Wechselkupplung

  • Hi,


    ich weiss nicht wer von Euch ein Wechselsystem benutzt, meines ist jedenfalls nicht so doll. Mein Hauptproblem an der Sache ist, dass ich einen relativ hohen D-Wert brauche. Daher schiedet Alko z.B. aus. Kennt jemand eine Alternative mit D-Wert so um die 21 kN? Obwohl ich keine Weltreisen mit Anhänger mache leiert der :pfusch: nach relativ kurzer Zeit aus. Auf eine eigene Konstruktion lege ich wegen dem Aufwand nicht besonders großen Wert. Dann lieber doch auf die Kugelkupplung verzichten?


    Gruß
    Gerhard

  • Du kennst dich doch sonst immer so gut aus, passt der Rockinger Vario Block nicht ?


    Unter bestimmten Bedingungen hat der einen d-Wert von 30,0, das sollte reichen für deinen Panzer ;)
    Oder begehe ich da einen Denkfehler?

  • Hi,


    nein, Du machst keinen Denkfehler. Allerdings habe ich genau diese :scheisse: bei mir hinten dran. Die Grundidee der Konstruktion hat ihre Vorzüge. Leider aber auch enorme Nachteile :pfusch:. Damit der hohe D-Wert bei so kleiner Baugröße möglich ist, wird Stahl hoher Qualität verwendet. Durch die Geometrie und die Fertigungstoleranzen kann es aber zu recht hohen Spannungen an Teilen der Kontaktflächen kommen. Daher leiern die Dinger schnell aus. Bei mir ist das Spiel mittlerweile so groß, dass ich die Kugelkupplung (an der Kugel) deutlich mehr als 10 mm hin- und herbewegen kann!!! :shocked: Dabei ist die Rockinger auch noch die teuerste von den mir bekannten.
    Ich bin also auf der Suche nach etwas Haltbarerem. Die Dinger die ich kenne haben aber keinen ausreichend hohen D-Wert. Aber vielleicht kennt ja jemand etwas Ausgefallenes/Besonderes/Cooles/Anderes/... ?


    Würde ich so etwas bauen, würde ich auf eine wesentlich einfachere Geometrie, wie den Zylinder mit Querbolzen gehen. Bei mir dürfte auch die Grundplatte etwas größer sein als bei Varioblock.


    Gruß
    Gerhard

  • Hallo Gerhard


    gibts für den Toyo kein Anhängebock wie fürn Patrol, oben Rockinger unten Kugel?


    ich habs ja schonmal gesagt, ich halte nix von Wechselsystemen oder abnehmbare AHK, das kann niemals auf Dauer halten, alles was nicht absolut spielfrei ist leiert irgendwann aus, das geht garnicht anders


    kannst den Varioblock nicht irgendwie tunen? z.B. irgendwo ne Schraube oder zwei, die ne gewisse Vorspannung aufbaut, damit nichts mehr ausleiert


    wäre zwar wieder ein Eingriff an nem bauartgenehmigtem Teil, aber könnte man ja eventuell eintragen lassen


    Gruß Mani


    P.S. Alternative wäre noch ne Nato Öse, da merkst ned das die Kupplung nackelt :duck+renn:

  • Musst Du denn oft von Maul auf Kugel wechseln?
    Wenn nur alle paar Wochen, dann wechsel doch mittels Maulschlüssel und Ratsche. Ein 100er Pack selbstsichernde Muttern kostet ja nix im Vergleich zu einem Wechselsystem. Oder muss man da auch jedesmal die Schraube erneuern?
    OK, mein Vorschlag ist ein bisschen rustikal, mein ja auch nur ;)


    Gruss georg123


    PS: 21 kN, weil Du Hänger1 an Toyo und Hänger2 hinter Hänger1 (an Toyo) anhängst und so auf mehr als 3,5 to Anhängelast kommst?

  • Hi


    Zitat

    P.S. Alternative wäre noch ne Nato Öse, da merkst ned das die Kupplung nackelt :duck+renn:


    Du Böser! :gnade:
    Hm. Mit dem Tunen kann man vielleicht die Lebensdauer etwas verlängern. Muss ich mir morgen mal bei Tag anschauen...
    Maul oben Kugel unten ist leider ganz schlecht bei mir, da ich eine gefederte Kupplung habe. Die ist etwas länger als die starre. Dann wird das schon ziemlich übel hinten dran. Und dem Böschungswinkel bekommt das auch nicht so gut.


    An den Umbau habe ich auch schon gedacht. Aber das ist nicht praxisgerecht. Manchmal müsste ich zweimal täglich umbauen. Im schlimmsten Fall würde ich halt ganz auf die Kugel verzichten.


    Die Anhängelast am Anhänger ist leider nur 1000 kg. Reicht aber für meinen leeren Kipper.


    Gruß
    Gerhard

  • Hi,


    ich hatte zuerst die Idee an die Rückseite eine Tasche einzufräsen und dann Leisten oder Plättchen als Abstandshalter dort einzusetzen. Leider hatte ich niicht mehr im Gedächtnis, dass dafür kaum Platz ist. Die Schruaben auf Distanzhülsen zu setzen ist auch nicht so ideal.


    :mad:


    :confused:


    Gruß
    Gerhard

  • Moin Gerhard,
    sieht aus, als betreibst Du den Varioblock außerhalb der Herstellerspezifikation.
    Laut der Einbauanleitung darf der Mittelpunkt der Kugel maximal 62 mm unterhalb der Blockmitte sein.
    Ist die Aufnahme der Maulkupplung mit dem gleichen Spiel behaftet?
    Nicht dass das "ausschlackern" nur eine Folge der zu tiefen Kugel ist.


    Gruss georg123

  • Hi,


    ja, ist hart an der Grenze (gute Augen!). Allerdings war schon von Anfang an das Spiel zwischen den beiden Kupplungen sehr unterschiedlich. Bei der Kugel war es auch schon von Anfang an recht hoch. Seit her ist das Spiel nicht übermäßig aber doch größer geworden, an Grund- wie an Wechselplatten. Gemessen an den kurzen Strecken die ich mit großer Last zurück lege, halte ich das nicht gerade für ein Qualtätsmerkmal. Wenn man sich die kleinen Flächen zur Kraftübertragung anschaut ist das auch nachvollziehbar. Knackpunkt an der Angelegenheit ist aber, dass durch die komplizierte (Dreh-) Kontur der Übertragungsflächen eine gewisse Toleranz für die Fertigung notwendig ist (Irritierend fände ich übrigens schon, dass man bei der Fertigung nicht mit einfachen Messmitteln die Bauteilen richtig prüfen kann). Bewegt man sich im Bereich des Höchstspiels hat man eine Belastung, die zum einen mit einer Hertzschen Pressung oder Singularität vergleichbar ist. Zum anderen erhöht sich durch Stöße zwischen Anhänger und Zugfahrzeug die Belastung. Die Folge ist erhöhtes Spiel durch plastische Verformungen an den "Singularitäten" und Klappergeräusche (dies wird vom Hersteller übrigens als durchaus normale Sache dargestellt - das Klappern - und ist bekannt). Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verbindung mit dem Höchsspiel einer Emüdungsprüfung unterzogen worden ist. Auch wenn bei dem derzeitigen Stand die Gefahr des Abreißens des Anhänger durch Versagen der Verbindung gering ist, finde ich dass dies ein starker Negativpunkt an dem Wechselsystem ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei Frost die Betätigung zum Wechseln praktisch nicht mehr möglich ist, wenn Schnee oder Eis hinter den Hebel kommt. Positiv ist der hohe D-Wert und die geringe Baugröße.
    Das Alko-System mit der Schwalbenschwanzführung ist da etwas günstiger aufgrund der größeren Fläche. Leider ist der D-Wert aber nicht ausreichend. Ebenso wie beim System mit dem Querstift (da habe ich den Hersteller gerade nicht auf der Platte ohne nachzuschauen, is aber nicht so wichtig, oder?).


    Würde ich ein solches System entwickeln, dann würde ich eine Mischung aus den "Rohrverbindungen" die man bei amerikanischen Pickups sieht und dem Querbolzending fabrizieren. Bei nur minimal größerer Bauhöhe und etwas größerer Fläche für maximale Festigkeit der Verbindung hätte man zudem noch niedrigere Fertigungskosten und mehr Sicherheit. Ein Klemmen (Alko) und Einfrieren würde ebenfalls seltener auftreten.


    Vielleicht haben andere ja ähnliche Probleme und sehen das ja auch so? Oder jemand kennt noch eine alternative Verbindung?


    Gruß
    Gerhard

  • ja, ist hart an der Grenze (gute Augen!).

    Nö, Brillenträger ;)
    Ich hatte schon mal einen 4-Loch-Kugelkopf mit sehr tiefer Kugel gesucht und hab dann die gefunden :http://img4.kupplung.de/mall/1…640/zb0019_640x640_v2.gif
    Und Deine sah halt genauso aus. Da ist dann die Rechnung einfach, dass der Kugelkopf 122 mm unterhalb der Aufnahmemitte liegt (und somit 60mm außerhalb der Rockingerschen Vorgabe).


    Den Kipper kriegst Du auch nicht auf eine Ringöse (für Maulkupplung) umgerüstet?
    Erscheint mir immer noch einfacher als ein besseres Wechselsystem zu finden :(


    Gruss georg123

  • Hi,


    das Teil ist es nicht, ich habe zwei Bohrungsreihen weniger. Es sind also nur ca. 18 mm mehr. Der Kipper hat seine Kupplung sehr weit oben. Am Trafic hängt/kippt er unbeladen stark nach vorne, am Landcruiser nach hinten.
    Doch, den Kipper kann man schon auf Zugöse umbauen. Das wäre auch mir auch eigentlich lieber. Dummerweise kann ich ihn dann nicht mehr an unsere anderen Autos anhängen. Entferne ich die Wechselkupplung, kann ich den Wohnwagen aber auch nicht mehr am Landcruiser anhängen bzw. müsste dann schrauben. Ebenso bei einem anderen Anhänger.
    => :scheisse:


    ergo: :confused: :confused: :confused:


    Gruß
    Gerhard

  • Sehe ich das richtig das beim Varioblock nur durch die 45° Drehung über diese 4 Klauen gekuppelt wird und der Riegel nur das Drehen verhindert ohne irgend etwas zu spannen? Das Kann ja nur ausleiern. Aber könntest du nicht mit einem "Blech" in passender Stärke das Spiel verringern?


    Ich finde so ein Wechselsystem gehört immer mit einem Keil oder Kegel gebaut. Stell dir vor du würdest das Wechselteil senkrecht in einen Morsekegel 5 stecken und mit einer Kronenmutter und Splint gegen losschlagen sichern. Sowas nenn ich Spielfrei und sicher. Zum Wechsel braucht es nur einen Hammer. (Oder einen sonst was Schwereres)

  • Jep,


    die ist ein klein wenig zu schwach. Ich hab aber schon mal dran gedacht, eine Platte unter die automatische Rockinger zu schrauben und drunter dann die Kugel mit diesem Wechselsystem. Dann ist die Kugel wirklich nur dran, wenn ich sie brauche. Ich hab´s aber noch nicht ausgemessen, ob das geht.


    Gruß
    Gerhard