Ich habe mich kürzlich auch mit dem Thema beschäftigt, allerdings eher als mobile Garage für Fahrräder und co angedacht.
Das Problem mit der Beladung und dem Schwerpunkt in kürze:
Pferdeanhänger bestehen in der Regel aus einer rechteckigen Bodenfläche hinten und einer Trapezförmigen Bodenfläche davor. Dann kommt noch eine Deichsel.
Die Achsen befinden sich in der Mitte der rechteckigen Fläche, also sehr weit hinten.
Stelle ich ein Pferd (oder auch zwei) hinein, steht das komplette Gewicht der Ladung auf 4 (8) Punkten, von denen 2(4) kurz vor und 2(4) kurz hinter den Achsen zum stehen kommen. Im Vorderen, trapezförmigen Bereich befindet sich nur der Luftraum für den Kopf, maximal vielleicht noch ein leichtes Gestell für den Sattel und ein bisschen Futter.
Darauf ist der Anhänger optimiert, d.h. er ist weitgehend so gebaut, dass bei einer solche Beladung eine typische Stützlast irgendwo in der Region um 70kg erreicht wird.
Wenn du ihn mit Stückgut (Umzug) belädst, müsstest du im Grunde genauso beladen: Gewicht alles hinten im rechteckigen Bereich. Vorne nur Luft, da du sonst die zulässige Stützlast von Fahrzeug und/oder Anhänger (Am PKW meist irgendwo zwischen 50 und 100kg) überschreiten würdest.
Das bringt zwei Probleme mit sich:
1. ist das nutzbare Volumen viel kleiner als der erste Blick hinein vermuten lässt,
2. erschwert es die Ladungssicherung da Formschluss nach vorne nicht in Frage kommt bzw. nur mit leichten Hilfsmaterialien hergestellt werden darf.
Allgemeine Transportanhänger (und Wohnwagen im extrem) haben hinten einen Überhang ähnlicher Länge wie vorne und ermöglichen so einen Ausgleich der vorne geladenen Gewichte durch andere, hinten geladene Dinge. Dies ist bauartbedingt beim Pferdeanhänger nicht möglich (der Überhang ist nur sehr kurz), für den Pferdetransport aber auch nicht nötig.