Automatik-Stützrad fährt nicht mehr richtig hoch

  • Hallo,


    ich bin neu hier in diesem Forum, in dem ich mich - ich geb's zu - nur angemeldet habe, weil ich aktuell ein Problem mit meinem Anhänger habe, bei dem ich nicht weiterkomme..


    Es handelt sich dabei um einen Saris Hochlader mit Doppelachse, der mit einem Automatik-Stützrad ausgestattet ist. Und dieses Stützrad macht gerade Probleme.


    Zur Vorgeschichte:

    Wir nutzen den Anhänger inkl. aufgebauter Hundebox als Transportanhänger für unsere Schlittenhunde.

    In diesem Einsatz ließ es sich nicht vermeiden, dass wir damit unlängst längere Strecken über nordschwedische Schotterpisten bei Tauwetter - ergo: aktuell Schlammpisten - gefahren sind.

    Mglw. als Folge dessen fährt seitdem das Automatik-Stützrad nicht mehr richtig hoch. Heißt: An dem Punkt, an dem das Rad beim Hochkurbeln hochklappen sollte, bleibt es hängen, und es geht - zumindest im Normalbetrieb - nicht mehr weiter.


    Nun habe ich nach unserer Rückkehr das Rad und die gesamte Mechanik darum intensiv mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, um eingetrocknete Schlammreste, Dreck und mglw. auch das eine oder andere Sandkorn aus der Führung für den Riegelbolzen zu entfernen. Danach habe ich versucht, alles so gut wie möglich zu fetten (s. Bilder).


    IMG_9838.jpg           IMG_9842.jpg        IMG_9837.jpg


    Trotzdem bleibt das Problem bestehen.


    Dabei scheint weder die Spindel/Gewinde noch der Riegelbolzen an sich das Problem zu sein. Wenn ich mit einem Schraubenzieher o.ä. zwischen die Stütze und den Riegelbolzen gehe, kann ich ihn ohne Probleme ganz herausdrücken/-hebeln (wie das ja beim Hochkurbeln eigentlich auch geschehen sollte); der Bolzen läuft in beide Richtungen problemlos und frei in der Führung durch die Stütze.


    IMG_9839.jpg     IMG_9840.jpg


    Trotzdem geht es beim Hochdrehen an einem Punkt nicht weiter.


    Interessant: Wenn ich an diesem "toten" Punkt den Bolzen auf oben beschriebene Weise (Schraubenzieher) weiter herausdrücke, geht es auf einmal weiter. Ebenso, wenn ich beim Hochkurbeln bereits vor Erreichen dieses "toten" Punkts das Rad händisch hochziehe (und somit die Sperre des Rades gegen das Ende des Riegelbolzens drücke) - dann gibt es an besagtem "totem" Punkt einen kurzen Ruck, die Sperre rutscht über das Ende des Bolzens drüber, und das Rad klappt wie gewünscht hoch und lässt sich bis ganz nach oben drehen.


    Irgendjemand hier eine Idee, was die Ursache für dieses Verhalten sein könnte - und was ich tun kann, dass das wieder wie vorgesehen funktioniert?


    Vielen herzlichen Dank!


    montebianco

  • Hallo


    Danach habe ich versucht, alles so gut wie möglich zu fetten (s. Bilder).

    da warst halt mit der Pflege zu spät dran


    diese Sche... Dinger brauchen ständig Fett ab dem ersten Tag, ansonsten nutzt sich der Rand ab und dann kommt der Bolzen zu spät raus und klemmt, sieht man ja ganz deutlich auf deim ersten Bild, der Rand ist eingelaufen, da hilft nur bisschen Material aufschweissen, oder ein Blech drüber kleben, damit der Riegel wieder eher raus kommt


    Verschleiß.jpg

  • sieht man ja ganz deutlich auf deim ersten Bild, der Rand ist eingelaufen, da hilft nur bisschen Material aufschweissen, oder ein Blech drüber kleben, damit der Riegel wieder eher raus kommt

    Danke erstmal dafür, dass du dir die Zeit nimmst, mir zu helfen!


    Hm - also falls du diese Nut in der Mitte des Wulstes/Randes meinst - die war schon ab Werk da 😉 und dient dazu, den Bolzen (und damit das Rad) seitlich zu fixieren, damit es mittig steht, wenn es hochgezogen wird (und nicht z.B. mit dem Bremsgestänge ins Gehege kommt). Die ist mehrere Millimeter tief. Kann dir gerne heute Abend noch ein Foto davon machen.


    Und dass in anderthalb Jahren (älter ist der Anhänger nicht) bei eher seltener Benutzung Materialabtrag in einer Größenordnung erfolgen soll, die zu solchen Problemen führt, kann ich mir irgendwie auch nicht so recht vorstellen...

  • deine Beschreibung sagt halt genau das aus, das der Bolzen an der Stelle hängt und etwas Nachhilfe mit nem Schraubenzieher hilft


    brauchst ja nur mal das Rad beim hoch drehen mitm Fuß ein kleines bisschen zur Seite drücken, dann siehst das es geht


    falls du diese Nut in der Mitte des Wulstes/Randes meinst - die war schon ab Werk da

    bestimmt nicht und wenn dann nicht so stark

  • brauchst ja nur mal das Rad beim hoch drehen mitm Fuß ein kleines bisschen zur Seite drücken, dann siehst das es geht

    äähhhm - nö. 🤷‍♂️


    Zitat

    bestimmt nicht und wenn dann nicht so stark


    IMG_9846.jpg      IMG_9844.jpg


    Immer noch der Meinung, dass diese Nut nicht ab Werk da war? Oder willst du mir nach wie vor erzählen, dass das Materialabtrag durch (max. 30-maliges!!) Hochkurbeln das Stützrades ist?


    Teilweise sieht man in dieser Nut ja noch die Verzinkung des Stahls ab Werk:


    IMG_9845.jpg


    Also - ich würde mal behaupten, Abnutzung des Randes und dadurch nicht genügendes Ausfahren des Bolzens sind eher nicht die Ursache des Problems. Eher fühlt es sich an, als ob da irgendwo was verkantet.


    Aber ich werde das Stützrad morgen mal abbauen (wollte ich eigentlich vermeiden) und mir mal von unten das Innenleben, insbesondere die Feder des Riegelbolzens, anschauen. Vielleicht hilft mir das ja weiter.

  • Also so wie ich es verstehe, geht der Bolzen der aushackt nicht ganz zurück oder? Wenn u den Bolzen dann mit einem Schraubendreher zutückdrückst, geht das Rad hoch oder?

    Wenn ja, dann ist der Fehler entweder an dem Keil, dem Abtrag oder dem Bolzen,

    Keil kann nach hinten gebogen sein vielleicht irgendwo hängen geblieben oder so.

    Bolzen verbogen, so dass der Keil zu weit hinten ist und deswegen nicht mehr so weit zurück geht, dass er entriegeln kann.

    oder Abtrag an beiden Seiten also keil und Blech, dann geht der Bolzen natürlich auch nicht mehr ganz zurück.


    Einfachste Lösung, falls das oben geschrieben der Fall ist, keil ein bischen aufschweißen oder Blech drauf machen oder ihn mit sanfter Gewalt etwas Richtung Blech biegen, dann geht der Bolzen auch wieder weiter raus.

  • ok, konnte man bei den anderen Bildern nicht sehen das es dieses spezielle Stützrad ist, so ne Kerbe hat sonst keins


    Trotzdem liegt es an dem Bolzen, dann ist der Bolzen abgenutzt, am Stützrad erkennt man auch zwei dunkle Stellen, etwas Verschleiß ist auf jeden Fall vorhanden,


    Schau dir oben das zweite Bild an, der Bolzen muss bevor das Stützrad einklappt so weit rausgezogen sein, das er an der Rückseite das Querblech nicht mehr behindert, geht er wie bei dir nicht weit genug raus, kann das Rad nicht hoch klappen, ist ein altbekanntes Problem, deswegen mag ich diese Dinger nicht, gibt auch noch andere Gründe, aber Hauptgrund ist das die oft klemmen


    Wie gesagt, steck nen Streifen Blech dazwischen, oder stück Pappe, dann wirst sehen, geht das Rad ohne Problem hoch


  • Danke auch für deinen Beitrag!


    Sowohl der Riegelbolzen inkl. dem rechtwinklig davon abgehenden Keil als auch das "Blech" (also der Rand/Wulst mit der Nut für den Keil) sind m.E. massive Gussteile. Kann man da was verbiegen????


    P.S.: Es handelt sich bei dem Stützrad übrigens um dieses Modell:


    AL-KO 1863497 automatisches Stützrad mit Halterung 400 kg 60 mm 775–1010 mm
    Das automatische Stützrad mit einem Rohrdurchmesser von 60 mm und einer maximalen Tragfähigkeit von 400 kg bietet dem Anhänger im geparkten Zustand sicheren…
    unitrailer.de

  • Hab mit den Bolzen jetzt nochmal etwas genauer angeschaut. Auch an dem Keil, der dafür sorgt, dass der Bolzen eingezogen wird, damit das Rad hochklappen kann, ist kein Materialabtrag zu erkennen, die Verzinkung ab Werk ist auch dort noch intakt.


    Trotzdem fährt der Bolzen nicht mehr weit genug ein/aus, damit das Rad ungehindert hoch/runter klappen kann (auch beim Runterkurbeln fährt der Bolzen von selbst nicht komplett wieder zurück, weil das Querblech vom Rad dran hängenbleibt und erst auf leichten Impuls hin drüberrutscht und der Bolzen dann erst komplett zurückfährt).


    Wenn aber weder an dem Keil noch am Rand der Stütze Materialabtrag/abnutzung in einem Maß erkennbar ist, dass dafür sorgt, dass der Bolzen nicht weit genug einrückt, was käme dann noch als Ursache dafür in Betracht?



    P.S.: Hab jetzt erstmal ein Stück Pappe auf den Keil geklebt; damit geht es erst mal wieder.

  • habe aktuell einen gebrochenen arm. deshalb schreibe ich ausnahmsweise alles klein 8o .

    auf nordschwedischen nassen pisten ist teilweise ein material augetragen, dass in falzen und gelenken, wenn es abgetrocknet ist extrem aushaertet.

    ich vermute dass das an deinem bolyengelenk aehnlich ist und dort noch irgendwo ein rest dreck die mechanik blockiert. woher ich das weiss... 8|

    Habe auf diese weise mal das scharnier vom gaskasten geschrottet.


    VG,

    Harry

  • Vielen Dank für deinen Beitrag!


    Wie gesagt - ich werde das Stützrad heute Abend mal komplett abbauen und mir das alles en detail anschauen. Vielleicht versuche ich auch mal den Bolzen auszubauen, alles tiefenzureinigen und ihn wieder einzubauen (keine Ahnung, wie leicht oder schwer das mit dieser Spiralfeder und dem Spannstift geht).


    Gute Besserung an den Arm!! 🤞🏻



    Und bitte die Vollzitate lassen! Antwortfunktion reicht wenns direkt drunter ist!! Danke