was ist das für ein anhänger?

  • Werte Anhänger der Anhänger,


    mein name ist falk und ich komme aus Dresden. Ich bin gerade dabei ein altes Boot und den dazu gehörigen Anhänger zu restaurieren. Leider konnte ich bis jetzt den Anhänger nich identifizieren. Veilleich kann mir da ja der eine oder andere hier weiter helfen.
    Die Achse ist denke ich von einem Wartburg 311 (allerdings mit zwei Blatfedern längs).


    Vielen Dank!


    Gruß aus DD

  • Hallo Falk,


    Hau da mal den Fischkutter runter und mach noch einige Bilder.:biggrins: So wie die Auflaufeinrichtung aussieht, müßte eine hydraulische Bremse verbaut sein. Wäre dann was Serienmäßiges. War unter anderem auch am Wohnwagen Bastei. Haben die Räder 5 - oder 4 Loch Felgen? Nach Deinen Bildern zu urteilen sieht es nach 4 Loch aus. Wäre dann Trabbi oder Wartburg 353. Auf jeden Fall wieder Hitec "Made in GDR". Ich tippe auf Eigenbau.


    Gruß Bernd

  • Hallo Bernd,


    dein Adlerauge liegt richtig, es ist eine hydraulische Bremsanlage mit mechanischer Feststellbremse verbaut (die sogar noch funktioniert). Hab da auch mal die Daten der Kupplung abgeschrieben: KTA-BGA: 1708; Kupplung KK 92. Auch mit der Vermutung das es sich um ein gutes altes Ostprodukt handelt liegst du richtg... zumindest ist die Kupplung von IFA. Ich werde nächste Woche mal den Kutter runterheben und Bilder des Aufbaus machen. Wenn es wirklich ein Eigenbau ist dann ist der sehr aufwendig und gut ausgeführt und das ist auch der Grund warum ich den Anhänger gern wiederbeleben möchte.
    Bei der Achse tippen ich eher Richtung Wartburg (4x160'er Lochkreis und 13" Felgen)


    Gruß und schönes WE


    Falk

  • Guten Abend,


    leider hab ich den Kutter immer noch nicht runter vom Anhänger :ohmann: mir fehlen da einfach zur Zeit ein paar helfende Hände.
    Ich habe aber trotzdem noch mal zwei Bilder Geschossen. Vielleicht kriegen wir ja doch noch etwas mehr Licht ins Dunkel.


    Danke für Eure Mithilfe!


    Gruß


    Falk

  • Moin,


    Felge ist vom Trabant. Reifen 5.20-13. Nabe auch Trabant. Die Achse tippe ich auf Wartburg 311. Den Kahn runter, Räder ab und noch ein paar Bilder.


    Gruß Bernd

  • Das ist nicht wirklich eine Wartburgachse, die ist zwar auch nicht viel mehr als ein geschweißtes Vierkantrohr, aber die Halterungen die an deinem Rohr sind passen nicht zum Warti.
    Das schaut mir eher so aus als habe man die Naben vom Trabi auf ein Rohr gebaut.



    mfg JAU

    No Shift - No Service

  • ...mmm soweit ich das bis jetzt rausfinden konnte gibt es wohl zwei Varianten der Wartburgachse... eine mit geradem Vierkantrohr und eine gekröpfte Variante (quasi als Weiterentwicklung).
    Ich werde wohl mal ein Rad abnehmen und dann sehen wir weiter...
    Danke erstmal für die Infos!

  • Guten Abend allerseits,


    heute bin ich nun endlich dazu gekommen den Kahn mal vom Hänger zu wuchten und ein paar Bilder zu machen. Ich bin weder auf der Suche nach dem Typ des Hängers noch nach der Fahrgestellnummer so wirklich weiter gekommen. Ich bin also weiterhin für jede Hilfe dankbar :danke:


    Gruß aus Dresden


    Falk
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  • Hi Falk,
    ich schließe mich den Vorschreibern mal an. Das ist ziemlich sicher ein Eigenbau nach dem Motto "aus jedem Dorf ein Hund". Tippe auf Zeitraum 1978 bis 1988.


    Die Felgen sind P50 erste Serie, die dürften einen Datumsstempel zwischen 1957 und 1961 tragen. Haben keinen Hump, sind daher nicht für Schlauchlosreifen geeignet. Lieber in der Trabiszene teuer verkaufen ;) und letzte Serie (die mit den 8 ovalen Löchern) montieren. Radnaben und Bremsen dürften auch Trabant sein, aber spätere Ausführung. Die wurden damals vermutlich neu genommen. Die Achse ist ziemlich sicher Eigenbau, sowas habe ich an Serienfahrzeugen nicht in Erinnerung. Sollte Bedarf an Stoßdämpfern oder Federreparaturen bestehen, gibt es da Leute in Deiner Nähe, Adressen habe ich.


    Das Schubstück und den Hauptbremszylinder habe ich auf den Fotos noch nicht so richtig sehen können, ich tippe recht stark auf Intercamp oder Bastei. Auf jeden Fall gleich mal die Bremsenbrühe wechseln (normale DOT4) und immer in Bewegung halten und alle 2 Jahre wieder wechseln. Ich mach das immer gleich nach der HU. Wenn beim Wechseln was auffällig wird, haste keinen Zeitdruck. Keine Bremsenteile entsorgen, der billige Ersatz hält nicht. Lieber aufarbeiten lassen, auch diese Adresse kann ich dir geben.


    Fahrgestelnummer sollte typischerweise am rechten Deichselholm eingeschlagen sein, seitlich oder oben. Dashilft wohl nur behutsames Entlacken und Entrosten. Bei der Wiederzulassung dürfte die Tatsache helfen, dass das KBA das gesamte KTA-Archiv aus Dresden übernommen hat. Die DEKRA sollte darauf einen Onlinezugriff haben. Versuch mal, einen Ansprechpartner herauszufinden, der ein Herz für Vorwendebauten hat und sich motivieren lässt, da mal nachzusehen. Das erfordert vielleicht etwas Ruhe und mehrere Anläufe.


    Ich wünsche Dir für Dein Projekt die nötige Geduld und Ausdauer, dann wird das schon.


    Gutes Gelingen wünscht
    Dirk

  • :super:WOW :super:


    ich bin immer wieder erstaunt was Du über diese alten Dinger alles weist


    Zitat

    Die Felgen sind P50 erste Serie, die dürften einen Datumsstempel zwischen 1957 und 1961 tragen. Haben keinen Hump, sind daher nicht für Schlauchlosreifen geeignet. Lieber in der Trabiszene teuer verkaufen ;) und letzte Serie (die mit den 8 ovalen Löchern) montieren. Radnaben und Bremsen dürften auch Trabant sein, aber spätere Ausführung. Die wurden damals vermutlich neu genommen



    Ohne Dich wären wir verloren, was die alten DDR Teile betrifft


    :danke: :heildir:


    Gruß Mani

  • Och, bleib mal entspannt, alles halb so wild. Richtig Bescheid wissen dürften unsere alten Herren, die sich sowas damals gebaut haben. Aber die sind so schwer an den PC zu bekommen. Und ich hatte von 1982 bis 1989 selbst einen P50 von 4/1960 (mein erstes Auto) an und mit dem ich schrauben und fahren (unynchronisiertes Getriebe) gelernt habe. :]

  • Hallo Dirk,


    vielen Dank für die detaillierten Ausführungen. Ich hab einen guten kontakt bei der DEKRA und den werde ich dann wohl noch mal ansprechen. Das A und O wird die Rahmennummer sein und auf die Suche werde ich mich dann nach meinem Urlaub intensiv machen. Mit deiner Vermutung zum Baujahr des Hänger liegst du wohl ganz richtig, da die Kupplung Baujahr 87 ist.
    Ich möchte den Hänger (so wie das Boot) wieder in altem Glanz erstrahlen lassen und möchte ungern viel Zeit und Geld in ein aussichtsloses Projekt investieren.


    Also nochmal danke und ich hoffe das wird.


    Gruß
    Falk