Das ist immer ein bisschen ein Dilemma, wenn man eine gewisse Vorahnung hat (will ich dir auch gar nicht absprechen), aber dann in einer Bubble um Rat fragt, in der solche Aktionen in ihrer Gesamtheit eher an der Tagesordnung sind.
Ich musste das bei meinem besagten Projekt auch durchmachen. Einerseits war ich um die Tipps im Fahrzeugbau (also Auslegung des Anhängers, Metallbau etc.) unendlich dankbar und bin das bis heute, andererseits war es für mich mega anstrengend, Diskussionen in Bereichen zu führen, in denen ich genau wusste, was ich tat (Holzbau, Elektrik etc) und mir eben sicher war, dass mein Weg ebenbürtig zum Gegenvorschlag war oder sogar besser als dieser. Aber klar, woher sollen die anderen denn wissen können, dass ich das eine Teilgebiet halt mal gescheit gelernt hab und das andere halt nur "Hobbypfusch" ist?
Und so ist es auch hier: Ich lese raus, dass du grundsätzlich was vom Metallbau verstehst. Und trotzdem ist die praktische Erfahrung von uns die, dass es schlicht einfacher, günstiger und nachhaltiger ist, ein großes Metallteil in einer Verzinkerei abzugeben, als es in Eigenregie zu lackieren. Das heißt nicht, dass das für einen mit Ahnung und Mitteln zum Lackieren nicht auch ginge, aber selbst für den dürfte es teurer und aufwändiger sein und auch der haltbarste Lack schützt halt nicht so lange vor Korrosion wie eine Feuerverzinkung. Nicht umsonst hat die sich (unterm Lack) ja irgendwann auch bei Autos durchgesetzt...
Zu erkennen, dass ein anderer Weg der "gängigere" ist, fühlt sich frustrierend an, ist aber enorm wertvoll, wenn man damit umgeht, sich auf eine ergebnissoffene Diskussion einlässt und damit dann eine fundierte Entscheidung trifft - wie auch immer die dann aussieht.
Ich hab übrigens damals die exakt selbe Diskussion geführt (nur, dass ich nicht "gescheit" lackieren wollte, sondern Vierkantprofile außen mit der Sprühdose kaltverzinken und innen mit Kriechöl fluten wollte) und ich bin heute einfach froh, dass ich zum einen diese bestimmt frustrierende Sauerein nicht begonnen hatte und zum anderen das Ding feuerverzinkt und damit für die Anhängerlebensdauer konserviert ist. Nebenbei weiß ich nun, wie man verzinkungsgerecht konstruiert und ich hab die Scheu vor dem Verfahren verloren und seither noch die einen oder anderen Teile für andere Projekte verzinken lassen. Also für's Leben gelernt...
Nochmal zum Thema Kosten: Mag sein, dass du günstiger an Metall kommst als ich oder jeder andere Feldwaldwiesenbastler. Aber auch dann glaube ich nicht daran, dass das Ding mit 1500€ rumkommt, sondern meinetwegen halt mit etwas weniger als meine Schätzung, dann halt 3500-4500€.
Und ich möchte auch in dem Planungsstadium nicht ins Detail gehen und um einzelne Posten diskutieren, aber: Wenn du in eine Einzelabnahme gehst (und um die wirst du nicht umhinkommen), dann wirst du mit den originalen Lichtern nicht durchkommen. Du wirst eine neue Beleuchtung/Elektrik verbauen müssen, so weit lehne ich mich mal ausm Fenster.
Und so kannst du auch bei den anderen Themen die Erfahrungen von den anderen Berücksichtigen oder halt deine eigenen machen. Ganz wie du willst... 