Anhängerhersteller?

  • Hallo!
    Hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen.
    Wir haben im April einen Pferdeanhänger über ebay gekauft. Dieser stand einige Jahre in einem Schuppen rum. Wir haben ihn jetzt in den letzten Monaten neu aufgebaut. Nun würden wir ihn gerne anmelden, doch der Anhänger hat keine Papiere.
    Hatte bevor wir ihn gekauft haben beim Strassenverkehrsamt nachgefragt, wie das aussehen würde wenn ich einen Anhänger kaufen würde der keine Papiere hat. Da hies es dann nur "Der vorherige Besitzer muss Ihnen eine Verlusterklärung unterschreiben und Sie brauchen die Kopie seines Personalausweises". Dachte mir, naja, wenn es so einfach ist, holste dir den.
    So, und nun stehen wir da. Wir waren am Freitag beim TÜV gewesen. Zum Glück haben die die Fahrgestellnummer gefunden, das war auch ein grosses Problem. Aber die finden die Herstellerplakette nicht. Vorne auf der Zugdeichsel steht "Eisenwerke Grümer", aber die meinen das ist nicht der Hersteller des Pferdeanhängers, sondern nur der Deichsel.

    Nun habe ich im Internet einen Anhänger gefunden von jemanden der seinen verkaufen will und auch 1972 gebaut worden ist. Der sieht genau aus wie meiner. Habe denjenigen angerufen und gefragt, was für einen Hersteller er in seinen Papieren stehen hat, da er angegeben hatte, das sein Hänger TÜV hat. Er meinte er hätte ein Gutachten, in dem stehen würde, das "Eisenwerke Grümer" als Hersteller eingetragen ist.

    Weiss jemand ob Grümer Anhänger herstellt hat oder welcher Anhängerbauer Grümersachen verbaut hat?
    Habe mit der Fahrgestellnummer beim Strassenverkehrsamt angerufen, die konnten mir nicht helfen und dann habe ich das Kraftfahrzeugbundesamt angeschrieben, aber noch keine Antwort.

    Mit verzweifelten Grüssen
    Kerstin

  • Warum konnten die dir beim Straßenverkehrsamt nicht helfen? Ist der Anhänger seit mehr als 7 Jahren abgemeldet?


    Ich hatte bei meinem Eigenbauprojekt übrigens das gleiche Problem. Herauszufinden welcher Anhängerhersteller die Achsen verbaut hat ist fast aussichtslos. Die beste Chance ist jemanden zu finden der den gleichen Anhänger hat und dann eine Briefkopie zu bekommen oder über eine Auskunft über die Fahrgestellnummer beim Straßenverkehrsamt.
    Letzteres funktioniert nicht wenn der Anhänger seit mehr als 7 Jahren abgemeldet ist oder (so wars bei mir) die Fahrgestellnummer noch eine alte siebenstellige ist.


    Wenn ihr den Anhänger aber neu aufgebaut habt könntet ihr folgendes machen: Das ganze als Eigenbau aufziehen. Wenn alle Typenschilder an Auflaufbremse, Deichsel, Achse und Bremsen sind, ihr eine [definition='1','2'][/definition] bekommen könnt (oder der TÜV diese Kombination von Auflauf- und Radbremse in seinen Unterlagen finden kann), der Anhänger heutigen Zulassungsvorschriften entspricht (Nebelschlussleuchte, Rückfahrautomatik etc) bekommt der Hänger eine neue Fahrgestellnummer und neue Papiere.

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  • Danke für die schnelle Antwort.

    Also, der Hänger scheint mehr als 7 Jahre abgemeldet zu sein, da das Strassenverkehrsamt auch über das letzte Kennzeichen nix mehr im System findet.
    Die Fahrgestellnummer ist eine 4stellige.
    Habe ja wie gesagt jemanden gefunden, der den baugleichen Hänger hat und dieser hat als Hersteller "Eisenwerke Grümer" angegeben. Vielleicht kriege ich den TÜV ja überredet, das auch zu machen!?

    Habe im Internet noch was recherchiert und habe einen Anhänger gefunden, der als Hersteller Grümer hat:
    Anhänger Grümer G DRN 8 10
    8 Tonnen Anhänger mit doppelten Bordwänden
    • Baujahr: 1970

    Das mit dem uns-als-erbauer-eintragen funktioniert leider auch nicht so einfach. Das hat uns der TÜV auch erklärt: wenn wir als Erbauer in den Papieren stehen, müssten die den als "neu" eintragen, aber da er dann nicht den neuesten Standartansprüchen genügt, könnten wir ihn gleich in die Tonne kloppen. Es müssten dann noch die komplette Bremsanlage, die Achsen und die Zugeinrichtung erneuert werden und für das Geld kann man sich ja dann auch was neues kaufen....
    Wir haben das Untergestell stehen lassen und oberhalb alles abgeflext und von da an neu aufgebaut.

    Hoffe, das vielleicht das Kraftfahrzeugbundesamt die Daten länger als 7 Jahre gespeichert hat...

    Lieber Gruss

  • Entschuldige, aber da hat der TÜV Quatsch erzählt. Natürlich kann man das als Selbstbau aufziehen, das hat nichts mit neuer Achse etc. zu tun. Einzig eben meine genannten Punkte mit Nebelschlussleuchte und Rückfahrautomatik stehen dem oft im Wege. Ich weiß nicht wie der TÜV Mensch darauf kommt man müsse Achse, Bremsen und Zugeinrichtung erneuern. Hat er ausgeführt was genau da nicht den Standardansprüchen entsprechen soll?
    Gut, natürlich muss alles in Ordnung sein: Nichts durchgerostet, Bremsen in Ordnung, Auflaufbremse gängig und so weiter.


    Der Kraftfahrzeugbundesamt speichert übrigens nicht länger als sieben Jahre. Im Zweifelsfall werden die dich sowieso ans Straßenverkehrsamt verweisen, an die du dich ja schon gewendet hast.


    Die Briefkopie ist eine gute Chance, wenn denn die Typen von Achse, Bremsen, Auflaufbremsen und Deichsel die gleichen sind. Der TÜV sollte sich damit auch zufriedengeben.

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  • Das war ja das was ich sagte: Wenn es scheitert dann an der Rückfahrautomatik, aber sogar da soll es Ausnahmen geben, wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben.
    Was mich eben wunderte war dass wirklich das komplette Fahrwerk ausgetauscht werden soll, das wundert mich doch sehr.


    BTW: Man sollte überprüfen ob die Bremsen nun wirklich eine Rückfahrautomatik haben oder nicht. Meine Hahn BA 230/5 haben z.B. eine, die sind auch aus der 70er Jahren. Die ist zwar nicht zu vergleichen mit der Rückfahrautomatik der heutigen Bremsen, aber Automatik ist automatik, und darüber streite ich mich dann auch notfalls energisch mit dem TÜV Mensch.

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  • Zitat

    Man sollte überprüfen ob die Bremsen nun wirklich eine Rückfahrautomatik haben oder nicht.



    Stimmt, da hast du Recht!

    Lässt sich ja schnell prüfen: An der Auflaufbremse nach dem Sperrhebel fürs Rückwärtsfahren schauen.

  • Stimmt, da hast du Recht!

    Lässt sich ja schnell prüfen: An der Auflaufbremse nach dem Sperrhebel fürs Rückwärtsfahren schauen.


    Ehm naja. Ich habe einen Sperrhebel an meiner Hahn ABR 13.3 K, aber eben die Bremsen BA 230/5 mit Rückfahrautomatik. Das muss also nicht unbedingt etwas heißen.


    Und ja genau diesen Thread meinte ich.

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  • @ Little_Babee

    Also mir ist nicht bekannt, dass die Eisenwerke Grümer jemals SELBST Pferdeanhänger gebaut hätten.

    Aber nochmal zum Thema Zulassung:

    Füher gabs bei "Anhängern für Sportzwecke" keinen KFZ-Brief/Fahrzeugbrief, sondern nur eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis).

    Als "Anhänger für Sportzwecke" galten vor allem Bootstrailer, aber auch Pferdetransporter, die ausschließlich dem Transport von Sportpferden dienten.

    Solche Anhänger hatten dann ein grünes Kennzeichen und waren auch von der KFZ-Steuer befreit.

    Beim Neukauf gab es zum Anhänger halt keinen KFZ-Brief, sondern eine ABE. Die ABE war ein Heftchen im A5-Format und war meist gelb oder grün.

    Mit der ABE musste man dann auch ganz normal zur Zulassungsstelle um sich das Kennzeichen (grün) zu holen. Es wurde dann auch von der Zulassungsstelle ein Fahrzeugschein (Zulassung) ausgestellt, welche man ja bei Fahrzeugkontrollen mit sich führen muß. So weit ich weiß, wurde in der ABE (was ja bei Anhängern für Sportzwecke das Pendant zum KFZ-Brief war) aber NICHT der Halter eingetragen. Es wurde von der Zulassungsstelle dort nur Handschriftlich die Nummer des KFZ-Kennzeichens eingetragen.

    Worauf ich hinaus will ist: Vielleicht gibt es so eine Regelung auch noch heute, die die Abnahme bzw. Zulassung solcher Sportanhänger eventuell etwas vereinfacht.

    Seit den neuen EU-Regelungen bin ich hier aber nicht mehr ganz up to date.

  • Stimmt, da hast du Recht!

    Lässt sich ja schnell prüfen: An der Auflaufbremse nach dem Sperrhebel fürs Rückwärtsfahren schauen.



    Nö.

    AL-KO 120SR als AE und ne Radbremse der SR Reihe.

    Sperrhebel ja aber trotzdem RüFa.

    (das Beispiel mit Al-KO musste einfach sein :biggrins:)

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • uih uih uih... da kamen aber ein paar Antworten zusammen :biggrins:

    Also, er hat einen Rückfahrautomatikhebel (nennt man es dann auch Automatik???), gerade bzw ebene Sachen kann man rückwärts fahren ohne diesen Hebel festzumachen, fährt man aber rückwärts bergauf muß man den schon rein machen.
    Eine Rückfahrleuchte hat er auch nicht... :(

    Jetzt ist meine letzte Hoffnung mit dem Kraftfahrtbundesamt auch futsch... und auch das Grümer nicht selber gebaut hat...

    Habe in einem anderen Beitrag gelesen, wie jemand bei seinem Westfaliahänger sein Grümer-Typenschild an der Deichsel sauber gemacht hat und habe nun in aller Verweiflung Westfalia angeschrieben ob der Hänger wohl von ihnen gebaut worden ist. Hab da zwar wenig Hoffnung, daß die solange Daten speichern und mir helfen können, aber die vier Monate Arbeit dürfen doch nicht umsonst gewesen sein...

    Da hat man einen funktionstüchtigen Hänger und bekommt ihn nicht zugelassen, weil denen nen Name fehlt... das ist doch echt bescheuert, deswegen ist er doch nicht verkehrstüchtiger.
    Den TÜV bzw die Plakette würde er nämlich bekommen.

    Ich wünsche euch eine gute Nacht und vielen lieben Dank, daß ihr mir helfen wollt!!!

  • Nein, der Rückfahrsperrhebel ist eben KEINE Automatik. Man bräuchte die Daten der Schilder der Radbremsen, dann könnte man da weiteres sagen.


    Rückfahrleuchte brauchst du nicht, Nebelschlussleuchte für eine Neuzulassung aber. Das dürfte aber kein Problem darstellen, denn die kann man ja mit relativ wenig Aufwand nachrüsten.


    Was hat denn der TÜV gesagt welche Standards er da nicht erfüllt sieht? Mir kommt das recht komisch vor.


    Eine Kopie des Briefs/der ABE des Menschen den du da gefunden hast würde wie gesagt helfen, wenn die Daten für Bremsen, Auflaufbremse, Achse und Deichsel denn übereinstimmen.

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  • Habe eben "Post" vom Kraftfahrt-Bundesamt bekommen, aber da Ergebnis kannte ich ja jetzt schon vorher... :(
    unter der von Ihnen angegebenen Fahrzeug-Identifizierungsnummer sind im Zentralen Fahrzeugregister 66 Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller gespeichert. Leider kann ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit nicht weiterhelfen, sondern Sie müssen sich diesbezüglich mit dem TÜV auseinandersetzen. Bemerken möchte ich noch, das Aufzeichnungen über Fahrzeuge, die vor mehr als sieben Jahre endgültig außer Betrieb gesetzt wurden, im ZFZR bereits gelöscht sind (§ 44 Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV)


    Was auf den Schildern auf der Radbremse steht, kann ich erst heute abend sagen, wenn ich zuHause bin.


    Werde auf jeden Fall heute oder morgen noch mal mit dem TÜV telefonieren, die wollten sich eigentlich noch mal melden. Frage dann noch mal genau nach WAS alles gemacht werden müsste.

    Kann den Mann mal fragen ob er mir eine Kopie schicken würde, wobei ich es ihm nicht übel nehmen würde wenn er es nicht machen würde. Je nachdem muss er ja zu nem Kopierer und dann zur Post und das für ne "Fremde"... Aber fragen kostet ja nix... :)

  • so, hier das was der TÜV vorab schon mal aufgeschrieben hat:

    Auflauf einer Grümer APR 1812 1200kg
    Prüfz. F1160 S=75kg
    Best.Nr. APR 1200 Bj 1972

    Kpl. Walter Winterhoff KG
    Typ E15, zGG 2000kg S 100kg F613

    Achse CB 804 BPW 650?/h (beim ? weiß ich nicht ob das km heißen soll)

    Radbremse BPW S2004
    -20 1000kg
    >20 450kg

  • Bist du mit der Achse sicher? Ist das nicht eher BPW 854 statt 805?
    Die Bremsen S 2004 SK haben scheinbar keine Rückfahrautomatik. S 2005-5 RASK haben eine.

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  • Also, der TÜV hat bei der Achse wirklich

    CB 804 BPW 650

    aufgeschrieben.



    Habe auch mal ein Bild angehangen. Wir haben an der Seite des Bremsgestänges was da runter hängt eine Gewindestange gemacht, da das alte Gestänge nicht mehr sehr belastbar aussah.
    Diese Gewindestange und auch das "Spannteil" haben wir übrigens von einer Anhängerwerkstatt.
    Und der TÜV sagt nun, das denen die Gewindestange nicht gefällt und die ausgetauscht werden soll. Gegen halt so eine glatte Stange. Die hat nun aber doch auch vorne und hinten Gewinde, damit man sie fest machen kann. Soll ich dem TÜV nachgeben und die Stange ersetzten oder soll ich versuchen mit denen darüber zu diskutieren?

  • Bei allem Respekt, schon wieder so eine ach so tolle Werkstatt,
    die Spannschlösser in Bremsgestänge einbaut. :mad:

    Finde ich langsam zum ko... ! Mußt die mal fragen wozu das gut ist.
    Die Antworten sind echt geil und sinnlos (wie Bremse nachstellen etc.) !!!

    Muße ich mal loswerden, sorry !

    Also zurück zum Thema.

    1. Radbremse wie gesagt ist ohne RüFa, wird also schwierig das Ding neu
    zu zulassen ! ist aber nicht unmöglich. Gibt hier im Forum auch einen Thread wo es geklappt hat.

    2. Warum der TÜV die Gewindestange bemängelt weiß ich auch nicht,
    aber er soll dir mal sagen warum er unbedingt ne glatte haben will. Es ist schon richtig, das normaler Weise "glatte" Stangen verwendet werden, aber warum keine Gewindestange (wenn das Gestänge nirgendwo geführt wird, wo das Gewinde stören könnte).

    P.S. Das die Werkstatt ne Gewindestange verwendet hat zeugt ja
    von ihrer Kompetenz !

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • Wollte jetzt direkt mal fragen warum du die Spannschlösser so zum k... findest (begründung war, damit man die Bremsen nachstellen kann ;)), aber damit ich kein Ärger vom Admin kriege werde ich artig den Tread lesen :D

    meinst du das Ironisch mit der Kompetenz?

    Werde mich jetzt gleich auch mal durchs Forum wuseln und den Beitrag suchen, wo es jemand geschafft hat seinen Hänger als neu anzumelden ohne RüFa.

    Rufe jetzt gleich mal den TÜV an, wie es denn jetzt aussieht. Werde mir heute beim Strassenverkehrsamt die Auftragesbestätigung holen gehen, damit der TÜV mir überhaupt neue Paiere ausstellen "könnte"
    Drückt die Daumen, dass sie eine Lösung gefunden haben - aber dann hätten sie mich vielleicht schon angerufen...