Beiträge von Gerhard2

    Hallo Manfred,


    ich meinte eigentlich nur das die Größe der Kraft, die beim Bremsen auf das Heck
    vom PKW wirkt, bei einem gleich schweren ungebremsten Hänger größer ist als
    bei einem gebremsten.


    Steffen


    Hi,


    ich glaube jetzt habe ich es auch kapiert. Bei stark nach oben zeigender Deichsel, niedrigem Schwerpunkt, geringer Stützlast, schwerem Anhänger und leichtem Autoheck kann das passieren. Bei einem gebremsen Anhänger kann das durchaus auch sein, da sich die Bremse am Anhänger erst nach einer gewissen Totzeit einregelt. Daher ist die Auflaufkraft anfangs recht hoch.
    Ich habe mal von einem TÜV-Prüfer (jemand mit richtig Ahnung) gehört, es solle eine Regelung geben, die Deichselwinkel von mehr als 15° verbietet. Auf Papier habe ich das aber noch nicht gelesen. Schlüssig ist diese Regelung allerdings allemal: Bei einer Auflaufbremse bleiben noch 96,6% Bremskraft und die vertikale Komponente erreicht eine Änderung um 25,9% der vertikalen Deichselkraft anteilig der Auflaufkraft.


    Gruß
    Gerhard


    Hi,


    das hört sich schlimmer an als es ist. Stell Dir zwei Federn vor die im elastischen Bereich belastet werden. Die eine Feder ist aus Stahl, die andere aus Kunststoff. Kurz nach der Belastung wird an beiden Federn die Federkraft gemessen. Dann werden die Federn fixiert in ihrer Längenänderung. Misst man die Ferderkraft nach kurzer Zeit abermals sollten beide Ferdern die gleiche Kraft aufweisen wie vorher. Misst man ein drittes mal nach Tagen, Wochen, Monaten, wird die Federkraft in der Kunststofffeder nachgelassen haben, in der Stahlfeder jedoch nicht. Diesen Effekt nennt man Relaxation.
    Das Setzen oder auch das Brechen von Stahlfedern hat mit diesem Effekt nichts zu tun. So etwas kann durch eine allmähliche Werkstoffversprödung in Teilbereichen der Feder entstehen.
    In der Kunststofffeder "gleiten" die Makromoleküle einfach nach einiger Zeit eine "Raste" weiter. Dieser Effekt ist je nach Kunststoff sehr unterschiedlich.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    die Bremsen verschleißen wie Bremsen halt so verschleißen. In der Ankerplatte auf der Rückseite sind Bohrungen zum Nachstellen der Bremse und zur Kontrolle der Einstellung. Da würde ich einfach mal reinglotzen ob noch Belag drauf ist oder das Ganze schon fault. Die Radlager unterliegen ebenfalls den natürlichen Verschleißgesetzen der Lebensdauerberechnung von Wälzlagern. Die Gummis der Federung unterliegen wenn dann dem Problem der Alterung evtl. auch der Relaxation. Wenn man nicht überlädt, bis der Arzt kommt sollten die aber schon ein paar Jährchen halten. Der ultimative Test könnte z.B. die Ausladung auf Nennlast sein. Die Einfederung sollte dann (angehoben bis Nennlast) etwa 5 cm sein. Des weiteren sollten alle Räder gerade stehen, auch bei Beladung und der Abstand der Räder zum Rahmen sollte ebenfalls bei allen Rädern nicht stark ungleich sein.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    eine interessante Abhandlung. Wenn nicht DDR oben drüber stehen würde (und keine Ladas oder Trabbis auf den Bildern wären) könnte das auch aus der BRD im Jahr 1988 sein.
    Nun, eine schräg stehende Deichsel ist nicht genau das gleiche, da es sich nicht um eine technische Änderung am Fahrzeug handelt. Du hast sicher Recht, wenn Du sagst der Hebel von 50 mm hat kaum Einfluss auf die Belastungen. Aber ich meinte ja auch nur, was wäre wenn. Rein hypothetisch und rechtlich.

    Zitat

    Eine nach unten zeigende Deichsel (Hänger hängt hinten runter) finde ich wesentlich
    kritischer (Entlastung der Hinterachse am PKW beim Bremsen)

    :confused:
    Das hab ich noch nicht so ganz kapiert. Stützlast ist Stützlast, die vertikalte Komponente der Deichselkraft. Die drückt auch bei schräger Deichsel nach unten. Beim Bremsen kommt noch die Nickbewegung (Kraftangriff im Schwerpunkt des beladenen Anhängers) auf die Kupplung dazu, wodurch sich die Deichselkraft nochmals etwas erhöht. Oder meintest Du die Verringerung der Bremskraft bei Auflaufbremsen durch schräge Deichseln und Zuggabeln?


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    Zitat

    ...mehr bodenfreiheit bis zum hydraulikzylinder bekomme und b die ganze fuhre etwas ruhiger wird.


    Wenn der Hauptzweck ein ruhigeres Fahrverhalten ist, solltest Du die Erwartungen durch andere Räder nicht zu hoch stecken. Die Unterstützung der Federung durch die Reifen ist zwar wichtig, wenn es aber Hauptnutzen der Änderung ist solltest Du hier sehr sorgfältig auswählen.
    Oder geht es um das Einsinken im Baaz (Morast). Dann sind große Räder wichtig. Ebenso sollte die Kippkante eine gewisse Höhe haben, sonst erreicht der Haufen mit Schüttgut irgendwann die Kante und nix geht mehr ohne Vorfahren (nicht die Ahnen!).


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    stell das Bild doch hier ein.
    Theoretisch ist eine nachträglich angebrachte Bohrung an der Deichsel nicht zulässig, auch wenn es eine 4,2er Bohrung für eine Niete in der Mitte eines Profil 120x50x4 ist. Das das aber absolut WURSCHT ist für die Festigkeit sollte hier ein Prüfer mit Gehirn kein Problem daraus machen, denke ich.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Ich habe keine Zweifel, dass das zulässig ist oder der Adapter hält. Durch die Form erhöht sich aber das Biegemoment in der Deichsel. Bei einer Bauartprüfung einer Zuggabel oder -deichsel müsste eine Kröpfung explizit nachgerechnet werden, was hier aber sicher nicht der Fall ist. Praktisch ist es so, dass das in einem vertretbaren Maß ist aber der Effekt ist da. Ergo?


    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    wie der Mani schon geschrieben hat, bringen die Stoßdämpfer als Mittel gegen das Hoppeln im Leerzustand wenig bis gar nichts. Besonders bei kleinen Anhängern ist das aber auch nicht wichtig. Insbesondere bei Anhängern ohne Bremse. Die Frage bleibt also, wieso soll ich hydraulische Stoßdämpfer installieren, wenn sie keinen Nutzen haben?
    Der Nutzen ist sicher, dass

    • es gut aussieht,
    • es Prestige bedeutet,
    • die Stoßdämpferhersteller ein Auskommen haben,
    • die Firmenchefs sich einen Porsche leisten können,
    • die Arbeitnehmer ein Einkommen haben,
    • die Wirtschaft angekurbelt wird
    • und meine Rente dadurch sicher ist. :)


    …Nein?
    Na gut, das war Blödsinn.
    Die Stoßdämpfer erhöhen die Sicherheit aber tatsächlich. Stell Dir einen langen schweren Anhänger vor (2500 kg, 5 m Aufbaulänge, hoher Schwerpunkt) und ein Zugfahrzeug mit ca. 2,7 m Radstand und einer Masse von 2000 kg. Mit diesem Gespann fährst Du mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h über eine Bodenwelle. Erreicht das Auto die Bodenwelle, wird sich die Deichsel des Anhängers heben und senken: Der Anhänger wird zu einer Nickbewegung (Schwingung) angeregt. Damit verbunden ist auch ein Schlingern, da das Auto nicht 100%-ig seine Spur halten wird. Erreicht der Anhänger die Bodenwelle, hebt und senkt sich er und wird so zu einer Schwingung angeregt. Schlinger- wie auch Nickschwingung müssen nun abgebaut (Dämpfung = Umwandlung in Wärme) werden, sonst addieren sich die Schwingungen bei der nächsten Bodenwelle und das Gespann havariert.
    Seitens des Anhängers setzten die Hersteller auf die Werkstoffdämpfung in der Gummifederung. Diese Dämpfung ist gut und in der Regel ausreichend. Eine deutliche Verbesserung schafft aber ein zusätzlicher RICHTIG DIMENSIONIERTER Stoßdämpfer. Seitens das Zugwagens übernehmen ebenfalls Stoßdämpfer (+Federn) diese Aufgabe.

    Besonders problematisch ist das Schlingern für die Sicherheit. Es ist dafür verantwortlich, dass man das Fahrzeug nicht mehr in seiner Spur halten kann und die Straße ungewollt verlässt oder in Kombination mit Nicken das Gespann umfällt.

    Wer möchte kann eine Schlingerkupplung einbauen, die ebenfalls diese Schwingungen abbaut. Leider sind den Schlingerkupplungen aufgrund ihrer Einbauposition und Bauart Grenzen gesetzt.
    Ein Drehschemelanhänger wird in diesem Fall kaum schlingern, da er vorne und hinten Seitenführung besitzt. Nickbewegungen könnten vorne und hinten an den Achsen besser abgebaut werden.

    Warum springt der leere Anhänger genauso wie ohne Dämpfer?
    Die optimale Dämpfung (Abbau von kinetischer Schwingungsenergie) erfordert eine bestimmte Dämpfungskonstante bei einer bestimmten „Schwingungsgeschwindigkeit“ und einer bestimmten Masse des Schwingers (nicht swinger!).
    Die im Dämpfer der Schwingung erzeugte Gegenkraft ist bei einem leeren Anhänger zu hoch. Daher erlaubt der Dämpfer dem Anhänger nicht einzufedern: Resultat: Keine Verbesserung. In diesem Zusammenhang sollte auch auf die richtige Einbaulage des Dämpfers geachtet werden, da er eine Zug- und eine Druckstufe hat.

    Bei kleinen Anhängern und schweren Zugfahrzeugen wird es dem Anhänger nicht so leicht gelingen, diese Schwingungen auf das Auto zu übertragen. Das Auto übernimmt für beide Fahrzeuge die Dämpfungsaufgabe. Daher ist der Nutzen hier geringer.

    Fazit:
    Dämpfer sind zwar nicht so wichtig wie meine Rente aber auch nicht immer schlecht. ;)

    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    ich würde wahrscheinlich auch dem Ratschlag vom Mani folgen. Zum Preis von einem Schräglenker bekommst Du eine komplette Achse inkl. Radlager, Verzinkung, Federung und Bremse, die einfach mit zwei oder drei Schrauben pro Seite befestigt wird. Dann hast Du die nächsten Jahre keine Probleme mit der Achse. Wenn Du so etwas ansehen möchtest, gib einfach mal bei ebay "Anhängerachse" ein, da werden Sie gesehen!


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    interessante, naheliegende Lösung. In dieser Größenordnung ändert sich sicher wenig an den Belastungen in der Deichsel. Ist der Bausatz für "alle" Anhänger freigegeben? Interessant wäre zu wissen, wer bei einem Bruch der Deichsel die Haftung übernimmt. Das ist sicher weniger ein technisches als mehr ein rechtliches Problem.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    Zitat

    ...den Passat meines Kollegen genommen
    mit 2,0 TDI 170PS DSG Getriebe und meinen Anhänger, also beim Anfahren und Rückwärts fahren
    läßt das DSG die Kupplung sehr lange schleifen ich weiß nicht wie das dann aussieht beim häufigen
    betrieb mit Anhänger, desweiteren muss ich sagen das sich das DSG mit Anhänger ein paar mal verschaltet
    hat auf der Autobahn....


    das ist der Punkt. Wie lange hält die Kupplung beim DSG, z.B. beim VW-Bus, wenn er im gewerblichen Baustellenhandwerkeranhängerkampfeinsatz ist?


    Gruß
    Gerhard


    P.S.: Soweit ich weiss, baut Volkswagon zwei verschiedene DSG ein. Hat der Passarati das größere? :kratz: :confused:

    Hi,


    Bohrungen in einem Rahmen sind durchaus möglich. Wenn man sie in den Bereich geringer Spannung des Trägers legt, haben sie kaum Kerbwirkung und die Festigkeit des Trägers bleibt unverändert. So wie es jetzt aussieht ist es keine schlechte Lösung. Allerdings bin ich mehr der Freund geschlossener Profile.


    Gruß
    Gerhard