Beiträge von Gerhard2

    Hi,

    unter dem oberen Profil ist nochmal ein weiteres. Da an den Enden die Belastung gering ist, kann der Träger hier schwächer dimensioniert werden. Theoretisch ist das schräge Abschneiden noch effektiver bei der Gewichtsreduzierung, praktisch bringt es aber nur sehr wenig, schaut aber besser aus.

    Um den Anhänger in zwei Monaten zu fertigen musst Du Gas geben. Möglich ist es. Ein Profi benötigt dafür etwa zwei bis fünf Arbeitstage, je nach Art der Kontruktion. Zu bedenken geben möchte ich Dir aber, dass das Verzinken eine Woche, die Absprachen mit dem TÜV, der Abnahmetermin, Besorgen der Teile, schlechtes Wetter, gerade keine Zeit, ... dauern kann.

    Da ich nicht mit Freizeit im Überfluss gesegnet bin, fürchte ich, kann ich den Anhänger nicht voll auskonstruiert auf CAD erstellen. Bei der Gestaltung des Grundrahmens kann ich Dir aber schon ein bischen unter die Arme greifen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    bei einem Einachsanhänger ist die (Biege-) Belastung des Rahmens theoretisch in der Mitte am höchsten. Also muss der Rahmen in der Mitte das größte Widerstandsmoment besitzen. Um Gewicht zu sparen kann man den Rahmen am Anfang und besonders am Ende aber leichter ausführen, da dort die Belastungen geringer sind. Zunächst würde sich dafür eine gekantete Blechkonstruktion mit Sicken und Durchbrüchen anbieten. Diese Dinger gibt es als "Leichtbauchassis" z.B. für Autotransporter. Tatsächlich ist das aber aufwändig und erfordert Maschinen und Kenntnisse.
    So kommen wir zur "Trägerkonstruktion". Sie ist einfach, problemlos und erfordert keinen Maschinenpark. Sie könnte in Grundzügen wie auf dem Bild aussehen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Knotenbleche in der Mitte (des Dachs) sind nicht notwendig. Die in roter Farbe eingezeichneten Profile außen sind nicht absolut zwingend, aber sinnvoll. Alternativ könntest Du sie auch demontierbar oder als Spriegel ausführen.
    Der Winkel ist geschackssache. Wähle ihn so, wie es Dir am besten gefallt. Nachdem das maximale Volumen zu minimaler Oberfläche ein Würfel ist, ist ein sehr steiles Dach aber theoretisch Platzverschwendung. Dies ist auch einer der Gründe, warum heute so etwas nicht mehr gemacht wird. Die Querstreben vorne und hinten sind nicht zwingend.
    Eine Materialstärke von 1,5 ist durchaus möglich, wenn auch nicht "metallbautypisch". Bei den Längsstreben ist das jedoch "nicht überdimensioniert". Wichtiger als die Materialstärke ist für die Festigkeit allerdings die Profilhöhe. Ich würde hier einen höheren Querschnitt wählen. Am Anschluss an der vorhandenen Reeling solltest Du eine kleine Verstärkung vorsehen.
    Leichtbau = geringe Materialstärken, hohe Profile, Verstärkungen und Streben an Stellen hoher Belastung.

    Zitat

    Vielen Dank für deine Hilfe! Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte.


    Bitte, gern geschehen. Ohne mich hätte Dir sicher jemand anders weiter geholfen oder Du hättest es selbst heraus gefunden.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    genau, den "hier einen" meine ich. Die beiden "Langen" brauchst Du unbedingt, also nicht weglassen. Die "Strebe über die Länge" ist nicht absolut notwendig, aber äußerst sinnvoll.
    In einem Rechteck sind zwei Knoten theoretisch ausreichend, praktisch aber manchmal zu wenig. Sind auf der gegenüber liegenden Seite schon Knoten drin, kann man sie diesseits weglassen. Ich würde einfach an jeder Außenkante in allen drei Ebenen einen reinmachen. Ein kleiner Knoten ist schon sehr wirksam. Wenn es Dich nicht stört kann man sie aber durchaus etwas größer machen.

    Ob Alu oder Stahl ist auch eine Glaubensfrage. Tatsächlich ist aber Alu schwieriger zu verarbeiten und kerbempfindlicher. Bei der Gewichtseinsparung ist das richtige Alu ein klein wenig besser aber auch extrem teuer. Ich persönlich glaube an Gott den Allmächtigen Vater, Stahl und nochmals Stahl. Aber wie gesagt, ist eine Frage der Material-Religion.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    ich denke die Entscheidung für den Tandem ist die richtige. Der Nutzwert ist einfach deutlich höher.

    Bei langen Rampen wird es bei einem kurzen (Tandem-)Tieflader wegen der Achsen unter dem Aufbau evtl. etwas schwierig mit dem Platz. Da musst Du wirklich einfach mal messen. Die Länge der Rampen ist abhängig von der Höhe der Ladekante und dem Ladegut. Bei einem Schubkarren müssen die Rampen nicht so lang sein, bei einem Rasentraktor schon. Im Mittel bewegt es sich zwischen 1500 und 3000 mm bei Pkw-Anhängern. Bei einem Tieflader mit normaler Reifengröße würde ich das so bei 2 Metern ansetzen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Bei deiner Kühlaktion kann es gut sein, dass du die Stabilität der Felgen negativ beeinflusst hast.

    Durch die Schockabkühlung veränderst du die Dichte des Materials. Durch das Abschrecken des Materials kann es sein, dass das Metall härter geworden ist (so in der Art wie beim Schmieden). Klingt toll, ist es aber nicht! Dadurch ist das Material nämlich weniger elastisch (biegsamer) und bricht schneller.

    Ich denke Bremsen und Bremstrommel fanden die Aktion auch nicht toll. :belehr:



    Ich denke, da musst Du dir keine Sorgen machen. Martensit bildet sich erst, je nach C-Gehalt oder C-Äquivalent noch deutlich darüber, über 911°C. Zudem ist zum Härten ein geeignetes Abschrecken notwendig.
    Problematisch kann es dennoch sein, da die Wälzlager und Bremsbeläge schon eine gewisse Hitzeempfindlichkeit haben. Wenn es aber mal ein bischen stinkt und qualmt muss nicht gleich alles kaputt sein. Sind deutlich die Anlassfarben zu sehen würde ich aber schon mal nachschauen.

    Das von Dir geschilderte Problem ist bekannt. Durch langes Bergabfahren überhitzen die Bremsen am Anhänger. Ein Bekannter ist mit einem Reisebus (18 t) und auflaufgebremstem Anhänger (2 t) mit Retarder lange bergab gefahren: Reifenbrand, Anhänger umgestürtzt und die Ladung hat sich auf der Autobahn verteilt.

    Ergo, die Wärme muss irgendwie weg. Bei schnellem Fahren kann das durch Konvektion (Luftstrom) geschehen. Zur Verbesserung kann man Bleche zum Umleiten der Luft anbringen. Oder Felgen mit "Löchern" verwenden, falls die nicht sowieso schon dran sind. Die Idee mit der Wasserkühlung ist durchaus gut. Energieabfuhr durch Verdampfung ist die effektivste, die es gibt. Die Kühlung sollte jedoch gleichmäßig erfolgen, um Verzug zu vermeiden. Am besten wäre es vielleicht das Wasser ins Fegeninnere zu leiten, nicht in die Bremstrommel, sondern darauf. Manis Idee mit dem Bremslicht ist vielleicht die beste Idee überhaupt. So ist eine kontinuierliche Kühlung gewährleistet.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    je länger die Deichsel, desto besser ist das Fahrverhalten. Nachteile sind nur die größere Gespannläge und schlechtere Wenigkeit. Passen aber alle Parameter wie Stützlast und Federung/Dämpfung, wird man von einer 20 cm kürzeren Deichsel im Fahrverhalten keine Nachteile bemerken.
    Um wieviel % verkürzt sich der Abstand von der Achsmitte zum Kugelkopf? Bzw. wie lang ist er original gewesen? Wie groß ist die freie Deichsellänge (Kugel bis Aufbau)? Wie groß ist die Stützlast jetzt (auf Personenwaage legen)?

    Gruß
    Gerhard

    Hi

    Was mich auch noch interessieren würde:
    Kennt jemand eine Möglichkeit zum Rampentransport ausserhalb der Ladefläche bei Tiefladern? Nen Rampentunnel wie ihn einige Hochlader haben habe ich bei Tiefladern noch nie gesehen.


    Wenn genug Bodenfreiheit ist, warum nicht? Alternativ kann man die Dinger seitlich befestigen. An der Bordwand oder als Bordwanderhöhung.
    Ich würde wahrscheinlich zum Tandem greifen. Wenn´s doch mal ein bischen schwerer ist, ist das dann nicht so schlimm. Das ist aber Geschmackssache. Der Fahrkomfort im Auto ist beim Einachser etwas besser, dafür ist der Tandem fahrstabiler. Auf die 100 km/h lege ich keinen Wert. Fährt jemand aber häufig und lange auf deutschen Autobahnen ist das ein Argument.

    Gruß
    Gerhard

    Kapito.
    :idea:.
    Wenn der Rahmen ein offenes Profil ist würde ich einfach zwei Löcher für den Winkel bohren und gut.
    Wenn der Rahmen ein geschlossenes Profil ist würde ich ebenfalls zwei neue Löcher bohren, eine Hülse einschweissen, konservieren und gut.

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    eine Seilwinde kann z.B. in der Mitte, vorne starr am Rahmen befestigt sein. Problem dabei ist aber, zieht man ein Fahrzeug hoch muss dessen Zugpunkt auch in der Mitte sein, sonst habe ich wachsend ungünstigere Kräfteverhältnisse mit der Verkürzung des Seils. Die Lösung dieses Problems kann sein:

    • verschiedene z.B. steckbare Befestigungspunkte für die Winde
    • Die Winde vor bis zur AE
    • eine dreh- und klemmbare Winde
    • oder eine verschiebbare Winde (für das Hochleiern die beste Lösung für den Erbauer die aufwendigste Methode)

    Eine Reeling muss nicht sein, ist aber sehr praktisch. Sie kann als Ladungsformschluss dienen und als Zurrpunkt. Zudem könnest Du an der Reeling eine verschiebbare Querstange für die Vorderräder vorsehen. Dadurch steht das Fahrzeug mit einem Zug immer an der richtigen Stelle und ist zusätzlich gesichert.
    Zurrösen eignen sich natürlich auch finde ich aber unpraktischer.

    Die Länge des Anhängers ist auch noch ein bischen ein Thema, weil bei einem Tieflader die Türe vor den Rädern sein muss. Wird der Anhänger nicht länger als der Radstand, wird es problematisch. Da würde ich an Deiner Stelle als erstes ein bischen tüffteln. Der Heckmotor ist dabei eher von Vorteil.

    Tja: Rohrrahmen oder Träger? Musst Du selbst entscheiden.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    kann man auf der anderen Seite irgendwas verkürzen oder versetzen? Könnte man z.B. von der Deichsel unauffällig eine Kleinigkeit wegnehmen? Die Sicherheit leidet darunter garantiert nicht. Aber vorne nur ein Flach ist wirklich nicht gut.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    na ein Flachdach hat einfach gerade Querrohre, ein Spitzdach zwei Rohre die leicht nach oben zeigen an einem Längsrohr. Evtl. kann man das auch Biegen (is aba nicht so einfach wie absägen).
    Die Materialdimensionen könntest Du so wählen wie beschrieben (40x30), allerdings solltest Du in den Ecken ordentliche Knoten vorsehen. Lediglich bei der Länge könnte es etwas knapp werden. Entweder gehst Du mit der Rohhöhe etwas hoch, mit der Materialstärke, machst noch einen Steher rein oder zwei Streben.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    das wäre für eine Fachwerkkonstruktion wohl noch so möglich, wenn man ein bischen tüfftelt. Bei der Ausführung Profil über Profil problemlos. Soll der Anhänger Hauptsächlich als Autotransporter genutzt werden würde ich eine Reeling empfehlen, die dann zu eine Rohrkonstruktion passen kann. Wird er zu einem großen Teil für allgemeine Transportaufgaben genutzt würde ich steckbare Bordwände empfehlen.

    Soll evtl. auch ein anderes Fahrzeug als der Prinz damit befördert werden? Stichworte: Zurrpunkte und Winde.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    das Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist eine Sache des Zugfahrzeugs. Ein Nissan Patrol mit 3,5-t-Anhänger fällt als Pkw nicht darunter, als Lkw schon. Vom Fahrverbot in einigen (schon alle?:confused:) Bundesländern mittlerweile ausgenommen sind Lkw bis 3,5 t mit Anhängern zu Sport- und Freizeitzwecken.
    Also: Ein Boots- oder Pferdeanhänger der jetzt ein versteuerter Transportanhänger ist wäre dann streng :police: genommen wohl davon betroffen.

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    die freie Biegelänge ist die Länge eines auf Biegung beanspruchten Trägers zwischen den Auflagern. Oder: Planengestell über dem Aufbau, das vorne und hinten an einem Steher, einer Stange nach oben, befestigt ist.

    Wichtig ist das, weil die Länge eines Biegebalkens sehr stark für die Zug-Druck-Kräfte durch Biegung verantwortlich ist.

    Gruß
    Gerhard