Das Problem ist, dass dieser Schnick Schnack Reparatureingriffe der Werkstätten extrem verteuert. Nehmen wir den Spurhalteassistenten. Der Name ist schon irreführend, den er hilft nicht die Spur zu halten, sondern warnt, wenn ich oberhalb 55 km/h ohne Blinker die weißen Linien überfahre, also eventuell eingeschlafen bin. Dann gibt es sehr laute Knattergeräusche in den Lautsprechern. Die Kamera ist in der Mitte der Windschutzscheibe angeklebt. Nach jedem Scheibenwechsel die Kamera neu kalibrieren. Bedeutet, mit dem Compi die alten Kalibrierdaten löschen, dann auf einer Straße mit deutlich erkennbaren Fahrbahnmarkierungen mindestens 20 Minuten über 60 km/h fahren. Gut dass die Autobahneinfahrt nur 800 Meter weg ist. Aber ich bin ja nicht alleine auf der Autobahn. Desto dichter der Verkehr, desto länger dauert die Fahrt! Und die, die nach dem Überholen sofort wieder einscheren, also dann 10 Meter vor mir sind, die stören dabei am meisten. Regen ist auch nicht gerade förderlich, ganz schlimm ist es, wenn es wenig regnet und dadurch Spuren auf der Autobahn entstehen. Stellenweise dauert die Fahrt dann 45 Minuten! Dann mit dem Compi die Kalibrierdaten einschreiben und Fehlerspeicher löschen. Alles zusammen, sind gut 60-75 Minuten weg, bei 120€ Stundenlohn Netto!
Jetzt kommen die hier in NRW die Sommerferien, damit verbunden Samstagsfahrverbot für LKW auf den Autobahnen, also keine Kalibrierfahrten für Spurhalteassistenten oder Abstandshalter!
Andreas