Wieviel Watt an AHK Steckdosendauerplus?

  • Hallo,


    Gibt es eine Norm, wieviel Watt das Dauerplus der AHK Steckdose mindestens aushalten muss? Also wieviel Kühlschränke darf ich da zb bedenkenlos anhängen?


    Grüsse, Michael

  • Kommt drauf an, wie dick das Kabel ist, wie lang und natürlich wie es abgesichert ist. Das müßte man erst herausfinden und dann ist es ein Dreisatz :).

    Schöne Grüße aus Calenberg!


    Lars


    Zugfahrzeuge: VW T5 (2012), VW 1302 LS Kabrio (1972), VW 181 (1969)

    bald in diesem Theater: Opel Frontera Sport (1992)
    Anhänger: AH3, Anhängerbau Wittenberge 0,5t (1969), Knaus Monsun (1964)

    im Bau: Eigenbau für den VW 181

    Alle meine Lieblinge auch auf BoxerStop

  • Ich kenn KEINE originale Ahk- Steckdose an der man mehrere Kühlschränke betreiben kann...

    So dicke Kabel sind nirgens verbaut, das weis man ohne rechnen!

    Humbaur HUK 152314

    Auwärter GL 75

  • Ich glaube es ging bei der Frage um die Belastbarkeit an sich und die Zahl der Kühlschränke war nur ein unglückliches Beispiel. Gefunden habe ich dazu nichts, aber mit mehr als 10A würde ich kaum rechnen. Und praktisch degenerieren die Kontakte von Jahr zu Jahr auch noch. Beim Test meiner frisch überholten Lichtleiste mit allen Lampen angeschaltet habe ich hinten noch 7V gehabt. Deswegen jetzt Kabel und Stecker auch noch neu 🙄

  • Dauerplus oder Zündungsplus nach Norm sollte 2,5 qmm Kabel haben. Nur meist halten sich nur die Hersteller guter 13-poliger Kabel daran.

    Im PKW kann alles mögliche verbaut sein.


    Am besten man zieht selbst ein mindestens 2,5 qmm von der Batterie über Sicherung nach hinten zur Steckdose. Da weiß man dann was man hat. Ich habe mit 10 Ampere abgesichert.

    Bisher keine Probleme beim Laden der Anhängerbatterie und Kühlbox mit im WW.



    Viele Grüße,

    Axel :)

    STEMA BH-R 750 Bj. 2018,

    QEK Aero Bj. 1986

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    "Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit – Kompliziert bauen kann jeder."
    Sergej P. Koroljow, (sowietischer Raketenkonstrukteur, brachte den ersten Satelliten "Sputnik" ins All).

  • Servus,


    habe mich ja auch erst eingängig mit solchen Thematiken beschäftigt... :P


    Generell ist der Wikipediaartikel https://de.wikipedia.org/wiki/Anh%C3%A4ngersteckdose äußerst hilfreich, da stehen auch Kabelquerschnitte, in dem Fall auch hier 2,5mm² bei Zünd- und Dauerplus, andere Leitungen sind auch dünner.


    Wenn du dann in eine Tabelle guckst, ist 2,5mm² bei einer Einzelader für 32A gut, wenn du dann berücksichtigst, dass die in einem 13poliges Kabel steckt, bist du bei ziemlich genau der Hälfte, also 16A. Das passt auch ganz gut zu der Tatsache, dass Anhängersteckdosenkontakte (schönes Wort) normalerweise für 20A ausgelegt sind. Und es passt auch gut zu dem Praxisbeispiel, dass in meinem Wagen (und da liegen 2,5mm², das weiß ich), Zünd- und Dauerplus mit 15A abgesichert sind.


    Bisschen Luft sollte man zumindest bei Daueranwendungen schon lassen, also würde ich im Dauerfall mich vielleicht auf 10A, also 120W verlassen.

    Ist nicht viel, ne?

    Und wie der Spannungsabfall dann bei 10A oder mehr aussieht, also wie viele der 12V dann noch am Kühlschrank ankommen, steht auf einem ganz anderen Blatt...


    Grüße

    Raph

  • Und was auch noch oft vergessen wird: Der Massekontakt muss die Summe aller anderen Ströme vertragen können, die zugleich auftreten können. Am besten doppelt so großen Querschnitt wählen wie für andere Leitungen. Oder zwei normale parallel. Also auch den zweiten Masseanschluss am Stecker verwenden.

  • Auch hierzu äußert sich der genannte Artikel:

    Die 13polige hat aus genau dem Grund sogar drei Massen: Eine für die Beleuchtung (3), eine nur für's Zündplus (11) und eine nur für's Dauerplus (13).


    Und wenn jeder (nennenswert dauerbelastete) Anschluss seine eigene Masse hat und alle sich brav dran halten (und eben nicht gleich nach dem Stecker alle drei auf eine Ader pressen), reicht das, wenn die Masse jeweils den exakt gleichen Querschnitt hat wie die zugehörige Plusleitung.


    Aber stimmt schon, grundsätzlich ist das schon ein beliebter Denk- und Auslegungsfehler :)

  • Hallo,


    Ja, das hilft mir schon weiter. Die Anhängerkabel kann man noch leicht analysieren und notfalls austauschen. Bei diversen vorhandenen Zugfahrzeugen wird das oft schon schwieriger.


    Und, ja das Kühlschrankbeispiel war nicht gut;-) in meinem Fall geht's eher um Beleuchtung und Ladegeräte..

  • Soll wohl in einen Koffer oder WW sein. Auch da gibts wieder Unterschiede, weil zb. BMW nach 10 min Zündung aus das Dauerplus auch abschaltet.

    Aber wenn wir nicht wissen was Du genau willst wirds schwierig :/

    Humbaur HUK 152314

    Auwärter GL 75

  • ich lege bei meinen Autos immer ein 4 qmm von der Batterie zur Dose, der serienmässige Klingeldraht im Kabelbaum ist ein Witz, und natürlich auch ein zusätzliches 4er von der Dose auf Masse an der Karosserie


    im Anhänger hab ich ein Daumendickes 13er Kabel, da sind die 2,5er Adern für Plus und Masse und von den übrigen Adern hab ich jeweils noch eine bei Plus und Masse mit rein, so das ich auch da auf 4-5 qmm komme


    so brauch ich auch kein Ladebooster für die Batterie oder irgend so nen Unsinn und es kommt im Anhänger genug Saft an

  • Ohne großartig die selbe Diskussion führen zu wollen wie letzte Woche:


    Joar, so kann man das natürlich machen und dann ist das (in einem gewissen Leistungsrahmen) auch eine saubere Lösung.

    Aber, die erste: Das funktioniert dann halt exakt an der einen Zugfahrzeug-Hänger-Kombination und wenn du eines davon tauschst, kannst (musst nicht) halt Pech haben.

    Aber, die zweite: Wenn die Frage so gestellt wird wie hier eingangs, dann glaube ich nicht, dass der Threadersteller plant, den Kabelbaum seines Zugfahrzeugs anzupassen.


    Letztendlich hilft bei so einer Frage nur eine Kombination von Maßnahmen:

    • Erstmal klarmachen, was geht. Also Sicherungen und Kabelstärken angucken und vielleicht mal unter Last einen Spannungsfall messen.
    • Dann ggf. das ganze aufbohren, entweder konventionell wie eben beschrieben oder z.B. auch mit einem Ladebooster, wobei dieser nur das Problem des Spannungsfalls löst, nicht aber das der Belastbarkeit, das macht er sogar noch schlimmer!
    • Dann die vorhandene Elektrik fit halten. Damit meine ich z.B. Kabelschuhe oder Schraubverbindungen, die korrodieren oder sich lockern können oder auch korrodierte Anhängerstecker und -buchsen
    • Den Verbrauch runterbekommen. Also Absorber fit machen und fit halten bzw. ggf. Umstieg auf Kompressor, irgendeinen beweglichen Kram wie Kühlboxen oder Ladegeräte eben nicht im Fahrbetrieb im Hänger betreiben, sondern ins Auto vor nehmen, unnötige Verbraucher (Licht, Inverter etc.) aus usw. Oder auch eine evtl. vorhandene Solaranlage auch bei Fahrt betreiben.

    Und dann haben wir auch eine ganz gute Chance, dass das ganze funktioniert...

  • Hallo,


    Ja, das ist ein bisschen mein Problem. Ich fahre meine Hänger meist mit dem Auto meines Arbeitgebers und da will/darf ich nicht schnell mal das Auto zerlegen, um die Kabeldurchmesser zu checken, geschweige denn was neues verlegen. Deshalb kam die Frage bei mir auf, mit was ich denn mindestens rechnen darf.


    Konkret würde ich gerne folgende Verbraucher anhängen:

    2x Wohnwagenleuchten

    18v Makita Akku Ladegerät

    AA Batterieladegerät

    Hin und wieder kleinen 12v Druckluftkompressor zum Reifenaufpumpen.

    Wobei nur die Lampen im Dauerbetrieb wären. Der Rest bei Bedarf.


    Die genauen Wattzahlen der o.g. Dinge muss ich mir am WoEnde nachsehen.


    Grüsse

  • der Kompressor dürfte den meisten Strom ziehen, aber selbst die kann man normal am Zigarettenanzünder betreiben


    das schafft auch die AHK


    aber zu was im Anhänger, das kannst ja auch im Auto anstecken


    außer die Wohnwagenleuchte, und das wird kein 200W Teil sein

  • Den Kompressor kannst Du Dir auch ganz sparen und stattdessen eine gute Fahrradpumpe nehmen. Kein Witz, mache ich seit 15 Jahren so. Ich habe eine von SKS und brauche für 0,1 bar auf 185 R14 nur 15 Hübe damit. Dank häufiger Kontrolle ist meist auch nicht mehr nötig. Geht alles viel schneller als mit dem Kabel-Getüdel und bis 10 bar (wie beim Rennrad) z.B. für die kleinen 10-Zöller.

  • Servus,

    Das ist aber exakt das, was ich in meinem letzten Post meinte:

    Warum leuchten die Wohnwagenleuchten im Fahrbetrieb?

    Warum können die Ladegeräte nicht ins Zugfahrzeug? (spätestens das Makita würde ich eh aus ganz anderem Grund ins Auto: Lithiumakkus lose im Hänger unbewacht beim Fahren laden? Wäre mir zu heiß...)

    Und was hast du mit dem Kompressor vor? Wozu im Hänger und nicht im Auto betreiben? Reifen aufpumpen kannst eh nur im Stand.


    Ganz abgesehen davon, dass diese Biester gar nicht so ohne sind, was Stromaufnahme angeht, die sind ruckzuck bei 10A, eher 20A dabei, plus Anlaufstrom... (meiner wirft gerne auch mal ne Ziggisicherung und am mobilen 17Ah-Akku mit Batteriemanagement durch den Victron läuft der gar nicht erst an, weil da sofort die Unterspannungsabschaltung des Victron zuschlägt)

  • Hallo,

    Vielleicht hier noch etwas mehr Erklärung:


    Ich baue ja gerade einen Werkzeuganhänger (siehe extra Thread), den ich teilweise in einer Location mit Strom aber auch teilweise ohne Strom nutzen möchte. Um hier trotzdem im Dunkeln mein Werkzeug zu finden, brauche ich ein paar Lampen im Anhänger und in Notfällen nen Makita Akku aufladen. Und hin und wieder auch mal nen Kompressor um Sägespäne wegzublasen oder einen Reifen aufzupumpen. Idealerweise mit der Autobatterie. Langfristig mit nem Elektroauto, notfalls aber auch bei laufenden Motor, wenns denn sein muss.


    Sprich, nicht während der Fahrt sondern im Stand.