Beiträge von Gerhard2

    Hi,


    also meine Erfahrungen nach einigen Sägen, unzähligen Bäumen und noch unzähligeren Sägeschnitten: Je teurer die Dinger, desto haltbarer.


    Im "Langzeitversuch" läuft bei mir eine mittelgroße Dolmar für den Profianwender. Alles was da bisher getauscht werden musste sind Starter und Zündkerzen. Dabei hat die Säge die meisten Betriebsstunden. Die größere Stihl der Baureihe für die Landwirtschaft macht sich auch nicht schlecht, aber ein bischen mehr Zuwendung z.B. in Form einer Ölpumpe braucht die schon.

    Die Stihls für den Hobbyanwender geben alle nach einiger Zeit auf. Allerdings sind die natürlich nicht so teuer und schön leicht. Aber alle zusammen haben weniger Betriebsstunden gehabt, wie die Profisäge.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    Wäre 60*50*3 eine gleichwertige Alternative zu 80*50*3?

    nein. Ich denke, auch bei der Breite geht es wohl mehr um das Widerstandmoment gegen Biegung. Natürlich spielt die Auflagefläche auch eine Rolle, aber je breiter und vor allem je höher das Profil, desto besser wird die Tragfähigkeit.


    Du kannst selbst mal hier GUCK machen: Ein Rechteckrohr 60x50x3 hat ein Wb(x) von ca. 10700 mm3. Ein 80x50x3 etwa 16200 mm3. Anders ausgedrückt, das 80er Rohr kann noch mal etwa um die Hälfte (!!!) mehr Gewicht tragen bei Biegung als das 60er. Völlig korrekt ist der Rechner übrigens nicht, weil die Eckenradien vernachlässigt werden. Das macht aber auch nicht viel aus.


    Ich will es so simpel wie möglich machen.

    O.K., das verstehe ich. Heißt also:

    • Die Bretter längs? Die Befestigung mit Schlossschrauben?
    • Ein Rahmen mit offenen Profilen?
    • Keine Kantprofile, alles in U?
    • So niedrig wie möglich, Masse ist nicht so wichtig.
    • Bordwände kommen auch noch.

    Fragen:

    • Zurrmulden oder Zurrbügel?
    • Soll ein Spanngurt außen am Profil eingehängt werden können?
    • Eine Entkopplung des Hilfsrahmen z.B. durch Silentelemente?
    • Rungen?
    • Und wichtig: Ohne eine Skizze mit den Abmessungen und Angabe der Befestigungspunkte ist es schwierig eine "Profil-Schätzung" zu machen.

    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    Kanten deswegen, weil man das Profil so dimensionieren kann, dass es genau den Ansprüchen entspricht; Z.B. auch ein C-Profil. Außerdem kann man ein passendes Einfassprofil oder Abschlussblech fertigen.

    Eine Schwenkbiege geht theoretisch auch, wenn man nicht höher als 2 mm Stärke gehen will. Das ist dann aber nicht so einfach, wenn man keine Sicken einprägen kann.

    Wie auch immer, das war ja nur eine Frage. Selbstverständlich kann man auch alles mit Kaufprofilen machen.


    Rohre haben zudem den Vorteil, dass die Konstruktion steifer wird. Allerdings kommt bei Verschraubungen das Problem mit den Hülsen dazu. Eine offene Konstruktion ist etwas einfacher zu fertigen.


    Welches Holz da drauf soll ist eine Sache des Geschmacks. Man sieht recht oft Fichte auf Nutzfahrzeugen. Das ist preiswert und ein gutes Konstruktionsholz, weil es wenig "Fehlstellen" hat. Deswegen hat es bei geringem Gewicht eine gute Festigkeit. Allerdings ist die Lebensdauer begrenzt. Und man sieht Fichte oft da, wo der Boden sowieso regelmäßig getauscht werden muss.

    Fast wichtiger als die Art ist erst mal die Dicke und die "Verlegerichtung"; Längs oder Quer.


    Und dann ist da noch die Frage, wie die Abschlussprofile aussehen sollen.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,

    das ist nicht so einfach pauschal zu sagen. Je niedriger der Rahmen, desto schwerer wird er, zumindest in einem gewissen Bereich. Soll die Ladefläche Bordwände bekommen? Einfassung am Rand?

    Da ich nicht so der T4-Experte bin, kenne ich die Anschraubpunkte nicht. Kannst du eine Skizze von Fahrzeug und Hilfsrahmen machen?

    Die Stärke der Bodenplatte ist abhängig von der Punktbelastung und dem Unterbau.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    das Argument mit dem Abgas wiegt. Der Motor mit dem schönen Namen 2F hat zur Gemischaufbereitung einen Registervergaser ohne irgendwelche Regelungen oder sogar eine Abgasreinigung. Der Kraftstoffverbrauch ist im Vergleich zu einem modernen Auto, relativ gemessen, hoch. Geschuldet ist das wohl auch der Tatsache, dass der 2F eine sehr niedrige Verdichtung hat, um alles verdauen zu können, was man mit einer Zündkerzen anzünden kann. Ein Klopfsensor war damals nicht im Portfolio eines Fahrzeugs. Mit absolutem Maß gemessen, also der Annahme, dass zusätzliche Ausstattungen und mehr Leistung den technologischen Fortschritt zum Großteil ausfrisst, ist der Unterschied nicht mehr so groß.

    Auf der anderen Seite benötigt man zur Herstellung eines neuen Fahrzeugs so viel Energie, dass es eigentlich mehr als obligatorisch sein sollte ein Automobil so lange zu fahren, wie nur irgend möglich. Hinzu kommt noch die Energie zur Entsorgung des noch funktionierenden Altfahrzeugs, falls es nicht nach Afrika geht...

    Aus meiner Sicht eine Entscheidung zwischen Pisse oder Kacke. Das alte Fahrzeug würde ich mit Pisse bewerten...


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    wie gesagt, das ist kein Wagen für hohe Geschwindigkeiten und für Menschen mit Anspruch an Komfort. Der 4,2 l Reihensechser ermöglicht aber problemloses Fahren mit Lkw-Geschwindigkeit. Die hier werden wohl die 40 Jahre unterwegs im (technisch baugleichen) FJ60 erreichen.

    Die beiden kommen auch mit einem deutlich schwächeren BJ45 anscheinend schon viele Jahre klar.


    Ob das Auto bzw. das Reisen damit überhaupt noch zeitgemäß ist wäre vielleicht eine Diskussion wert? Auf jeden Fall hat eine so einfache Technik manchmal große Vorteile. Auch wenn der Landcruiser J4 bei seinem Debüt 1960 eigentlich schon ein (neuer) Oldtimer war, hat er Toyota doch zum größten Autohersteller der Welt gemacht. Die starke Überdimensionierung von Rahmen und Technik mag dabei wohl eine wichtige Rolle gespielt haben.


    Gruß

    Gerhard

    Hm,


    ich bin ja mehr der Freund der einfachen Technik. Besonders hohe Leistungen und Fahrleistungen sind mir nicht wichtig, hohe Robustheit schon. Wahrscheinlich ist ein Grund dafür auch, dass ich mit einem Auto mit dem ich (Nord-?) Afrika nicht bereisen kann, nicht so interessant finde. Außerdem mache ich mir nichts aus den ganzen Assistenten usw.


    Das sind wohl auch die Gründe, warum ich so einen

    Troopy

    als tolles Auto ansehe. Für jemand der unbedingt Komfort braucht ist das aber nichts...


    :o Gerhard

    Hi,


    Wir sind viel in Finnland, da unser Tochter dort lebt. Meinst du das eine Quetschfederung auch schon die großen Schotterhauptstraßen nicht gut verträgt?

    wenn Du so 2387.jpg etwas meinest, oder so 2402.jpg

    etwas? Das sollte schon machbar sein. Es ist ja nicht so, dass die Federung nach ein paar Löchern in der Straße sofort schmilzt. Allerdings gibt es da auch bessere Alternativen; Die aber alle natürlich mehr teuer Geld kosten (Die Bilder sind übrigens in Finnland in der Nähe von Merikarvia/Ostsee aufgenommen worden). Der Mitsubishi wird das aber wesentlich besser verdauen als der Anhänger. Man muss halt etwas langsamer fahren.


    Nachdem der Anhänger ja neu ist, würde ich es erst mal damit bewenden lassen, die Auflaufeinrichtung auf die Deichsel zu setzten, falls das möglich ist. Die Achse bzw. die Federung kannst du ja immer noch tauschen, wenn du das Gefühl hast, der Anhänger kostet zu viel Zeit/Geschwindigkeit. Oder wohnt deine Tochter sehr weit oben im Norden?


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    wegen der Änderung der Radgröße ist es wahrscheinlich bei Humbaur günstiger zu fragen. Beim TÜV liegen dazu nicht unbedingt die notwenigen Unterlagen vor.


    Wenn es nur darum geht, dass das Heck nicht den Boden berührt, könnte man ganz unbürokratisch die Auflaufeinrichtung auf die Deichsel setzen. Falls ich richtig liege, dass die bei diesem Anhänger unten eingebaut ist? Nimm aber vorher z.B. eine Paketschnur und teste, ob die Bremsstange noch ausreichend Platz zum Rahmen hat. Wenn nicht, könnte man das Problem aber auch lösen.


    Ist Offroad aber richtig Offroad mit Schotter usw., ist die Quetschfederung nicht wirklich das Richtige: Zu wenig Federweg, zu hartes Ansprechverhalten und bei großer Walkarbeit der Gummis wird die Federung zu heiß. Dann kann man entweder damit leben und vorsichtig/langsam fahren, oder man investiert das Geld für eine andere Achse... Oder einen anderen Anhänger?


    Gruß

    Gerhard

    Hi,

    Kann man einfach auf die Felgen größer Reifen ziehen?

    nein. Genau wie beim Auto verringert sich dadurch die Bremswirkung. Möglich ist das nur in einem gewissen Bereich. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass die Bremswirkung noch ausreicht.

    Wichtig sind mir solche MT Reifen, ...

    Am Anhänger wäre mir das nicht so wichtig, da meiner Ansicht nach der Schlammauswurf aus dem Profil bei einer nicht angetriebenen Achse nicht so wichtig wäre. Nachteil der MTs sind das hohe Gewicht, das Abrollgeräusch und der Rollwiderstand. Und ein AT sollte für den Anhänger robust genug sein. Denn bevor der Reifen z.B. auf Schotter aufgibt, ist die Federung des Anhängers schon lange vorher platt. Wenn es aber ein MT sein soll...


    Das mit der Höherlegung des Anhängers geht schon, z.B. mit Distanzstücken. So 100%ig erlaubt ist das aber eigentlich nur mit einer Abnahme. Die Frage ist auch, ob dadurch nur der Anhänger gerade am Auto hängen soll, oder ob sich dadurch die Offroadeigenschaften verbessert werden sollen.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    eine gute Idee, die das Problem des eingeschränkten Zurrwinkels bei Zurrbügeln löst. Aus meiner Sicht wäre sogar eine Lösung ohne die kleine Nut noch besser. Außerdem würde ich die Länge des "Stabs" kürzer wählen.


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    vielen Dank schieder für´s Hochladen der Videos.


    Ich habe ja schon mal einige Seiten vorher geschrieben, dass es mit dem Schrauber mit Einschränkungen funktionieren kann. Allerdings ist es bei mir beim Kippen meistens so, dass es interessant ist, ob die Ladung zu rutschen beginnt, bevor der Zylinder in die vierte Stufe geht. Tut er es nicht, kann ich die Schaufel rausholen... Außerdem ist bei mir beim Kippen immer ein Knarzen und Ächzen im Gebälk zu hören, wenn die 30% der Ladung unten sind geht der Anhänger schon sehr deutlich aus der Federung und Abkippen ohne nach vorne zu fahren geht sowieso nicht. Ich glaube nicht, dass ein Akkuschrauber das so schätzen wird.

    Ich meine wenn ein Schrauber bei Nenndrehzahl und Nennmoment über 2 kW Leistung hätte, würde der nach einer Minuten schmelzen. Deswegen aus meiner Sicht: Die Lösung ist nichts für eine ernsthafte Verwendung eines Tandem-Kippers. Ich bitte mir die klaren Worte zu verzeihen, aber aus meiner Sicht ist es schade um den Aufwand für diese Lösung.


    Grüße

    Gerhard

    Hi,


    das mit dem (Ver-) Schleifen von Schweißnähten ist nicht ohne. Es kann durchaus sein, dass das Verschleifen die Festigkeit (statisch wie dynamisch) sogar deutlich erhöht, wenn man es richtig macht.


    Naht:

    Schweissnaht01.JPG  Schweissnaht02.JPG

    links eine überhöhte V-Naht, rechts verschliffen.


    Beim Versuch wird das Bauteil links eingespannt und recht wird mit einer Kraft von 10 kN gezogen.

    Schweissnaht1.JPG

    Auf der Naht selbst sind die Spannungen sehr niedrig. Davor aber höher als im übrigen Teil. Außerdem biegt sich das Bauteil durch den Zugkraft nach oben.


    Schweissnaht2.JPG

    Auf der (glatten) Unterseite sind die Spannungen sogar noch höher.


    In Zahlen:

    Schweissnaht3.JPG  Schweissnaht4.JPG


    Nach dem Verschleifen sind die Spannungsspitzen weg:

    Schweissnaht5.JPG


    Gruß

    Gerhard

    Hi,


    die Achsen- / Bremsenhersteller geben einen Durchmesserbereich für den jeweiligen Typ Bremse frei. Da muss der dynamische Reifendurchmesser also schon mal drin liegen. Der Nachweis, dass die Bremse "funktioniert" muss aber trotzdem geführt werden, weil die Hebelverhältnisse in der Auflaufeinrichtung auch entscheidend sind.

    Theoretisch geht der Wirkungsgrad der Übertragung auch in die Zuordnungsberechnung mit ein, praktisch ist das aber (fast?) immer ein Schätzwert.


    Die Berechnung überprüft zwei Dinge:

    1. Ob die Bremswirkung ausreichend ist. Als Größe wird dazu die Regeldifferenz, also die Auflaufkraft überprüft. Der Gesetzgeber sagt diese Kraft darf bei Einachs- (oder Tandem) Anhängern nicht höher sein als 0,1 x zGG. Bei Drehschemelanhängern 0,067 x zGG.

    2. Die Stabilität der Regelung. Die Totzeit in der Proportional-Regelung kann zu einem Überschwingen der Bremskraft führen: Mit anderen Worten, wenn der Anhänger aufgrund des Auflaufwegs ordentlich in die Bremse donnert können die Räder blockieren. Das ist erst mal nicht so schlimm, wenn es nur ein "bischen" ist, das System kann aber tatsächlich völlig instabil werden.


    Tatsächlich ist so eine Auflaufbremse deutlich mehr als nur ein paar Bremsbeläge die einfach nur über einen Hebel betätigt werden.


    Mit anderen Worten: Eine Zuordnungsberechnung ist eigentlich immer notwendig, wenn sich eine Größe die die Bremse beeinflusst geändert wird: Gewicht, Bremse, Auflaufeinrichtung, Räder, Hebelverhältnisse. Ob sie wirklich sein muss, wenn man den dyn. Raddurchmesser nur in sehr geringem Umfang ändert oder das neue Rad einen Durchmesser hat der zwischen zwei eingetragenen Größen liegt, ist eine andere Sache.


    Gruß

    Gerhard