fall bei mehr als 850 mm, wenn der Drehschemel sicher "draußen" ist. Auch wenn es schon geschrieben wurde (und ob das so verstanden wurde? :?:), wenn es wirklich richtig eng wird, ist der Drehschemel im Vergleich zum Tandem klar im Vorteil beim Rangieren. Ich persönlich würde in dieser Dimension auch keinen Tandem fahren wollen. Auf der anderen Seite hat der Tandem auch seine Vorteile. Machbar sind sicher beide Konzepte.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    das mit dem Zugwagen ist natürlich ein Argument. Es ist durchaus möglich, dass das Auto auch das Problem ist und weniger der Anhänger. Bei meinem HDJ 80 hat sich der Effekt wesentlich verringert nach dem Tausch der Dämpfer von Nitrochargern zu Pedders. Anderes Beispiel eines Bekannten: Der hatte ein Fuhrunternehmen und einen 20 t-Bagger. Dafür hatte er eine Ausnahmegenehmigung Anhänger 30 t aber Zug nicht mehr als 40 t. Mit einem leeren MAN Zweiachskipper hat das gerade so geklappt. Beim Fahren war das aber ein echtes Geruckel. Ruhe war erst, wenn 1 bis 2 t Kies auf der Ladefläche waren.


    Warum der Anhänger schwingt liegt ganz einfach daran, dass das System Masse - Feder - Dämpfer von den Unebenheiten beim Fahren angeregt wird. Ich habe dir mal ein "Bild gemalt" 8o.

    Feder1.JPG

    Das Ding ist so ein vereinfachtes System.

    Wenn nun die Achse einen Stoß von der Fahrbahn bekommt, wird das System angeregt.


    Feder2.JPG

    Im Bild habe ich die eingebrachte Energie damit simuliert, indem ich bei 0,5 s schlagartig eine Kraft wirken lasse. Wie man sieht reagiert das System mit einem Überschwingen und dann mit Abklingen auf die Aktion aufgrund der Dämpfung.


    Erhöht man nun die Federrate um z.B. das Dreifache, sieht die Kurve so aus:

    Feder3.JPG

    Man sieht, dass sich die Amplitude deutlich verringert hat. )Kein Ausschlag kein Nicken. Kein Nicken kein Zerren an der AHK. Kein Zerren an der AHK kein Aua. ;))


    Zweite Möglichkeit, die Dämpfung zu erhöhen.

    Feder4.JPG

    In dem Fall habe ich die Dämpfung um das zehnfache erhöht, die Ferrate ist wie in der ersten Berechnung. Wie man sieht, wird die Anregung nahezu völlig in der ersten Periode absorbiert. Leider erzeugt man so den Kriechfall. Der Führt dazu, dass das Rad nach der Anregung vom Boden abheben kann.


    ( Dass sich kein sichtbarer Sinus ausbildet liegt übrigens daran, dass die Massen in der Simulation unberücksichtigt geblieben sind; Hat aber keine Auswirkung auf das Wesentliche. )


    Wie man sieht, ist es nicht möglich das System perfekt einzustellen, da sich Massen ändern oder die Löcher in der Straße. Man kann das System aber sehr wohl optimieren!


    Ungeachtet dessen ist es möglich einen Längenausgleich vorzusehen. Das kann seitens der Auflaufeinrichtung geschehen, am Federbolzen oder auch an der AHK.

    Mit den Parabelfedern kann man übrigens sehr einfach das Feder - Dämpfer - System beeinflussbar machen:

    IMG_20191026_095204.jpg

    Die Parabel ist an dem U-Profil befestigt. Das wiederum hat Langlöcher, um die Position des Gummis einstellen zu können. Bei einem Anhänger mit Auflaufbremse ist man da völlig frei in der Positionierung - Es handelt sich bei der Bremse um eine P-Regelung bei der die Führungsgröße die Auflaufkraft ist. Bei dem Anhänger hier ist es nur möglich das Überschwingen abzufangen, da sonst der ALB nicht mehr exakt arbeitet - Es handelt sich ja um eine lineare Steuerung der Bremskraft über den Federweg.

    Eine stärkere oder schwächere Progressivität kann man durch einen anderen oder einen zweiten Gummi erzeugen.


    Wie schon erwähnt, das hier ist die einfachste, leichteste und preiswerteste aber durchaus effektive Möglichkeit. Genügt dir das nicht, ist aus meiner Sicht das einzig sinnvolle eine völlige Neukonstruktion.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    dass verzinkte Bleche geschnitten werden ist nicht problematisch, die Schnittfläche ist ja wirklich sehr klein und der Schutz funktioniert trotzdem.

    Wenn sich die Zinkschicht löst, ist wohl beim Entfetten oder noch wahrscheinlicher bei der Flussmittelbehandlung etwas schief gegangen.

    Aber so wie es aussieht scheint sich doch alles zum Guten zu wenden. :)


    Rika,


    gerne.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    wenn das Ding wirklich ordentlich fault, ist die Verzinkung etwas dünn geraten. Bei einem Stahlblechboden hat das aber sicher nicht der Hersteller verbrochen: Verzinktes Blech kaufen, Schneiden und Kanten, Montieren. Trotzdem liegt die Produkthaftung natürlich beim Hersteller, der sich anscheinend mit einer Klausel abgesichert hat. Dass man eine frische Zinkschicht nicht an die frische Luft setzen darf ist auch Unsinn. Die Schicht ist zwar noch metallisch glänzend, aber durchaus dicht. Im Laufe der Zeit bildet sich dann eine gleichmäßige Zinkoxidschicht aus. Wenn das schnell mit z.B. Wasser und Eichenholz auf der Ladefläche geschieht, sieht das nicht so hübsch aus, rosten darf es aber trotzdem nicht gleich.


    Die Oxidschicht ist übrigens nicht wasserdicht und abriebfest. Das Zink darunter opfert sich im Laufe der Zeit und dann ist es ganz normal, dass irgendwann ein wenig Rost zum Vorschein kommt. Aber auch das ist nicht so tragisch, da es sich um einen Kathodischen Rostschutz handelt. D.h., dass die Zinkschicht sich bei Feuchtigkeit langsam auflöst, der Stahl aber dadurch geschützt wird.


    Mit dem Einsatz von Rostumwandler wäre ich u.U. etwas vorsichtig, wenn es sich um ein Produkt mit Phosphaten handelt. Das Zeug kann zwar das Eisenoxid wunderbar ein FE-Ph-Verbindungen umwandeln, die aber alles andere als stabil. Deswegen ist in dem Zeug etwas drin, dass dies Schicht versiegelt. Wird diese Versiegelung verletzt, ist es möglicherweise mit dem Zeugs schlimmer, als ohne.


    Also: Vielleicht sieht es ja schlimmer aus, als es ist? So richtig gut kann ich das auf dem Bild nicht erkennen. Wenn der Rost aber richtig massiv kommt, stimmt was nicht. Dann ist die Frage, was man tut...


    Gruß

    Gerhard