Beiträge von Gerhard2

    Hi,


    mit einer sehr langen Deichsel kann man schon einiges von der hohen Stützlast abfangen. Gegengewichte hinten drin sind irgenwie kontraproduktiv, finde ich. Vielleicht kann man ja noch irgend etwas auf der Deichsel montieren, wie z.B. eine Blende, damit es nicht komisch (freie Deichsellänge) aussieht.


    Gruß
    Gerhard

    Ist es nun egal ob die AE oben oder unten drauf geschraubt wird ?


    Hi,


    drunter würde ich die AE bei so einer Deichsel nicht befestigen, dann wird´s wirklich schief. Halten sollte es trotzdem. Es ist ja genug Sicherheit drauf. Durch Distanzbuchsen kann die Sache natürlich ausgeglichen werden, wie Du ja selbst schon bemerkt hast.
    Wenn man jetzt noch mehr :belehr:-rt und :klugscheiss:-t, könnte man auch noch anmerken, die AE ist nicht mehr paralell zur Auflaufrichtung. Und damit verringert sich die Bremswirkung.


    :ichmussweg:Gerhard

    Moin,
    ich bin da ziemlich unbeleckt, deshalb bitte reingrätschen, wenn ich Unsinn fasel.
    Die 700 daN sind doch die "Vorspannung" des Gurtes (Begriff ist sicher nicht fachgerecht). Also mit welcher Kraft die Ratsche den Gurt angezogen hat. Dieser Wert liegt meist um ein vielfaches unter dem Nennwert des Gurtes und ist abhängig von der verwendeten Ratsche. Auf dem Tonnageband der Ratsche ist das als STH- (SHT oder so ähnlich) Wert angegeben.
    Mit (m)einer Standardratsche (2-tonnen-Gurt) kriegt ich 300 daN an Vorspannung aufgebaut. Wenn ich weiter unterstelle, dass die 300 daN auf beiden Seiten nach unten ziehen, dann hätte ich schon 600 daN. Also brauche ich einen weiteren Gurt um mindestens auf die 700daN "Vorspannung" zu kommen. Oder ich nehme Gurte mit längerer Ratsche, die dann eine höhere "Vorspannung" ermöglichen. Oder ich hänge mich mit 2 Mann an den Ratschenhebel um die 300 daN zu toppen (wird aber schwer das einem Kontrolleur zu beweisen).
    Oder: Ich erhöhe µR indem ich eine Antirutschmatte unterlege.


    Gruss georg123


    Hi,


    jep, die Zahl auf dem Zettel ist die zul. Zurrkraft im Gurt bzw. der Ratsche (Ratsche und Gurt passen ja zusammen).
    Jep, der Gurt zieht auf beiden Seiten. Wodurch sich der "Zurreffekt" verdoppelt. Wenn der Gurt nicht ausreichend ist, kann ich einen stärkeren oder zweiten Gurt nehmen zur Sicherung.
    Wenn ich eine Antirutschmatte verwende, erhöht sich µR und ich benötige keine so hohe Vorspannung.
    Durch den Zurrwinkel muss ich aber pro Seite eine Kraft von ca. 390 daN anstelle von 350 daN aufbringen. Mit einem 400 daN-Gurt ist das Ganze dann ziemlich grenzwertig.


    Gruß
    Gerhard


    Beispiel:
    Wie muss der Spanngurt gewählt werden (siehe Bild), damit die (starre) Ladung ausreichend gesichert ist?


    Hi,


    ich wollte das ja eigentlich noch fertig überlegen. Durch die Gewichtskraft wird die Ladung am Rutschen gehindert. Bei einer Haftreibungszahl von µR = 0,1 würde das bedeuten, die Gewichtskraft wirkt mit ca. 1000 N gegen das Verrutschen.
    Die maximal mögliche Rutschkraft ist jedoch 8000 N (80% von FG). Also brauchen wir einen Gurt der mit mind. 7000 N (700 daN) die Ladung nach unten zurrt. Zu beachten ist dabei auch der Zurrwinkel. Je größe er ist, desto weniger Kraft zurrt nach unten, desto höher ist die Gurtspannung. Bei 45° wären das z.B. so etwa 70%. In dem Beispiel (Bild) wären es ca. 90%. D.h. aber auch, dass eigentlich ein ziemlich popeliger Gurt ausreichen würde die Ladung zu sichern.


    Womit ich nicht dienen kann sind die ganzen Reibungszahlen µ. Ich habe aber herausgefunden, dass der Wert 0,1 bei Siebdruckplatten meist sicher ist, z.B. mit Gitterboxen. Mit Holz(-kisten) sowieso. Hat jemand von euch das irgend eine Übersicht? Was konkretes habe ich auch auf den Seiten für Ladungssicherung nicht gefunden (evtl. bin ich auch blind...)


    Gruß
    Gerhard

    Hallo Manfred,


    da hast Du wohl Recht. Ich versuche es etwas konkreter zu machen:
    Eine Schraube M12 (Regelgewinde, Steigung 1,75) hat einen Spannungsquerschnitt von 84,3 mm2 . Die Steckgrenze wird mit erste x zweite Zahl x 10 bestimmt, die Zugfestigkeit mit erste x100. Wird die Schraube über die Steckgrenze hinaus belastet dehnt sie sich. Wird sie über die Zugfestigkeit hinaus belastet, reisst sie.
    Die theoretisch max. zul. Schraubenkraft (ohne Sicherheiten) einer M12 wäre also 53952 N. Auf der Erde wären das etwa 5,5 t. Abreißen würde die Schraube bei etwa 67440 N. Auf der Erde wären das etwa 6,9 t. Tatsächlich darf dieser Wert aber niemal ausgereizt werden. In der Realität ist es oft so, dass kleine Schrauben zu fest, große Schrauben zu leicht angezogen werden ohne Drehmomentschlüssel.
    Wird in eine "schräge" Blechdeichsel (3 mm) eine gerade Hülse geschoben reicht diese Kraft aber allemal aus, das Blech an die Hülse zu pressen. Ist diese Hülse gerade, wird die Schraube praktisch nicht "gebogen".


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    Schrauben sollten grundsätzlich nicht "gebogen" werden, sie sind nicht dafür ausgelegt. Auf für "Scherung" sind sie nicht gedacht.
    Die Zahlen 4.6 8.8 10.9 12.9 beziehen sich auf Streckgrenze und Zugfestigkeit bezogen auf den Spannungsquerschnitt (der etwas größer ist als der Kerndurchmesser).
    Eine Schraube 8.8 hat z.B. eine Streckgrenze von 8x8x10 N/mm2 = 640 N/mm2 . Bei einem Spannungsquerschnitt von 10 mm2 kann die Schraube mit 6400 N belastet werden ohne sich zu dehnen. Abreißen wird sie erst bei 8000 N.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    auch als NichtExperteFürLadungssicherung weiß ich, dass egal ob gewerblich oder nicht-gewerblich, die Ladung nach den Vorschriften gesichert werden muss. Geschwindigkeitsbeschränkungen müssen ja auch von gewerblichen oder nicht-gewerblichen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Als Grundlage der Vorschriften gilt, eine Ladung muss so gesichert werden, dass sie bei möglich auftetenden Kräften während der Fahrt nicht verrutschen kann. Sie muss also nicht so gesichert sein, dass sie auch bei einem Unfall in jedem Fall auf dem Anhänger bleibt. Konkret bedeutet das, dass die Ladung mit mehr als 80% der Gewichtskraft nach vorne und mit mehr als 50% der Gewichtskraft nach hinten und zur Seite gesichert sein muss. Für die Sicherung gilt ausserdem, dass die Kräfte nicht gleichzeitig auftreten.


    Beispiel:
    Wie muss der Spanngurt gewählt werden (siehe Bild), damit die (starre) Ladung ausreichend gesichert ist?


    Gruß
    Gerhard

    Morgen Alex,


    den Rahmen kann man auch im Inneren zum Schrauben machen. Das ist absolut zulässig. Aber vieeel mehr Arbeit. Wie wenn Du den Rahmen zum Schweißen vorbereitest und von einem Schlosser zusammenbraten lässt? Wenn alles passt sind das weniger als 2 Stunden Arbeit inkl. Einrichten der Träger.



    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    ich auch nicht. Aber bei Alko bekommst Du die Dinger bestimmt, zu einem Preis der zwischen gratis und Unverschämtheit liegt für ein Spritzgussteil. Einfach mal nachfragen. Wenn nicht, lass die Dinger doch einfach weg, hau ordentlich Koservierung in die Schwinge (is sowieso gescheiter) oder kleb das Loch einfach zu.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    dieses Chassis ist völlig ungeeignet um Holzplatten direkt auszuschrauben. Diese Dinger sind dazu da, einen Aufbau, welcher Art auch immer, aufzunehmen. Eine Standart-Platte 2500x1250 oder auch 2500x1500 darf bei normaler Beladung keine größere Stützweite als die halbe Plattebreite (1250:2=625) haben. Bei Autos um die 1000 kg ist das auch ausreichend. Bei hohen Belastungen muss man auf 21 mm Dicke gehen oder den Unterbau enger machen. Ich habe bei meinem Anhänger z.B. auch nur einen 18 mm-Boden. Geladen wird aber manchmal ein Traktor mit ca. >3200 kg (mit Anbaugeräten). Im Bereich der Räder sind aber jede Menge Längs- und Querträger. In der Mitte würde der Traktor durchbrechen.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    die Sprinterallrad-Modelle stammen nicht von Mercedes, Puch oder Steyr. Sie werden in Handarbeit mit Teilen von Toyota oder in Eigenfertigung hergestellt. Daher ist der Preis so hoch. Benötigt man einen Kastenwagen der Sprinterklasse, gibt es jedoch keine Alternative dazu. Kein Hersteller bietet so ein Fahrzeug serienmäßig an. Wegen Preis und geringer Kompaktheit kommt ein solches Fahrzeug nicht in Frage. Mein "Wunschvorstellungspickup" wird leider so nicht angeboten. Am nächsten kommen der Sache aber der Toyota HZJ79 und der Landrover Defender 110. Der Toyo hat die richtige Größe bei 3,5 t zGG. Auch wenn richtig Gewicht auf der Ladefläche ist, fährt man nicht gleich ein schwankendes Schiff. Er hat einen 4,2 l Reihen-6-Zyl. Saugdiesel, der wünderschön schnurrt aber säuft und lahm ist. Er liegt bei ca. €40.000,- und ist äußerst langlebig. Einzige Schwäche bei Zuschaltallrad: Das Verteilergetriebe. Der Defender ist unschlagbar preiswert. Hat serienmäßig vier Schraubenfedern und Permaallrad, wenn auch ohne Sperren. Der Diesel von Ford ist sparsam, sauber und durchzugsstark. Schwächen: Alles! In dieser Klasse gäbe es dann noch den Iveco Massif. Mit Ausnahme des Motors ist der aber auch eher na ja.


    Also was bleibt???


    Gruß
    Gerhard

    Hallo Alex,


    die Sache mit der Höhe ist kein Problem. Allerdings würde ich dringend raten erst einen Rahmen für Achse und Deichsel zu bauen und dann die Hütte draufsetzen. Das ist sicher, spart viel Zeit und Arbeit.


    Gruß
    Gerhard

    Worauf achten? Wenn ich mich recht erinnere, gibt es (mind.) zwei Sorten Quadratrohre:


    1. Stahlbauhohlprofile (MSH-Rohre) im Stahl-/Hallenbau zugelassen
    2. Quadratrohre für Geländerkonstruktionen etc. (Schlosserbedarf)


    Ich könnte mir vorstellen, dass die zweite Sorte für eine Zugdeichsel nicht verwendbar ist.


    Hi,


    es ist auch möglich solche Rohre zu verwenden. In der Regel ist das S235. Manchmal auch S355. Beides sind ausgezeichnete, sichere Konstruktionswerkstoffe, gut schweißbar mit hoher Festigkeit. Bei einer Festigkeitsuntersuchung geht der Werkstoff selbstverständlich in die Berechnung mit ein.


    Gruß
    Gerhard

    Guten Morgen Alex,


    Nullplan is nich jut. Aba hier wird Dir sicher geholfen.
    Ist die Deichsel mit dem Anhänger verschraubt oder offensichtlich nicht tragend, ist ein vollständiger Festigkeitsnachweis nach Anlage StVZO (identisch mit EU-Richtlinie weiß-ich-jetzt-Nr.-nicht-auswendig) fällig. Da der Plastikbomber aber sowieso einen Boden aus Blech so dünn wie Zeitungspapier hat, muss da zwangsläufig ein kleiner Hilfsrahmen her. Dann würde eine Festigkeitsabschäzung der Einfachheit so aussehen: D-Wert bestimmen und zusammen mit Stützlast und Sicherheiten ein schnelles FE-Modell erstellen.
    Wie kommst Du ausgerechnet auf ein 80x80? (mir fallen so aus dem Stegreif erst mal die Anschlüsse 60x60, 70x70, 100x100 und 120x120 in 4 und 5 mm Stärke ein). Was spricht gegen eine V-Deichsel? Das wäre einfacher zu bauen und außerdem leichter.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    Zitat

    Was tun?


    Man könnte das nachrechnen. Nachdem das Rohr ja wohl Teil des Rahmens ist, sollte eine einfache rechnerische Abschätzung genügen. Ein kompletter Festigkeitsnachweis für eine Typprüfung ist schon ein bischen aufwendig.


    Gruß
    Gerhard

    Hi,


    die Geschichte mit dem Verbrauch ist ein Argument. Wie eben der Landroverfahrer sagt, ich kann eine ganze Menge in meinen Defender reinreparieren, bis ich den Preis eines Landcruisers erreicht habe.
    Wobei der alte Patrol 160/260 mit seiner Reiheneinspritzpumpe aus dem Lkw-Super-robust-Regal schon irgendwie schön war (und erst der Reihensechser). Da konnte man im Sommer auch mal günstig bei der Metro Pflanzenöl tanken. Ohne Umbauten. Ohne Probleme. Er hat auch dann nicht mehr ganz so übel gestunken... :gnade:


    Gruß
    Gerhard