Beiträge von Gerhard2

    Hallo Christian,

    eine stabile Rohrkonstruktion aus 30x30x1,5 und 20x20,1,5 wäre sehr leicht. Da aber die Höhe des Rahmens dem Biegemoment (statisch) des beladenen Anhängers folgen muss, kommen wir zum Problem Türe öffnen. Wie hoch ist die untere Türkante über dem Boden?

    Alternativ kann man an Stellen hoher Biegespannung auch Rohre übereinander setzen. Wirken nur Querkräfte kann man einen kleinen, leichten Querschnitt wählen (statisch).

    Gruß
    Gerhard


    Hi,


    handwerklich ist der Anhänger zunächst mal "in Ordnung". Daher wird es schwer sein dem Hersteller die Kosten für Änderungen aufzudrücken, wenn er von sich aus nicht bereit ist (einen Teil? zu übernehmen). Tatsächlich werden die Dinger aber lange schon so gebaut, was ich nicht verstehe, mich würde es tierisch nerven mit so etwas zu fahren.
    Grundsätzlich ist in diesem Fall der Drehschemel wohl die bessere Wahl, da ein 6m-Tandem mit Hebebühne ein richtiges Geschaukel sein kann.
    Qualitativ (Verarbeitung) ist der Hersteller sicher auch eine gute Wahl, aber die Konstruktion der Drehschemel würde ich gänzlich anders machen:


    • VA-Achse möglichst weit nach vorne
    • ALKO B2000 (oder höher oder Parabelgummi)
    • keine offenen Profile beim Drehkranz
    • Knotenbleche
    • Stoßdämpfer vorne (und hinten)
    • etwas breitere/härtere/anderer Querschnitt Reifen


    Um das Ding freundlicher zu stimmen würde ich mindestens Stoßdämpfer anbauen und zwar die roten Alko. Bei einem 2-Achser ist es sinnvoll das an VA und HA zu machen. Das ist einfach und bringt schon etwas. Sehr effektiv ist die Sache mit den Parabelfedergummis. In Deinem Fall würde ich auf die Feder mit M12-Gewinde gehen, Platz ist ja genug. Am besten ist, wenn Du eine Möglichkeit vorsiehst die Gummis in der Höhe einstellbar zu machen (z.B. durch Unterlegen oder Langlöcher) für evtl. Feintunig. In der Grundeinstellung dürfen die Gummis in Deinem Fall aber die Achsschwingen schon fast berühren. Wenn Dir das immer noch nicht genügt solltest Du mal über eine andere AHK nachdenken und reicht das auch noch nicht, kann man an der Auflaufeinrichtung noch ein bischen etwas machen. Die AHK ist dabei die teuerste Änderung. Wenn das alles immer noch nicht ausreicht, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dann ist eine Verbesserung nur noch über gravierende konstruktive Änderungen möglich: Anzahl der Achsen, Stahl- oder Luftfederung, progressiver Deichsellängeausgleich mit Dämpfung. Also Koffer auf neues Fahrwerk.


    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    bei einem Spitzdach geht es nur in der Mitte ein wenig nach oben, das ist alles. Für den Metallbauer ist das kaum Mehraufwand. Der Planenmacher könnte etwas mehr meckern :mad:. Aber dafür :dollar::dollar::dollar:.
    Leicht wird es vor allem, wenn die Plane dünner wird. Um beim Gestell Gewicht zu sparen könntest Du auf ein 40x40x1.5 oder 40x30x1.5 plus Knotenbleche / Steben gehen. Welche Freie Biegelänge hat denn die Plane über dem Aufbau?

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Pädi,

    Zitat

    ach ja, das werk meint dies ist ein normals fahrverhalten eines drehschemmels... das mein beifahrer nicht mal einen kaffee trinken kann ohne was zu verschütten ist denen egal...


    Also ich habe selbst auch einen Drehschemel und muss sagen, das ist absolut nicht normal. Wenn ich mir das Teil aber so anschaue, muss das so sein. An der Konstruktion lässt sich ja aber leider nichts mehr ohne großen Aufwand ändern.

    Der Hauptgrund für das Verschütten des Kaffees ist das Abklingen der angeregten Schwingung: Fähst Du über eine Bodenwelle wird der Anhänger zum Federn angeregt, das nach ein paar mal rauf-runter abklingt. Dieses Schwingen ist das Übel. Nachdem der Anhänger ein recht hohes Eigengewicht hat, kann man aber Stoßdämpfer mit hoher Dämpfung einbauen, ohne dass die Fuhre bei Leerfahrten springt wie eine Gazelle (Du musst Dir keine Umstände mehr machen wegen der Achsgewichte bei diesen Verhältnissen).
    Die Parabelgummifeder bringt vier Effekte:
    1. Die Nickbewegung beim Einfedern ist geringer durch höhere Federhärte.
    2. Es ist eine zusätzliche, progressive (Werkstoff-)Dämpfung
    3. Durch progessive Federkennlinie und Dämpfung klingt eine angeregte Schwingung sehr schnell ab. Die Eigenfrequenz der angeregten Schwingung ändert sich mit der Einfederung.
    4. Das Ansprechverhalten der Federung bleibt gut.

    Eine weitere Möglichkeit wäre einen Längenausgleich an Deichsel oder Anhängerkupplung vorzusehen.

    Die Gründe warum man beim modernen Lkw nichts davon spürt sind bessere Federung, gefederte Kupplungen (Längenausgleich) und enkoppeltes Führerhaus. Berücksichtigt man diese Dinge und baut einen Drehschemel ordentlich wird das Fahrverhalten angenehmer als mit einem Tandem bei dieser Größe.

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    ich würde den Anhänger zunächst auf das max. mögliche Gewicht auslegen und nach der Abnahme wieder etwas ablasten. Falls Du in Zukunft irgendwann das volle Gewicht möchtest ist es so herum einfacher.
    Die Art der Konstruktion hängt von den Möglichkeiten ab, die Dir zur Fertigung zur Verfügung stehen:

    • MAG?
    • MIG?
    • WIG?
    • welche Säge?
    • Abkantbank?
    • Gesenkbiegepresse?
    • Tafelschere?
    • Sickenmaschine?
    • Presse mit Schneidwerkzeugen?
    • Halle für den Bau?
    • ...

    Außerdem:

    • Wo ist die Schmerzgrenze für das Leergewicht?
    • Wo ist die Schmerzgrenze für den Arbeitsaufwand?
    • Wo ist die Schmerzgrenze für die Kosten?
    • Welche Kenntnisse und Fertigkeiten bringst Du im Bereich Metallbau mit?

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Zitat

    ...mir ging aber der Kackstift beim runterschalten.


    Unterhose schon erneuert? :tongue:

    Zitat

    FRAGE:
    Kann man irgendwie einsehen wie die Bremsbelagstaerke der Knott Achsen sind, ohne die Felge zu demontieren? Denn bei meinem Haenger muss die Achse erst runter sonst geht die Felge nicht ab.


    Man kann von hinten reinschauen. Evtl. ist da ein kleiner Gummistöpsel drauf.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    in Deutschland ist auch bei 40t (44t) bei teilbarer Ladung Schluss.
    Eine interessante Überlegung ist aber, was für den Fahrbahnbelag schädlicher ist: ein schwerer Lastzug mit vielen Achsen und einer niedrigeren Achslast oder ein leichteres Fahrzeug mit höherer Achslast?
    (Das eine Bild habe ich in Schweden gemacht, das andere vor der Einreise nach Schweden über Dänemark. In Puttgarden, da wo die Fähre nach Roedby geht. Habt Ihr eigentlich schon mal überlegt, wieviel Bier in so einen Anhänger passt? :kapitulier:)

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    1700 Breite ist noch besser, dann muss man die Lenker nicht so "schlichten". Eine Länge von 2500 ist ausreichend, aber 3000 stören auch nicht. Wir haben mal einen Anhänger für den Transport von Hunden inkl. Schlitten für den Winter und Motorräder im Sommer gebaut =>1750x3000. Im Notfall hat man auch drei Motorräder aufladen können. Wenn es etwas ordentliches sein darf: Bremse, Hochlader, 1500 kg. Is halt´n bischen teurer als €400,-

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    die bisherige Konstruktion ist nicht besonders glücklich. Ich würde mir überlegen sie von Grund auf zu verbessern. Weniger Leermasse ist möglich, bedeutet aber auch Mehraufwand oder/und, je nach Masse, höhere Kosten.
    Was ist denn da für eine Deichsel dran? Ich sehe das auf dem Bild nicht so richtig. Hersteller/Typ der Achse und Auflaufeinrichtung?

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    ein bischen Gewicht auf der Hinterachse ist in diesem Fall sicher nicht schlecht. Besonders dann, wenn es ein mächtiger Anhänger ist. Vielleicht sind ja aber auch die Reifen nicht mehr die besten? Oder hat es nur kurz geregnet und der Staub auf der Straße hat mit dem Wasser einen Schmierfilm gebildet? Oder der Fahrbahnbelag hat das Wasser nicht mehr "aufnehmen" können, weil er schon zu glatt war?

    Gruß
    Gerhard