Beiträge von Gerhard2

    Hallo?

    Bin doch schon da. Ihr habt aber doch schon alles gesagt: Bis in die 70er Jahre war alles überdimensioniert oder Fachwerk, hohe Stabilität bei geringem Gewicht. Besondere Kenntnisse und Fertigungsverfahren nicht notwendig. Für die Stabilität entscheidend hauptsächlich die Höhe, bei Knickbeanspruchung außerdem der E-Modul.
    Erst seit etwa 10 Jahren mit Einführung von Fenite-Element-Methoden, hochfesten Werkstoffen und stark verbesserten Fertigungs- und Fügeverfahren ändert sich das. Für einen Bastler oder Handwerker sind diese industriellen Methoden aber nicht immer sinnvoll. Also: nur eine Säge, Flex und Schweißgerät => ein bischen mehr Zeit zum Bauen und man hat ein stabiles und leichtes Fachwerk.

    Die Geometrie der roten Strebe so tatsächlich nicht sinnvoll. Der zweite Versuch ist schon besser. Außerdem sinnvoll ist es die kurzen Streben unter einem Winkel einzusetzen. Um ein Fachwerk analytisch berechnen zu können, müssen die Streben an Gelenken sitzen. Sind die Streben aber vertikal, addieren sich nur die Widerstandsmomente der beiden Profile. Unter einem Winkel ändert sich aber die ganze Kraftverteilung.

    Art und Aussehen einer Verstärkung würde ich von der Art der Stütze abhängig machen. Je weniger ein Konstrukteur über Kräfte und Belastungen weiß, desto überdimensionierter/sicherer muss er bauen. Das schlägt sich im leergewicht nieder.

    :klugscheiss: Gerhard

    Hi,

    Hauptargument für große Räder ist der geringere Bodendruck. Bei einem Kipper z.B. ist das evtl. wichtig, um nicht im weichen Untergrund zu versinken. Wesentlich größeren Einfluss hat dabei der Raddurchmesser, die Breite weniger. Die Bodenfreiheit ist etwas besser. Wenn jemand lange Autobahnetappen zurück legt, erhöht sich bei kleinen Rädern die Zahl der Umdrehungen des Rades.
    Gegen große Räder sprechen die Ladehöhe, der höhere Schwerpunkt, größere Masse und größere Rotationsträgheit, sowie geringere Bremswirkung.

    Tatsächlich unterstützt der Reifen die Federung. Primär Einfluss hat dabei aber nicht die Reifengröße, sondern die Härte. Es muss also nicht sein, dass der 10" deutlicher hoppelt. Meiner Erfahrung nach muss man nicht wesentlich mehr auf Straßenschäden achten, wenn man kleinere Räder am Anhänger hat. Ich habe zwei ähnliche Anhänger, der eine mit 10" der andere mit 13". Auf Waldwegen ist der 13" jedoch etwas im Vorteil.
    Wie wär´s mit 12"?

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Zitat

    ...Der Humbaur hat aber auch nur 10Zoll.


    Wenn genug Platz über dem Rad ist, kann man beim Kauf schon größere Räder montieren. Meistens ist das ohne/mit geringem Aufpreis möglich, je nach Rad. Frag einfach mal nach beim Händler.

    Gruß
    Gerhard

    @Mani,

    wo bringst Du eigentlich so ne Menge Grün hin wenn Du die Hälfte nicht auf der Straße verteilst? :wonder:
    Wenn ich so am Wertstoffhof auftauche, muss ich zahlen wegen gewerblich. Dewegen schiebe ich das immer durch den Traktor-Hächsler. Die Zeit würde ich mir aber auch evtl. gerne sparen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    würdest Du dir für den Umbau einen Stundenlohn von €10,- bezahlen, könntest Du dir einen neuen Anhänger dafür kaufen. Mit Teilen und Gebühren hast Du den halben Neupreis. Dazu kommt das Problem, dass der Hersteller dafür nicht einfach die Freigabe erteilen wird. Und am Ende ist es ein Murksanhänger.
    Ich würde mich (wahrscheinlich) für einen kompletten Neubau oder Teilaufbau entscheiden, wenn ich ganz spezielle Anforderungen habe.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    theoretisch ist das möglich, praktisch ist es aber in dieser Klasse einfacher einen anderen Anhänger zu kaufen.
    Ich würde das Tumorrad einfach nicht ganz bis nach vorne fahren oder rückwärts auffahren, wenn es KEINE Verkleidung hat. Hat das Ding eine Verkleidung, dann es das eine Möglichkeit sie ohne großen Aufwand zu entfernen. :kapitulier:

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    sooo zwingend ist das nicht, dass es eine BPW sein muss. Allerdings bietet sich das an.
    Leider kann ich Dir aber mit einer guten gebrauchten Achse nicht weiterhelfen. Im Netz gibt es aber neue zu fairen Preisen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    die Bremsstange muss zur Auflaufeinrichtung passen. Da diese, wie gesagt, unter 3000 kg meist M10 haben...
    Bietet sich das an.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Zitat

    Ich kann mir schlecht vorstellen, wie ich einen vernünftigen Übergang von 30x30x3 auf 40x30x1,5 herstellen soll, sodass das ganze stabil ist und einigermaßen aussieht. Kannst du mir das erklären?


    An den Eckkanten aufschneiden über das 30er drüber und verschweißen. Evtl. noch Löcher bohren und mittig ebenfalls einen dicken Schweißpunkt setzen.

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    bau das Teil doch einfach etwa so wie im Anhang.

    • Länge 3750 (3x Standartgröße Siebdruckplatte)
    • Auflagemaß 1700 (Achse messen)
    • ob die Türe aufgeht muss noch geprüft werden
    • wenn die Rampen zum Herausziehen oder unter den Aufbau sollen, müssen die Querträger auf das Längsprofil gesetzt werden, und ein Schacht montiert werden (außer sie sind kürzer als 1700)
    • Rastpunkte für die Querstange müssen noch ergänzt werden
    • im Bereich der Räder sollte bei einer 15er Platte noch ein kleines Profil in Längsrichtung rein
    • die Streben sind ohne Rüchsicht auf die Achsposition gesetzt worden; also erst Achse anschrauben, dann Reeling, dann Streben einbauen
    • die Masse von 53 kg ist ohne Hülsen und laschen zum Befestigen von Platten, Achse, Deichsel usw.

    Noch leichter ist nur mit sehr großem Aufwand möglich. Mit allen Features sollte der Rahmen mit ca. 70 kg machbar sein. Addierst Du die Massen für Holz, Achse, Deichsel usw. solltest Du deutllich unter 300 kg bleiben.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    wir haben früher bei einer verbogenen Rahmen-Deichsel z.B. bei einem Unfall, das Teil einfach abgeschnitten, vorne einen Querträger und Winkel für Zugholme eingeschweißt, Zugholme montiert - fertig.

    Ich würde das hier wahrscheinlich genauso machen.

    Gruß
    Gerhard

    Hallo Christian,

    bei einem Einachser sollte das Ablaufen des Wassers kein Problem darstellen. Oder stellst Du das Teil auf dem Stützrad nach Wasserwaage ab? Problematisch kann so etwas nur dann werden, wenn die Plane schlaff durchhängt. Das Wasser läuft bereits ab einem Winkel >1° ab (wäre die Fläche absolut gerade). Mit Schnee sieht es etwas anders aus.
    Ich persönlich finde aber einen Winkel von etwa 10° ansprechend.
    Der "ungünstige Stoß" ist gar nicht so ungünstig. Es bleibt zwar beim inneren Profil ein Spalt (wegen der größeren Länge durch den winkeligen Schnitt), aber das ist gar nicht so schlecht, da kann dann Feuchtigkeit oder auch schon das Zink besser ablaufen. Evtl. kannst Du für die Schräge auch ein 30x30 nehmen, dann gibt es keinen Spalt.
    Wenn der Anschluss auf den Rahmen genau ein 30x30x3 ist, warum nimmst Du dann nicht einfach ein kurzes Stück dafür? Den Übergang kann man perfekt gestalten durch Schlitzen und Überstülpen oder mit Verstärkungen aus Flach. Der Übergang sollte aber nicht stumpf erfolgen.

    Gruß
    Gerhard

    P.S.: Sucht Dein Sponsor evtl. noch eine etwas größere Werbefläche? ;)

    Hi,

    unter dem oberen Profil ist nochmal ein weiteres. Da an den Enden die Belastung gering ist, kann der Träger hier schwächer dimensioniert werden. Theoretisch ist das schräge Abschneiden noch effektiver bei der Gewichtsreduzierung, praktisch bringt es aber nur sehr wenig, schaut aber besser aus.

    Um den Anhänger in zwei Monaten zu fertigen musst Du Gas geben. Möglich ist es. Ein Profi benötigt dafür etwa zwei bis fünf Arbeitstage, je nach Art der Kontruktion. Zu bedenken geben möchte ich Dir aber, dass das Verzinken eine Woche, die Absprachen mit dem TÜV, der Abnahmetermin, Besorgen der Teile, schlechtes Wetter, gerade keine Zeit, ... dauern kann.

    Da ich nicht mit Freizeit im Überfluss gesegnet bin, fürchte ich, kann ich den Anhänger nicht voll auskonstruiert auf CAD erstellen. Bei der Gestaltung des Grundrahmens kann ich Dir aber schon ein bischen unter die Arme greifen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    bei einem Einachsanhänger ist die (Biege-) Belastung des Rahmens theoretisch in der Mitte am höchsten. Also muss der Rahmen in der Mitte das größte Widerstandsmoment besitzen. Um Gewicht zu sparen kann man den Rahmen am Anfang und besonders am Ende aber leichter ausführen, da dort die Belastungen geringer sind. Zunächst würde sich dafür eine gekantete Blechkonstruktion mit Sicken und Durchbrüchen anbieten. Diese Dinger gibt es als "Leichtbauchassis" z.B. für Autotransporter. Tatsächlich ist das aber aufwändig und erfordert Maschinen und Kenntnisse.
    So kommen wir zur "Trägerkonstruktion". Sie ist einfach, problemlos und erfordert keinen Maschinenpark. Sie könnte in Grundzügen wie auf dem Bild aussehen.

    Gruß
    Gerhard

    Hi,

    Knotenbleche in der Mitte (des Dachs) sind nicht notwendig. Die in roter Farbe eingezeichneten Profile außen sind nicht absolut zwingend, aber sinnvoll. Alternativ könntest Du sie auch demontierbar oder als Spriegel ausführen.
    Der Winkel ist geschackssache. Wähle ihn so, wie es Dir am besten gefallt. Nachdem das maximale Volumen zu minimaler Oberfläche ein Würfel ist, ist ein sehr steiles Dach aber theoretisch Platzverschwendung. Dies ist auch einer der Gründe, warum heute so etwas nicht mehr gemacht wird. Die Querstreben vorne und hinten sind nicht zwingend.
    Eine Materialstärke von 1,5 ist durchaus möglich, wenn auch nicht "metallbautypisch". Bei den Längsstreben ist das jedoch "nicht überdimensioniert". Wichtiger als die Materialstärke ist für die Festigkeit allerdings die Profilhöhe. Ich würde hier einen höheren Querschnitt wählen. Am Anschluss an der vorhandenen Reeling solltest Du eine kleine Verstärkung vorsehen.
    Leichtbau = geringe Materialstärken, hohe Profile, Verstärkungen und Streben an Stellen hoher Belastung.

    Zitat

    Vielen Dank für deine Hilfe! Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte.


    Bitte, gern geschehen. Ohne mich hätte Dir sicher jemand anders weiter geholfen oder Du hättest es selbst heraus gefunden.

    Gruß
    Gerhard