Zubehör für Weigold-Hänger von 1940

  • Hallo zusammen,


    nach reichlich Überlegungszeit und längerer Suche habe ich mir jetzt einen 750kg-Anhänger von Weigold geleistet. Das gute Teil ist von 1940 (!), aber voll restauriert und steht da wie neu. :)
    Einziger Wermutstropfen: Es ist kein Zubehör dabei! Ich benötige insbesondere ein Stützrad (bevorzugt ein automatisch klappbares) für eine, wenn ich richtig gemessen habe, 7,5cm starke, runde Deichsel und dann auch noch eine anständige Plane (mit rostfreien Haltern) als Regenschutz für das Abstellen im Freien (in der Garage ist leider noch kein Platz, weshalb er noch einige Wochen draußen stehen müssen wird).
    Könnt Ihr mir hier bitte konkrete Kauftips geben?? Gerade beim Stützrad komme ich überhaupt nicht weiter, weil die anscheinend alle nur an kleineren Deichseln montiert werden können.
    Danke!

  • Bin gerade noch unterwegs, aber ich sehe zu, daß ich noch ein paar Bilder hochlade.


    Wegen der vorgeschlagenen Halterung: Die soll (wie auch bei den bisher gefundenen Angeboten auf ebay) ja nur für 70er Deichseln sein - gibt es da keine größeren Schellen? Nicht daß mir irgendwann mal auf schlechter Straße das Rad abfällt...

  • Bilder wären klasse.


    Für was?


    Herrgott André, du kannst Fragen fragen?
    Wegen Anhängerporno! :dafuer:


    Zur Plane: stell ihn unter ein billiges Pavillon (draußen ist momentan für Bier zu kalt und für Glühwein zu war)
    Du kannst auch aus ein paar Dachlatten und einem Rest Wellpolyester ein kleines Vordach zimmern, setze es auf den Anhänger und sicher es gegen wegfliegen.


    Oder willste den Anhänger wirklich mit einer neuzeitlichen Flachplane verzieren? Da gibt es eigentlich genügend Shops im Internet und im realen Leben, die das für kleines Geld herstellen. Mangels eigener Erfahrung kann ich aber keine Empfehlung aussprechen.


    Gruss georg123

  • Wegen der vorgeschlagenen Halterung: Die soll (wie auch bei den bisher gefundenen Angeboten auf ebay) ja nur für 70er Deichseln sein - gibt es da keine größeren Schellen? Nicht daß mir irgendwann mal auf schlechter Straße das Rad abfällt...


    Och denke mal mit ein bisschen gut zureden sollten die U-Bügel schon passen. Dann halt selbstsichernde Muttern und/oder Flüssigsicherung nehmen statt der mitgelieferten Federringe (keine anständige Sicherung gg. Lösen!) und ich sehe kein Problem, weshalb sich da dann was verdrehen oder lösen sollte...

  • Och denke mal mit ein bisschen gut zureden sollten die U-Bügel schon passen. Dann halt selbstsichernde Muttern und/oder Flüssigsicherung nehmen statt der mitgelieferten Federringe (keine anständige Sicherung gg. Lösen!) und ich sehe kein Problem, weshalb sich da dann was verdrehen oder lösen sollte...


    Und wenn du ganz sicher gehen möchtest, nimmst du Nordlockscheiben.

  • Stimmt Nordlock ist wirklich gut. Wichtig die sind bereits in der Verpackung zusammen geklebt. Diese müssen auch so eingesetzt werden. Wenn sie doch mal auseinandergefallen sind dann muss man halt darauf achten das die Verzahnungen richtig zusammen stehen.

    Gruß Wim


    Mein Anhänger
    Eduard P3 Maße: 2,60m*1,50m, 1500kg zgG, Bj 07.2016

  • Vielen Dank erst mal für Eure zahlreichen Antworten! Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich noch immer nicht zum Knipsen gekommen bin - der "Anhängerporno" muß also erst mal noch ein wenig warten. ;)
    Dafür habe ich zwischenzeitlich aber endlich mal das Stützrad (ein einfaches Knott TK 48) und das zugehörige Montagematerial besorgt. Bin mal gespannt, ob man damit auch noch die 5mm mehr an Rohrdurchmesser überbrücken kann. Falls nicht, werde ich mal im Baumarkt schauen, ob die nicht vielleicht etwas größere Bügel (oder ansonsten eben diese Nordlock-Teile) haben. Irgendwie werde ich das Rad schon fest bekommen...


    Das nächste Problem zeichnet sich aber schon ab: Am Hänger fehlen Zurrösen (oder etwas Vergleichbares) zum Anbringen der Spanngurte!
    Ich habe mich jetzt mal ein wenig durch die e-Bucht gekämpft und gesehen, daß es neben allerlei Varianten von Zurrmulden und -ösen auch noch "Airline-Schienen" zur Montage auf den Seitenwänden (?) gibt...? Grundsätzlich finde ich die Idee, den Boden nicht anbohren zu müssen, schon mal sehr gut. Zumal dann auch nichts stört (abstehende Ösen) oder schnell zudreckt (Mulden). Auf der anderen Seite dürften die Seitenwände aber sicherlich nicht so eine gute und stabile Basis für Zurrgurte liefern wie der starke Boden des Hängers, oder?
    Wäre toll, wenn Ihr mir mal ein bißche die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungen aufzeigen könntet. Vielleicht gibt es ja auch noch ganz andere Lösungen, auf die ich bisher noch gar nicht gestoßen bin.
    Auch für ein wenig Kaufberatung bez. der Gurte wäre ich dankbar.


    Ich werde wohl keine echten Schwerlasten mit dem Hänger transportieren müssen (oder zumindest nicht oft), aber in den nächsten Tagen steht zumindest eine größere logistische Herausforderung in Form von Hundezwinger-Stahlelementen bevor: Die größten Teile davon sind 3x2m groß (also deutlich größer als die Ladefläche des Hängers) und dürften, alle zusammengenommen, auch schon ein bißchen was wiegen.
    Kann man so etwas mit ausreichend Gurten etc. denn überhaupt auf einem kleinen 750er Hänger transportieren? Ich bange ehrlich gesagt ein wenig um die Seitenwände, auf denen dann ja wohl die ganze Last aufliegen würde (statt auf dem Hängerboden) - und mir ist auch nicht ganz so wohl dabei, so viel Ladung rutschsicher machen zu müssen...

  • Hallo Paladin


    Das Problem mit den Zurrösen habe ich auch noch.
    Nur nebenbei erwähnt, nordlock scheiben findest du zu 99% nicht im Baumarkt.
    Entweder im technischen Handel anfragen oder online.
    Die sind zwar etwas teurer aber ihr Geld wirklich wert.
    Das non plus ultra.

  • ... Das nächste Problem zeichnet sich aber schon ab: Am Hänger fehlen Zurrösen (oder etwas Vergleichbares) zum Anbringen der Spanngurte!
    Ich habe mich jetzt mal ein wenig durch die e-Bucht gekämpft und gesehen, daß es neben allerlei Varianten von Zurrmulden und -ösen auch noch "Airline-Schienen" zur Montage auf den Seitenwänden (?) gibt...? Grundsätzlich finde ich die Idee, den Boden nicht anbohren zu müssen, schon mal sehr gut. Zumal dann auch nichts stört (abstehende Ösen) oder schnell zudreckt (Mulden). Auf der anderen Seite dürften die Seitenwände aber sicherlich nicht so eine gute und stabile Basis für Zurrgurte liefern wie der starke Boden des Hängers, oder? ...


    Die Airline-Schienen passen ja nun so rein gar nicht zum Baujahr des Anhängers (1940).
    Du kannst Zurrgurte auch einfach um den Aufbau des Anhängers legen und die Ladung so sichern.
    Dann musst Du keine neuzeitlichen Teile am Anhänger anbringen.
    Bei einer kleinen Kiste als Ladung, die die Bordwände nicht überragt, geht das natürlich nicht, dafür brauchst Du aber auch keinen Anhänger.
    BILDER vom Anhänger wären gut, sonst ist das hier wie stochern im Nebel.
    Schau mal in die Menüleiste im Antworten-Fenster, das geht ganz einfach mit den Bildern.


    Viele Grüße


    Kieler

  • Auf der anderen Seite dürften die Seitenwände aber sicherlich nicht so eine gute und stabile Basis für Zurrgurte liefern wie der starke Boden des Hängers, oder?

    Bei einem Tieflader wäre ich immer dafür, die Zurrösen unten an die Innenseite der Bordwand zu montieren. Machen auch die Hersteller verstärkt so. Ob Du dort jetzt eine Airlineschiene oder einfache Zurrbügel dranschraubst, ist neben der eigenen Vorliebe auch eine Kostenfrage.
    Bei moderneren Tiefladern sind die Bordwände tragende Teile des Rahmen, wenn dort unten z.B. ein Winkeleisen sitzt, wo man die Befestigungsschraube durchgehen lassen kann, dann ist das sehr stabil. Zurrösen in der Bodenplatte würde ich vermeiden, so ich feste Bordwände habe.



    Auch für ein wenig Kaufberatung bez. der Gurte wäre ich dankbar.

    Ich habe einige kleine Gurte vom Aldi. War damals zurückgesetzte Aktionsware. Kann mich über die nicht beklagen. War pro Packung ein 25mm Gurt mit Haken, ein 25er Endlosgurt und 2 Gurte mit Spannschloß. Mit 2 Packungen davon wäre man bei einem ungebremsten Anhänger für viele Sicherungsaufgaben gerüstet. Bevor jemand über die Spannschloßgurte herzieht, die Dinger sind gut wenn man Ladung bündeln will.
    Wichtig ist mir, dass die Gurte ein "Tonnageband" eingenäht haben wo die zulässige Belastung drauf steht. Ich verwende auch günstige Gurte aus Ebay, die einzigen Billiggurte mit denen ich unzufrieden bin sind die von NORMA.
    Du kannst auch bei unserem Gastgeber vorbeischauen, die Gurte die Frank im Programm hat sind über Zweifel erhaben (auch wenn ich nur noch einen davon besitze).



    eine größere logistische Herausforderung in Form von Hundezwinger-Stahlelementen bevor: Die größten Teile davon sind 3x2m groß (also deutlich größer als die Ladefläche des Hängers) und dürften, alle zusammengenommen, auch schon ein bißchen was wiegen.
    Kann man so etwas mit ausreichend Gurten etc. denn überhaupt auf einem kleinen 750er Hänger transportieren?

    Antwort Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber ...
    Die Ladung wird seitlich überstehen, das ist ggfs mit Warntafeln kenntlich zu machen (wenn mehr als 40cm Überstand zur Rückleuchte ???).


    Ich bange ehrlich gesagt ein wenig um die Seitenwände, auf denen dann ja wohl die ganze Last aufliegen würde (statt auf dem Hängerboden)

    Bei modernen Tiefladern gehören die Bordwände zu den tragenden Karosserieteilen (ohne Bordwände wäre der Anhänger nicht mehr stabil). Ich würde 500kg lieber gut verteilt auf der Bordwand haben als dass 500kg als Punktbelastung in der Mitte des Anhängerbodens liegen.


    und mir ist auch nicht ganz so wohl dabei, so viel Ladung rutschsicher machen zu müssen...

    Wenn Du ordentliche Anschlagpunkte an Ladung und Anhänger hast (und sie entsprechend benutzt) braucht Dir nicht unwohl zu sein.
    Ist aber viel Raterei dabei, ich kenne weder Anhänger noch Ladung und ob das wie gedacht möglich ist, muss sich erst zeigen.


    Gruss georg123

  • Es gibt durchaus ´alte´ Anhänger mit einer Innenbreite von 1,50m plus die voluminösen Kotflügel kommen je Seite nochmals 0,25m dazu. Schon ist die Breitenfrage erledigt. Und bei 2,50m Innenlänge sind 3,00m (auf dem Kasten) nun wirklich kein Problem.
    Aber wie georg123 schon schrieb:


    Ist aber viel Raterei dabei, ich kenne weder Anhänger noch Ladung ...


    Zur Stabilisierung könnte man auch ein kleines Holzgerüst bauen und Innen rein stellen um die Bordwände damit zu unterstützen.
    Mietanhänger soll es auch geben, habe ich mal gehört. =)



    PS: Ich hatte auch mal einen sehr, sehr alten Westfalia Anhänger. Mit doppelter Blattfeder und Felgen vom Kübel (181) oder Käfer. Jedenfalls hatte der richtig stabile Bordwände, da brauchte nichts unterstützt werden.

  • Hallo Jonas,


    Dann halt selbstsichernde Muttern und/oder Flüssigsicherung nehmen statt der mitgelieferten Federringe (keine anständige Sicherung gg. Lösen!)



    Nach wie Vor ist der Federring eine zuverlässige Sicherung für Schraubenverbindungen! Für die Befestigung eines Stützrades sollte es reichen.


    Gruß Bernd

  • aber generell gesagt
    sind bordwände nicht dazu geeignet lasten aufzunehmen
    dann eher das besagte gestell in den kasten stellen
    und die ladung darauf legen+niederzurren+gegf rutschen+nach vorne sichern
    aaber wie soll das gehen?
    momentan sind ja nicht mal ösen vorhanden
    und dieses thema wurde doch zur genüge schon x-mal abgehandelt

  • Ob man und wie man es derzeit sichern könnte kann man nur mit Bildern klären alles andere
    Ist doch nur raten.

  • Hier sind nun endlich die lange versprochenen Bilder des 76-jährigen "Opas" unter den Anhängern! ;)
    Vielen Dank an dieser Stelle für Eure vielen hilfreichen Beiträge! Ich hoffe, mit den Bildern könnt Ihr mir nun noch etwas konkreter bez. der Befestigungsmöglichkeiten weiterhelfen.

  • Seht mir mein Gekritzel nach ...


    DSC_0004_2.jpg


    Ich würde pro Seite vier einfache Ösen (Beispiel siehe mein erster Beitrag) an die Bordwand schrauben, die roten Punkte geben die ungefähre Lage an. Die beiden mittleren möglichst auch so, dass der senkrechte Bordwandhalter als Gegenlager dient, ich habe da mal außen markiert wo die Mutter hin soll. Bei den Ösen in der Ecke muss es reichen, dass sie an der Blechwanne und einem einzelnen Bordwandbrett festgeschraubt sind.


    Gruss georg123