AltesEisen
Ich habe heute einem Kunden Brennholz geliefert. Er hat sich ein E Auto gekauft und vom Fachbetrieb eine Wallbox installieren lassen. So weit so gut. Habs mir zeigen und erklären lassen! Er kann mit 11 kw laden. Aber nur er! Der nächste Nachbar der auch an der gleichen Versorgungsleitung hängt, bekommt keine Wallbox mehr genehmigt! Und der Rest schon gar nicht. Dafür müsste halt die Straße aufgerissen und dickere Kabel verlegt werden!
Was ich damit sagen will ist, dass die vorhandene Infrastruktur nur punktuell in der Lage ist, den Strom für E Autos zu liefern. Neubaugebiete, wo man das von vornherein eingerechnet hat, da passt es. Das sind die Gebiete die in den letzten Jahren gebaut wurden, seitdem denen das E Auto die Hirnströme beeinflusst! Zum heutigen Tage würde ich sagen, das ist vielleicht 10% der Gesamtfläche! Eher weniger. In manchen Industriegebieten wird vielleicht auch ne Tüte Strom über sein, kannst halt keine Firma da hin bauen, sondern einen Ladeparkplatz!
Die andere Möglichkeit wäre Auto Landung an, Wohnungen aus! Gut ich lass Dir 100 Watt dass Deine Heizung und Deine Kühlschränke weiterlaufen und Du nicht im Dunkeln kacken musst! Dann wird eine Elektronik in Deine Wohnung gebaut, die nur noch die zugesagten 100 Watt durchlassen, damit Dein Auto Dich andern Tag zur Arbeit bringt. Suchs Dir aus, entweder Duschen können, oder Auto fahren, beides geht nicht! Jedenfalls nicht mit der vorhandenen Infrastruktur. Und das änderst nicht zwischen Suppe und Kartoffeln! Das wird Jahrzehnte dauern! Guck Dir das Ahrtal an, wie es dort 3 Monate nach der Flut aussieht. Denn da sind auch alle Kabel und Wasserleitungen weggerissen! Vom Neubau der Infrastruktur durchaus vergleichbar! Und da wird weitestgehend der alte Standard wieder hergestellt.
Ich behaupte, dass die heute 40 jährigen, also auch Frau Baerbock, es nicht erleben werden, dass alle E Auto fahren können. Das wird in der verbleibenden Lebenszeit nicht erreichbar sein. Dazu kommt der Fachkräftemangel, Mangel an Rohstoffen (Alu wird auch grad knapp) Europäische Ausschreibung und vergabe der Arbeiten etc.! Das ist ein Abriss und ein Wiederaufbau!
Ich stehe neuen Technologien immer offen gegenüber. Unsere großen LKW fahren mittlerweile mit LNG und CNG und das gar nicht mal schlecht. Auch herfür musste eine Infrastruktur geschaffen werden. Die nächste LNG Tanke war in Dortmund.
Aber bei der E Mobilität habe ich vom ersten Tag an gesagt nicht möglich. Seit heute ist ein E Bus hier in RS unterwegs. Dazu kam was im Radio und es stand was in der Zeitung. Er muss gut 5 mal am Tag an die Ladesäule um die 180 km am Tag zu schaffen. Er kann im Busdepot und an einer Haltestelle nachgeladen werden. Deshalb fährt er auch nur auf 3 Linien um in der Nähe der Ladepunkte zu bleiben. Und das ist das was mich dran stört. Einen Verbrenner kannst überall nachtanken, oder den Kraftstoff zum Fahrzeug bringen! Diesen Bus kannst nur an 2 Punkten im ganzen Stadtgebiet nachladen! Und diese Punkte muss er cm genau anfahren, dann fährt ein Stromabnehmer auf dem Dach aus und zapft den Strom ab. Ist diese Stromtanke sagen wir durch einen Verkehrsunfall nicht zu erreichen, ist für den Bus Feierabend, er bleibt so lange da stehen, bis wieder Platz da ist. Und da diese Stromtanke an einer öffentlichen Straße ist, ist ein Unfall durchaus an der Stelle durchaus möglich. Oder unser bergischer Winter schlägt zu und der Bus steht stundenlang an einer Stelle fest, dann ist auch Feierabend! Mein Vater war hier Busfahrer und hat hier schon 7 Stunden 900 Meter vom Busdepot gestanden, bis Hilfe kam. Hin und wieder den Motor laufen lassen und Standheizung an. Mal sehen, wie oft der E Bus vom Diesel zur Stromtanke geschleppt werden muss! Dann lieber so wie in unserer Nachbarstadt Solingen. E Busse mit Oberleitung und Hilfsmotor. Das funktioniert einwandfrei. In den alten Bussen war ein Käfermotor. Megageil wenn ein Gelenkbus mit Käfersound an Dir vorbei fährt.
Andreas