Beiträge von RS-AC 248

    Und bei den Motoren mit variabeler Aufladung stehen bei unserem größten Motor entweder 570 PS an oder 2400 Newtonmeter! Ich denke, wenn der noch mehr Gänge hätte oder eine längere Hinterachse würde der auch über 170 laufen. Die Racetrucks werden auf 160 begrenzt!


    Andreas

    Hi


    Wenn Du auch Möbel fahren willst, solltest Du auch eine Plane haben, sonst quillt Holz auf! Am besten alles variabel. Dann hast Du einen Anhänger für mehrere Aufgaben. Abnehmbares Plangestell und dafür aufsteckbare Bordwanderhöhungen zum Beispiel.


    Andreas

    Dem muß ich doch ein wenig widersprechen. 90 fahren definitiv die Wenigsten, vereinzelt mal ein Italiener oder einer aus den Osten. Die deutlich überwiegende Masse fährt ziemlich genau 85/86 km/h. Ausreißer nach oben gibt es wirklich selten.


    Das sind EEV Fahrzeuge! Enhanced Environmentally Friendly Vehicle, das heist besonders umweltfreundliche Fahrzeuge. Zudem gibt es immer mehr LKW die haben ein Schloß am Hauptrechner dass der Chef abschließen kann. Dann fährt er nur noch 85, bei den automatisierten Getrieben wird der Kickdown weggenommen, die Schaltkarakteristick wird verändert.


    Glaub mir, ich kann in den Steuergeräten und im Tacho die Verwendung des Fahrzeugs auslesen. Die, die noch 90 können, fahren 90! Es werden immer weniger die es können, weil der Chef drauf achtet. Im Tacho werden alle Übertretungen über 90 die länger als eine Minute dauern gespeichert. 100 -110 ist dort oft gespeichert! Die kuppeln Berg runter aus und lassen laufen. Ein Fernverkehr LKW dreht bei 80 ungefähr halbe Drehzahl, ohne Begrenzer wären 150-160 drin! PS haben die genug dafür. Der Spitzenreiter hat allerdings das ABS gekillt. Der Rechner ist ausgestiegen, weil der 40 Tonner schneller als 127,5 km/h gefahren wurde!!! Das sind wie in der Formel 1 Telemetriedaten, die ein (Auto) Leben lang gespeichert bleiben. Der sogenannte Flightrecorder des Motors sind ausgedruckt ca.45 DIN A4 Seiten.


    Andreas

    Fahren LKW regulär 90 statt den erlaubten 80?


    Ja leider! Man hat vor Jahren eingeführt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzer bei 90 km/h abregeln müssen. Leider hat es der Gesetzgeber toleriert, dass alle 90 fahren. Würden alle 80 fahren wie vorgeschrieben, gäbe es die Elefantenrennen nicht. Denn dann hätte man 10 km/h Luft nach oben, um zu überholen. Aber eigentlich dürfte es diese "Rennen" nicht geben, denn nach STVO darf man nur überholen, wenn man deutlich schneller fahren kann!


    Andreas

    Hi


    Auch wenn es nicht mehr ganz zum Thema passt: Zu meinen Berichten von gestern mal ein paar Bilder, wie ein LKW der Zukunft aussehen könnte. Das Ding stand auf der IAA Nutzfahrzeuge letztes Jahr.


    IMG_20160924_134955.jpg
    Hier sieht man den Diffusor am Heck des LKW


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    Seitenansicht


    IMG_20160924_134733.jpg
    IMG_20160924_134800.jpg Hier sieht man schön die Kameras, anstatt der Spiegel. Ob das noch schön aussieht, muß jeder für sich ausmachen. Aber in diese Richtung wird es gehen. CW Wert heist das Zauberwort.


    Andreas

    Hi


    Bei den Anhängern, die einmal im Monat um den Kirchturm gezogen werden, ist es egal. Da würden die Kosten den Einspareffekt auffressen!


    Die Anhänger die vor allem einer 100er Zulassung haben und weite Strecken fahren, da lohnt es sich genauer hin zu sehen! Ob Rollwiderstand der Räder, Befestigung der Plane, auch an den Seiten, eindrücken der Plane vorne, Räder auswuchten, alles was eine Unwucht hat, braucht mehr Energie um auf Drehzahl zu kommen, Luftdruck der Reifen, etc. Es gibt da schon reichlich Möglichkeiten.


    Bei meinem Westfalia habe ich darauf geachtet, weil er unsere Mopeds zum Urlaubsort transportiert. Vielleicht ändere ich das auch auf den neuen Anhänger, mal sehen. Zu Anfang meines Brennholzgeschäfts habe ich in Hagen Holz geholt, Remscheid - Hagen sind 36km Autobahn eine Strecke. Da kam schon was zusammen. Wenn einer meiner Kunden nur wenig Brennholz möchte, nehme ich auch einen kleinen Anhänger, warum soll zum Beispiel 5 m³ Luft hin und her transportieren, wenn er nur 1m³ Holz will?


    Aber bei Laufleistungen von 150tkm im Jahr wie bei einem LKW da machen Kleinigkeiten schon was aus. Es gibt große Speditionen, die haben 300 LKW und mehr, die stellen Fuhrparkmanager ein, der auf die Kosten achtet. Da ist dann soviel Einsparpotential vorhanden, dass er noch davon bezahlt werden kann und der Chef hat auch noch was davon! Manche Chefs zahlen sogar Spritsparprämien an die Fahrer und wenn er innerhalb eines Jahres nirgends angeeckt ist, bekommt er noch was ausgezahlt.


    Andreas

    Hi


    Es kommt schon auf die Kosten an. 1 Liter pro km/h ist etwas übertrieben, aber 0,5 l ist ca. der Wert. Anstatt 90 nur 80 fahren bringt gut 3-4 Liter. Unsere neuesten LKW haben topographische Getriebeschaltung, die hören kurz vor der Kuppe am Berg auf mit Gas geben, nutzen die Schwungmasse um über den Berg zu kommen. Berg auf werden die Gänge weiter durch gezogen, Berg ab schaltet es früher, teilweise werden Gänge übersprungen, bei 16 Vorwärtsgängen kein Problem. Tempomat geht nur noch bis 85 km/h, 90 sind nur noch über Gaspedal erreichbar. Der Verbrauch geht dabei auf ca. 24 Liter / 100 km runter. Gute Fahrer lagen bei 29 Liter.


    Zudem ist die Abgasmenge pro Kilometer bei der Homologation wichtig. Verbrauchter Sprit = Abgas! Mittlerweile werden die Motoren nach 5 Minuten Leerlauf automatisch abgeschaltet. Die Lenkungspumpe wird bei Geradeausfahrt druckreduziert, die Lichtmaschine arbeitet nur im Schubbetrieb. Die Zahnflanken im Getriebe und Hinterachse wurden überarbeitet, spezielle Leichtlauföle, sowie Leichtlaufreifen helfen bei der Kostenreduzierung. Druckwächter in den Reifen zeigen im Armaturenbrett den Reifendruck an, denn nur bei dem richtigen Druck funktioniert das Sprit sparen.


    Zur Zeit wird mit Spoilern experimentiert, die oberhalb 55 km/h nach unten ausfahren, um die Verwirbelung unter dem Auto zu reduzieren. Ebenso Diffuser, die hinter dem Auto die Luftschleppe verringern.


    Das ganze in der Fachsprache nennt sich TCO, Total Cost Of Ownership. Da sind die Fahrzeughersteller drauf bedacht, die so gering wie möglich zu halten, um ihr Produkt an den Mann zu bringen. Ein LKW im Fernverkehr fährt gut 150.000 km im Jahr. Also 1500 x 100. Jetzt rechne mal nach, was da 5 Liter weniger pro 100 ausmacht! Das sind 7500 Liter mal 1,15 kostet der Diesel im Schnitt, das sind 8625€ pro Jahr und Fahrzeug! Und ne riesen Menge weniger Abgas!


    Aber nicht nur das Auto produziert Spritkosten, auch der Anhänger! Das Verhältnis ist gut 50/50. Auch eine flatternde Plane kostet Sprit. Bei meinem Westfalia beulte sich die Plane auf der Vorderwand mehrere cm ein, als ob ich einen Fallschirm hinter her zog. Dann habe ich wegen Brennholztransport Bretter von innen in das Plangestell eingesetzt, die Plane kann sich nicht mehr nach innen eindrücken. Das hat gut 0,7 Liter gebracht. Eigentlich müssten wir alle, die einen hohen Anhänger hinter den PKW hängen, einen Spoiler auf das Auto basteln, damit die Luft nicht platt auf den Anhänger trifft, sondern drüber "geleitet" wird. Bei meinen Anhängern ist es ganz klar nachweisbar. Die beiden kleinen, die von der Höhe her hinter dem Auto sind, sind vom Luftwiderstand fast unerheblich, da zählt nur das Gewicht, was hinten am Auto hängt. Die größeren, die höher als das Auto sind verbrauchen Sprit wegen dem Luftwiderstand.


    Auf den Lehrgängen bekommen wir teilweise Animierte Bilder aus dem Windkanal gezeigt, das ist sehr interessant, aber eine Wissenschaft für sich. Allein Scheibenwischer, die sich im ausgeschalteten Zustand hinter einer Kante verstecken, bringen schon was. In naher Zukunft werden LKW keine Spiegel mehr haben, sondern Kameras und Bildschirme innen. Was da in den nächsten Jahren noch kommt und wer das reparieren soll, weis ich auch noch nicht.


    Andreas

    Tachometerrichtlinie ist plus 10% plus 4 km/h. Heist: Bei 100 real gefahren, darf der Tacho 114 anzeigen! Gilt nur für Tachos, nicht für Fahrtschreiber wie in LKW


    LKW werden auf einer geeichten Messstrecke eingestellt! Die Einstellgeräte und die Messstrecke werden alle 2 Jahre geprüft und neu geeicht! Zeig mir ein Schriftstück, dass Dein Navi geeicht ist! Die stimmen auch nicht zu 100% Am genauesten ist LKW direkt nach der Tachoprüfung (Muß alle 2 Jahre gemacht werden) die nach den gültigen Prüfanweisungen durchgeführt wurde. Navis zeigen dann 88 oder 89 km/h an, wenn der LKW 90 fährt.


    Es gibt LKW Halter, die den LKW auf ziemlich abgefahrenen und nach geschnittenen Reifen zur Tachoprüfung bringen und danach neue drauf machen. Danach rennt der etwas besser. Ist aber verboten, denn der Halter ist dafür verantwortlich, dass nach jeder wirksamen Änderung des Reifenumfang eine neue Tachoprüfung durchgeführt wird. So steht es im $57! Wird er erwischt, mit 93 geblitzt und Tacho zeigt nur 90 an, wird der LKW stillgelegt, zur nächsten Tachowerkstatt gebracht und überprüft. Zudem wird von der Werkstatt die die letzte Tachoprüfung gemacht hat, der Prüfnachweis (Muß 3 Jahre archiviert werden) angefordert und wehe, es sind nicht die Reifen drauf, die bei der Tachoprüfung drauf waren. Da wird der Luftdruck geprüft, der Abrollumfang gemessen, das Fabrikat und die Profiltiefe, ob nachgeschnitten oder nicht. Alles wird im Prüfnachweis festgehalten. Fälschung technischer Aufzeichnung nennt sich das dann, da steht ziemlich hohe Strafe bis sogar Gefängnis drauf!


    Durch den Verschleiß der Reifen entsteht dann das Elefantenrennen auf der Autobahn. Der soeben vorbei kommt hat noch die besseren Reifen oder gerade eine neue Tachoprüfung. Wir haben das schon ausprobiert, 2 LKW nacheinander Tachoprüfung gemacht, die fahren auf der Autobahn exakt gleich, da kann keiner den Anderen überholen, wenn beide am Begrenzer (90) laufen.


    Andreas

    Sicherer ist es in jedem Falle... da gebe ich Dir recht!


    Mein Wohnwagen leuchtet ja auch wie ein Weihnachtsbaum.
    Der hat auch gelbe Seitenleuchten unten, weiße Markierungsleuchten vorn an den Ecken, und rote Leuchten hinten oben rechts und links an den Ecken.


    Mir ging es ja nur um dieses dicke Band, das finde ich persönlich nicht ganz so schick wenn man das so fett und kreuz der quere draufklebt... :evil2:
    das ist dann eher wie gewollt und nicht gekommt...


    Als ich an meinen Anhänger die vielen Lampen nachgerüstet habe und im dunkeln damit nach Hause kam, sagte meine Frau auch: Ist denn schon Weihnachten?! Was soll es, Hauptsache zu sehen.
    Anhänger 116.jpg Anhänger 113.jpg
    Auch die Rückfahrscheinwerfer sind an allen Anhängern vorhanden.



    Das dicke Band gefällt mir auch nicht so toll, ich denke, ich werde es bei meinem Beschrifter auf dem Schneidetisch der Länge nach schneiden, dann ist es nur noch halb so dick.



    Andreas

    Ich finde spätestens dann Reflektoren sinnvoll, seid dem mir auf der Landstraße ein Fahrzeug direkt vor mir rausgezogen ist und ich erst verdammt spät, erkannt habe das da noch ein Anhänger dran war. Zugegeben im falle eines Unfalls wäre ich nicht Schuld gewesen, aber dennoch habe ich gemerkt wie schlecht ein Anhänger setlich im Dunkeln zu sehen ist. Vor allem wieviel länge daraufhin meine Reaktionszeit gewesen ist. Ist aber nix passiert.


    Deshalb habe ich an dem Westfalia sogar Seitenmarkierungsleuchten angebracht. Damit nehme ich unsere Mopeds mit in den Urlaub, wenn da einer reinkracht, dann gute Nacht. Ich finde es auch gut, wenn seitlich etwas leuchtet oder reflektiert. Ich überlege auch, an den kleinen Anhängern das reflektierende Klebeband und an dem neuen großen auch Leuchten nachzurüsten.


    Andreas

    Hi


    Wie V8 lover schon schreibt, DU machst Dir unnütz Gedanken. Habe das gleiche Prinzip auch an meinem Stema Anhänger, der wird dieses Jahr 3 Jahre, da ist bis jetzt alles in Ordnung. Die Kabelsätze haben den großen Vorteil, dass Du sie selber auch als Nichtelektriker tauschen kannst, weil sie einfach nach links und rechts gelegt werden, der Stecker an den Rückleuchten ist kodiert, so dass Du da auch nichts falsch machen kannst, eigentlich! Meistens sind die nur mit sogenannten Chassisklammern am Anhängerfahrgestell angebracht, das ist schnell tauschbar!


    Bei den dicken Kabeln, brauchst Du hinten eine Verteilerdose, um nach rechts und links zu Verteilen, da sollte man sich dann auskennen. Wenn dann noch Sonderwünsche dabei kommen, kann es schon voll werden in der Verteilerdose.



    Andreas

    Deshalb heist das Ding ja auch Fahrerlaubnis und nicht Könnerschein!


    Klar, bei vielen Leuten hat das schon seine Berechtigung, das bei 3,5 Tonnen Schluss ist. Alte Klasse 3 waren 7,5 Tonnen und Tandemanhänger der das 1,6 fache wiegen durfte, macht 18 Tonnen Gesamt! Und Länge war ja nicht begrenzt, die konnten 18 Meter lang sein. Deshalb wird ja auch immer Schnickschnack entwickelt, weil viele nicht einparken können.


    Ich nehme einen meiner Anhänger ja meistens schon zur Arbeit mit, weil ich direkt danach meinem Nebenjob nachgehe. Ich mache mir dann immer einen Spaß daraus vor dem Bäcker mit Anhänger rückwärts einzuparken. Am besten, wenn jemand vorher ohne Anhänger nicht in die Lücke kam, dann macht es am meisten Spaß!


    Andreas


    Außenstehende haben natürlich gestaunt über die "Fahrkünste". Wie einfach das war, wusste ja keiner :)


    Ja, Länge läuft. Das merke ich bei meine 4 Anhängern auch immer, mit dem kleinen Brenderup ist es am "schwierigsten" rückwärts wo rein zu kommen. Nehme ich den nächsten, eine Nummer größer wird es einfacher. Ist beim LKW aber nicht anders, desto größer und länger, umso besser geht es. Ich habe einen Kunden, der hat einen Drehschemelanhänger mit nur 4,5 Metern Achsstand, hinter einem 3 Achser LKW, das ist ein Biest beim rückwärts fahren. Das geht nur so langsam wie möglich, sonst läuft der sonst wo hin.


    Andreas

    Das Problem ist der beknackte EU Führerschein
    Und ich hab mich bis jetzt auch noch nicht durchgerungen die Klasse BE zu machen und hatte es die nächsten 3-5 Jahre auch nicht zu machen


    Das ist blöd, ich achte da nicht drauf, da ich alle Führerscheine habe. Seit 1985 Klasse 1 +3, seit 1988 Klasse 2.Klar, der EU Führerschein, schon dürfen manche Kombinationen nicht gefahren werden.


    Andreas

    Hallo Marco


    Wäre der was für Dich? Bremsendefekt, der Aufbau sieht auf den Bildern noch einigermaßen aus. Ich habe den gleichen, Westfalia TYP 118 002. Sehr robust gebaut, 24 mm Bodenplatte. Nachteil: Dadurch hohes Lehrgewicht von 250 kg. Ich hatte meinen nach ca. 10 Jahren Nutzungszeit nach Gebrauchtkauf komplett zerlegt und das Holz ersetzt, die Metalltele entrostet und neu angepinselt. Nochmal würde ich das auch nicht machen, das ist schon reichlich Arbeit.


    http://www.ebay.de/itm/391681606450?_trksid=p2060353.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT


    Andreas


    Hi


    Da sind auch Rentner bei, die sich irgendwelche Versicherungen haben auszahlen lassen, das reichte dann für die Anschaffung, aber unterhalten müssen sie das von ihrer Rente und die bekommen dann bei den Rechnungen Schluckauf, wenn 150€ fällig sind für eine Sicherung zu tauschen. Die juckt es schon, wenn es teuer wird!


    Zudem ist der Wohnmobilhändler nur 1km von uns entfernt. Der kann zwar den Ölwechsel rein mechanisch durchführen, bei den Fahrzeugen mit Partikelfilter muß aber der Ölwechsel im Motorsteuergerät programmiert werden, also kommt er mit jedem Auto nach dem Ölwechsel zu uns, weil er die Software nicht hat. Ebenso bei Kupplungswechsel beim automatisierten Schaltgetriebe muß die Kupplung neu angelernt werden. Viele wollen auch nicht einsehen, das es ein Fahrzeug ist und kein Standzeug. Es ist als LKW konstruiert, für den täglichen Einsatz. Wenn solche Fahrzeuge nur selten bewegt werden, dann immer wieder für Wochen stehen, rosten halt manche Sachen wie ein Turboladerstellglied fest. Ich sage ja nicht, dass es nichts bringt, es ist halt alles sehr umständlich! Für die Werkstatt und für das Büro, wenn Rechnungen aufgeteilt werden müssen, in Garantie und den Rest an den jeweiligen Hersteller. Und die LKW Kunden machen uns die Hölle heiß, wenn sie sehen, dass wir ein Wohnmobil reparieren und keine Zeit für den LKW haben, der aber gegenüber dem Wohnmobil (s)eine Einnahmequelle ist!


    Die Wohnmobilhersteller kaufen bei uns im Werk nur ein reines Fahrgestell, den Leiterrahmen, Motor, Getriebe und Achsen. Das ist komplett zusammengebaut. Die restliche Technik, welche normalerweise im Fahrerhaus ist, ist in einer Kiste zusammengepackt, aber angeschlossen. Dann ist eine Holzkonstruktion als Fahrersitz da drauf, damit die Dinger fahrbar sind. So gehen die zum Wohnmobilhersteller, der dann das Haus da drauf bastelt. Das kommt dann dabei raus.
    Mercedes-Benz-liefert-dreiachsiges-Bus-Fahrgestell-in-Euro-VI-ampnet_2_1399024810.jpg
    Das ist jetzt allerdings ein Busfahrgestell, aber so ähnlich sieht das aus. Dann wird Schicht für Schicht der Wohnaufbau, also das Haus da drauf gebastelt.


    Am besten im Unterhalt sind die Fahrzeuge, wo das original Fahrerhaus erhalten bleibt und überbaut wird, so wie dieser hier:
    Carado-Wohnmobil-Produktion-Fahrgestellt.jpg


    Allerdings wenn das Fahrerhaus eigentlich kippbar ist und überbaut wird, wird es auch wieder umständlich und teuer:
    phoenix2_gesamtansicht1.jpg


    Andreas

    Also ich finde es gut,das Ihr Euch was einfallen laßt,sowas zu reparieren,einfach kann doch jeder+auswechseln auch,gerade wenn,s was kniffliger wird,trennt sich doch der Spreu vom Weizen+ihr könnt doch stolz sein,das geschafft zu haben!Ob es jetzt 2 oder 8 Std,dauert,soll doch egal sein,der Kunde muß das doch bezahlen,wo ist das Problem!
    Gruß,Rainer


    Hallo Rainer


    Klar kann man auf das geschaffte Stolz sein, dennoch ist es kein Zuckerschlecken! Wenn Du den ganzen Tag auf Deinen Rippen liegst und durch eine Klappe am Motor oben arbeiten musst, der einen halben Meter tiefer ist, fühlst Du Dich als hättest DU von Klitschko persönlich einen bekommen. Oder wie ein Käfer auf dem Rücken unter dem Armaturenbrett und mit einer USB Schwanenhalskamera über Monitor einen Stellmotor der Klimaanlage wechseln musst. Entweder kannst Du hinfassen, dann bekommst Du den Kopf nicht mit rein, oder DU kannst hinsehen, bekommst dann aber die Hand nicht dahin! Danach sind Deine Hände von den Kabelbindern zerschnitten, als hättest Du mit einer Katze gekämpft! Zudem ist ja die Wohn und Haustechnik auch noch überall versteckt, die es eng macht. Für eine Sicherung den Fahrersitz ausbauen, weil keiner hin kommt und die Vollintrigrierten so wie auf den Bildern keine Fahrertür auf der Seite haben, gehört auch zu den besten Aufgaben! Zudem sind wir eine LKW Werkstatt und kein Labor. Die Autos haben helle Teppiche, helle Ledersitze. Das Werkzeug welches innen gebraucht wird, muss vorher gereinigt werden, alles auslegen, Schuhe ausziehen, bei jedem rein und raus wieder Schuhe an, der Ölschlauch mit dem Motoröl muss dann durchs Fenster, durch die Klappe im Boden zum Öleinfülldeckel, dabei muss der Schlauch entweder mit Sitzdecken verkleidet werden, oder von insgesamt 3 Leuten festgehalten werden, damit er nirgends drankommt! Der Monteur kann erst mal einen frischen Blaumann anziehen, bevor er überhaupt da rein kann, denn man kommt beim Durchgehen immer an die Sitze, so schmal sind die Wege darin. Und wenn es ans Bezahlen geht, geht das Gejammer los, wie teuer das alles ist. Bei Garantiearbeiten bekommen wir vom unserem Werk nur die Kosten ersetzt, als wenn es ein normaler LKW wäre, den Rest müssen wir dann bei den Wohnmobilherstellern einfordern, weil das Fahrzeug im Kundenauftrag umgebaut wurde. Ich kann Dir Bilder senden, als wir einmal einen Motor ausgebaut haben. Da haben wir den Motor nach unten statt nach vorne rausnehmen müssen, komplette Vorderachse dazu ausbauen und Halter in der Grube anschweißen und später wieder abflexen! Zudem kommt wie bei allen Saisonfahrzeugen, die stehen momentan vergessen in einer Scheune, einen Tag vor Ostern kommen alle und wollen noch etwas gemacht haben, weil sie morgen in den Urlaub wollen. Bei dem Frost momentan kannst Du die Dinger auch nicht holen, denn die haben noch Sommerdiesel drin, bin letzte Woche deshalb damit stehen geblieben, bei einer Probefahrt. Abschleppen in die Werkstatt, eine Nacht im warmen und er läuft wieder. Versuch jetzt mal dem Kunden die Abschleppkosten ab 500€ aufwärts zu berechnen! Nachts dürfen sie bei Frost nicht ohne Strom draußen stehen, weil die Wassertanks gefüllt sind. Usw, usw.!! Und die haben gute Anwälte. Das waren nur ein paar kleine Probleme.


    Andreas

    Hallo Marco


    Einen gebrauchten für kleines Geld zu bekommen, ist fast wie 6 Richtige im Lotto! Ich bekomme seit Jahren von Ebay täglich eine Mail, welche Anhänger im Umkreis von 75 km verkauft werden, dabei habe ich sehr wenig gesehen, was sich lohnt! Ich habe für einen OBI Anhänger als Eröffnungsangebot (Stema) 289€ neu bezahlt, die wechseln stellenweise für 450-500€ als gebrauchte bei Ebay den Besitzer! Was willst Du da gebraucht kaufen und basteln?? Da brauchst Du Geduld und Zeit etwas zu finden. Letzten Januar habe ich einen gebrauchten gefunden, der 10 Jahre unbenutzt in einer trockenen Garage aufgebockt stand, für 200€. Den habe ich gekauft und mit Aufsatzbordwänden versehen. Insgesamt hat das Material (4Kantrohre, U Stahl, Siebdruckplatten, Gummis, Lampen, Stecker, Kabel, etc.) wie Du schon selber richtig erkannt hast, schnell mehrere 100er verschlungen. Ich bin ebenfalls Kfz Elektriker, repariere LKW und habe dadurch viele Möglichkeiten und die LKW Werkstatt zur Verfügung um was zu basteln. Aber wie gesagt, es ist schwer was zu finden, was sich lohnt.


    Andreas

    Dieselfilter ist schon viel zu kompliziert! Nur Kühlwasser einfüllen reicht schon! Die Originalbehälter sind so hoch unter der vorderen Serviceklappe angebracht, dass man entweder eine Pumpe braucht, oder einen Zweiten Mann und eine Leiter. Einer klettert mit der Kanne auf die Leiter, an der Kanne ist ein Gartenschlauch angebracht und der zweite hält den Schlauch in den Behälter und sagt, wann gut ist!


    Was wir an den Dingern schon geflucht haben, das glaubt keiner! Mittlerweile haben wir eine Werkzeugkiste mit selbst gebogenen Schlüsseln um daran zu arbeiten. Ich habe mal einen Doppelturbolader ausgebaut, durch den rechten Radkasten, dabei habe ich 8 Werkzeugschlüssel mit dem Brenner rot glühend gemacht und verbogen, dass ich an die Schrauben kam. Einen ganzen Tag nur für den Ausbau, an dem Original braucht man 2 Stunden!




    Es geht aber auch noch schlimmer:


    IMG_Aussen_04.jpgIMG_Aussen_02.jpg


    Das Wohnmobil habe ich auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover gesehen. http://www.derbus.de/


    Neoplan Doppeldeckergelenkreisebus als Wohnmobil ausgebaut.


    Andreas

    Wir haben einige Edelwohnmobile in Kundschaft, Preise ab 200.000€ aufwärts. Da wird der Plastikkasten auf ein LKW Fahrgestell aufgebaut. Die meisten haben einen PKW Transportanhänger hinten dran, mit einem Smart drauf, damit sie nicht ständig das Wohnmobil auf und abrüsten müssen. Das Ding ist auf einem 7,5 Tonnen Eurocargo aufgebaut. Und wie Mani schon schreibt, es ist LKW mit Druckluftbremse und der dementsprechenden Technik, hier entstehen Kosten, die stellenweise extrem Ausfallen. Original hat der LKW ein kippbares Fahrerhaus, das Ding hier nicht. Hier ist eine Serviceklappe im Boden durch die alles gemacht werden muss, Werkzeug und Material alles durch den Wohnaufbau, an hellen Ledersitzen vorbei. Arbeiten, die beim Original eine Kleinigkeit sind, ufern hier stellenweise in Tagesarbeiten aus.


    Andreas


    Wohnmobile 050.jpgWohnmobile 052.jpgWohnmobile 057.jpg