Beiträge von Gerhard2

    ... Als die Bremsanlage kam, wurde sie auch umgehend abgeholt: Bremszylinder und Anhängerbremsventil. Aus Erfahrung klug geworden hab ich dann auch mal überprüft, ob die Zylinder überhaupt passen. Bingo! Die vorderen Zylinder haben nicht gepasst, es waren andere. Man hätte die Halter ausfräsen müssen. Also wieder zurück zu Herrn D....


    Aber in der Zwischenzeit habe ich mich an die Anhängerkupplung gemacht; Geplante Anhängelast so groß, dass der unbeladene Kipper angehängt werden kann, also so ca. max. 1000 kg. Nachteil des Dreiachsers ist dabei, dass er hinten einen deutlichen Überhang hat, damit bei gleichmäßiger Beladung alle drei Achsen gleichmäßig belastet werden. Das macht sich aber nicht so gut beim zweiten Anhänger. Außerdem wollte ich sicher sein, dass es bei einem unbeladenem ersten und beladenem zweiten Anhänger nicht zu Problemen kommen kann, falls mal jemand anderer das Gespann bewegt. Tatsächlich ist es aber so, dass es ganz gut funktioniert, das wusste ich aber vorher noch nicht so genau. Die zul. Geschwindigkeit mit zwei Anhängern ist 60 km/h.
    Die beiden letzten Bilder sind etwas später entstanden, kurz vor der Demontage und dem Durchschweißen. Es wurden auch noch in der Zwischenzeit zwei zusätzliche Streben zum Längsrahmen eingebaut. Im Hintergrund sieht man den 60 l Luftkessel und die Feststellbremse, die auf die zweite Hinterachse geht. Die AHK hat ein Alko-Wechselsystem mit Kugel und starrer Maulkupplung (40 mm). Ein altes Kennzeichen diente nur als Positionshilfe für das Kennzeichenlicht. Das Profil mit der Bohrung ist zweimal vorhanden. An ihnen könnten die Luftanschlüsse für einen zweiten Druckluftanhänger angeschlossen werden, was aber bis heute nicht geschehen ist. Die blaue Anschluss ist der Diagnoseanschluss für das Anhängerbremsventil mit ABS.


    Fortsetzung folgt...

    ... Mit der Grundkonstruktion des Rahmens, ging es dann an die Bremsanlage. Also erst mal zu Herrn D. und die Teile für die Bremsanlage bestellen. (Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass da natürlich auch nicht alles so problemlos war...) Doch zunächst gings erst mal an den Rest des Aufbaus. Bei den Bordwänden habe ich mich für eine Höhe von 400 entschieden, beim Boden bin ich bei 18 statt 21 mm geblieben. Das ist in dieser Gewichtsklasse zwar eher wenig , aber der Unterbau ist am Rand recht engmaschig. Und bisher hat es beim Auffahren noch keine Probleme gegeben.
    Und die Zuggabel fehlt ja auch noch.


    Fortsetzung folgt...

    ...
    nun, während des Wartens war ich natürlich nicht ganz untätig. Der Anhängerrahmen wurde in seinen Grundzügen fertig gestellt (inkl. Buchsen) und der Rahmen für die Vorderachse ebenfalls. Zum Umdrehen der Konstruktion war der Frontlader sehr hilfreich. Und so ging es an das Montieren der Hinterachsen.


    Fortsetzung folgt...

    Hi,


    ich hab noch was zur Zugmaschine:

    • Eine Zgm dient (Nutzen) ausschließlich oder überwiegend dem Zweck zum Ziehen von Anhängern.
    • Bei zweiachsigen Zgm darf die (Hilfs-) Ladefläche nicht länger als das 1,4-fache der vorderen Spurweite sein.
    • Die Zuladung (Ladefläche) darf nicht mehr als das 0,4-fache des zul. Fahrzeuggewichts sein
    • Auf der Ladefläche dürfen keine Sitze sein.
    • Die Anhängelast muss mind. das 1,4-fache des zGG sein.


    Bei Fahrzeugen die nicht zugmaschinentypisch sind (z.B. Geländewagen) kommt hinzu:

    • Die Zugkraft den der AHK muss mind. das 0,3-fache des zGG in N sein bei >5 km/h.
    • Die erforderliche Motorleistung bei eta=0,65 muss größer als zGG x >5 km/h / 788 sein.
    • Die Art der AHK spielt dabei keine Rolle.


    Gruß
    Gerhard

    ...


    So verging die Zeit bis zum Anholen der Achsen. Als es soweit war, fuhr ich mit Schemelchen erneut los, um selbige zu holen. Doch dort angekommen, wartete eine kleine Überraschung auf mich.


    Fortsetzung folgt...


    ...Die Überraschung war in der Form, dass es die falschen Achsen waren, der falsche Achstyp. Mittlerweile fand ich das dann auch nicht mehr so lustig. Nach weiteren 8-9 Wochen waren dann die richtigen Achsen endlich da. Interessanterweise haben diesmal die Bremsstagen für die Membranzylinder nicht gepasst, einige waren zu lang. Also: Wieder zurück damit, ich wollte sie nicht abschneiden und ein Gewinde drauf, schliesslich waren die Achsen nicht ganz billig. Zudem wollte ich ein verzinkes Gewinde. Tja, was soll ich sagen, die Bremsstangen kamen abgesägt, ohne Fase am verschlagenen Gewindeanfang und mit einer dicken Schicht ZinkklebefarbSCHEISSspray wieder. Also Fase dran, Gewinde nachschneiden und, na ja, die Bremse war ja noch gar nicht dran. Dass die Umlenkhebel für die Bremszylinder schief zusammen geschweißt waren hielt ich auch nicht unbedingt für ein Gütesiegel.


    Fortsetzung folgt...

    Hi,


    also ich würde bei auf jeden Fall bei den max. zul. Maßen bleiben. Alles andere ist einfach nur nervig und teuer beim Umsetzen. Wenn der Wagen zu klein ist, kann man ja Klapp- oder Ausziehlösungen finden. Ich kannte mal einen solchen Wagen auf einem 18 t Fahrgestell (nachdem er mit seinen 12 t zu schwer für das Bauwagenfahrgestell geworden ist). Das war eine richtige Wohnung mit Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Hausflur. Sogar einen Speicher im ersten Stock hatte das Teil, zum Aufstellen. Ich fand den eigentlich nicht zu klein...


    Gruß
    Gerhard

    ...beim Aufbau wurde immer darauf geachtet alles möglichst gerade und im Winkel zu machen. Dazu habe ich wenn immer möglich oder sinnvoll, Profile mit Schraubzwingen zum Heften oder/und einrichten, festgespannt. Mit Hilfe von Anrissen konnte die Winkligkeit besser ermittelt werden (Bild).
    Damit die Konstruktion nicht wieder aus dem Winkel geht, habe ich zwei gegenläufige Diagonalen auf unterschiedlichen Höhen festgeheftet, die erst sehr viel später entfernt wurden.


    Für das spätere Verzinken wurden Ab- und Zulauf-Schlitze mit der Flex eingeschnitten.


    Der Drehkranz wurde am Rahmen angebracht; Die Hülsen für die Schrauben sind auf den Bildern noch nicht zu sehen.


    So verging die Zeit bis zum Anholen der Achsen. Als es soweit war, fuhr ich mit Schemelchen erneut los, um selbige zu holen. Doch dort angekommen, wartete eine kleine Überraschung auf mich.


    Fortsetzung folgt...

    ... mit ca. 8 Wochen Lieferverzug durfte ich dann die Achsen abholen. Als wir sie gerade mit dem Stapler auf Schemelchen aufgeladen hatten, dachte ich so bei mir, da ist irgendwas nicht richtig! :confused: Das kann ja wohl nicht sein! :kratz: Die Vorderachse hatte das richtige Auflagemaß, die Hinterachsen waren aber breiter als die vordere :shocked:!
    :mad:!!!
    Also zwei Achsen wieder zurück und nochmals warten. Eine durfte mitfahren (Bild).


    In der Zwischenzeit hatte ich aber begonnen den Rahmen aufzubauen: Zuerst wurden die Böcke ausgerichtet und dann die Profile eingerichtet. Ein starkes gerades Rechteckrohr hilft dabei. Es verhindert ausserdem Verzug beim Heften. Nach dem ersten Rahmenträger wurde der zweite darüber gelegt, um so zwei identische Träger zu erhalten. Kleine Unterschiede in der Form des Rohmaterials wurden mit der Hilfe der Hydraulik korrigiert (Bild).


    Fortsetzung folgt...

    Hi,


    ähnliche Lösungen gibt es manchmal bei den "älteren Lkw-Fernreisenden-Autos", u.a auch damit das Fahrzeug weiterhin als Lkw und nicht als Wohnmobil besteuert werden kann. Die Ausführungen sind extrem vom Budget abhängig. Eines sollte aber, wie Fido schon erwähnt hat, unbedingt beachtet werden: Der Mensch scheidet auch beim Schlafen Wasser aus. Damit das nicht zum Problem wird, sollte Vorsorge getroffen werden, besonders bei Kälte, wenn eine ausreichende Belüftung ungünstig ist.
    Also wieviel teuer Geld darf´s kosten?


    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Zitat

    ...Wenn der Geldbeutel nicht riesig ist schau nach einem Frontera B 2,2dti Limited mit 120 PS, der ist allerdings im Alltag ohne Anhänger eher eine Zeitverzögerungsmaschine :rolleyes:.


    :biggrins:
    Das geht noch besser: Nissan Patrol 260 Diesel: 110 PS, zul. Gesamtzugmasse 7,8 t. Wenn da der Berg kommt: ;(. Und dann hatten die 110 PS- den gleichen Kühler wie die 95 PS-Autos. Für die 110 PS war der aber etwas zu klein: ;(;(;(.


    :tongue: Gerhard

    Hi,


    mach doch mal ein Rechenexemel: Du wirst den Anhänger evtl. 15 Jahre benutzen. In dieser Zeit wird er Dir unheimlich hilfreich sein und viel Geld sparen. Wieviel Zeit und Geld auf die Nutzungsdauer darf der Anhänger also am Anfang ausmachen?
    Noch etwas: Ich habe einmal den Fehler bei meinem 3 t Kipper gemacht das günstigste zu kaufen. Ich muss mich jedes mal (seit 5 Jahren) wieder ärgern, dass ich nicht den 3,5 t-er genommen habe, der Kippwinkel zu klein ist, das Ding keine vernünftige Zurrmöglichkeit hat, usw. usw. Würde ich nochmal vor der Entscheidung stehen, ich würde die €1500,- Mehrpreis sofort ausgeben.


    Gruß
    Gerhard

    ...bewaffnet mit meinem Laptop, Schemelchen und meinen Berechnungen bin ich dann bei dem Prüfer, Herrn H., aufgeschlagen. Herr H. war sehr erfreut über meine gute Vorbereitung und hat mir signalisiert, dass "wir das so machen können". Beim Stichwort "Eigenfertigung der Zuggabel" hat er etwas gezuckt, aber nachdem er nochmal in seine schlauen Unterlagen und seinen TÜV-Computer befragt hat, war er ein wenig besänftigt. Die Idee eine Anhängerkupplung an den Anhänger zu machen hat ihn überraschender Weise wenig gestört. Er wollte nur wissen, wie viel Anhängelast er kriegen solle, und mit der Antwort 900-1000 kg war er wiederum beruhigt.
    Herr H. vom TÜV-Süd war sehr freundlich und auch sehr kompetent. Im Weiteren war er auch der gewissenhafteste Prüfer den ich je erlebt habe. Bei der späteren, eigentlichen Abnahme hat er sogar die Prüfzeichen der Beleuchtung überprüft.
    Ich habe mit Herrn H. die Telefonnummern ausgetauscht und bin mit dieser frohen Kunde im Gepäck dann zum Fahrzeugteile-Händler meines Vertrauens gegangen, Herrn D. Herrn D. muss an dieser Stelle ausdrücklich großer Dank ausgesprochen werden, er hat mir bei Problemen immer wieder geholfen und war bei den Recherchen unvorstellbar hilfreich. Denn so ein Vorhaben war für mich, Herrn D. und auch Herrn H. bisher einzigartig. Im kommenden Jahr habe ich seeehr oft mit den Herren H. und D. telefoniert. Der Gedanke, das sei wie bei Schemelchen, nur mit anderer Bremse, ist schnell verraucht.


    Also: Ich baue die Anhänger gewöhlich von unten nach oben auf, d.h. als erstes sollten die Achsen im Hause sein. Gesagt, bestellt, bei ALKO. Damit hat dann auch der "Spaß" richtig angefangen. :mad:


    Fortsetzung folgt...

    Servus Mani,


    hast Du Dir eigentlich schon mal überlegt, was so ein Holzreifen für einen Vorteil hat?! Stellen wir uns vor, wir fahren in einen Nagel. Was ist dann bei einem Luftrad? Genau: :scheisse:.
    Was machen wir bei einem Holzreifen: Genau :biggrins:, Nagel reinhauen und weiter fahren.


    :nochfragen: Gerhard

    peter,


    haut´s mit dem Professor hin? Ich habe in jüngeren Jahren auch mal einen Werkstattkompressor aus einer Schreinerei erworben: Bj. 1964, ca. 500 kg schwer, Langsamläufer von Boge für DM 320,- als Bausatz aber in Bestzustand mit sehr wenig Betriebsstunden. Neupreis in 1964 ca. DM 5000,-. Mehr als 20 Jahre später läuft der immer noch so wie am ersten Tag. Ich bin mir auch sicher, dass mich dieser Kompressor überleben wird.
    Also: Kann ich sehr empfehlen.


    Gruß
    Gerhard