Autotransporter für den Urlaub gesucht - oder vielleicht doch die eierlegende...?

  • Hallo,


    kurz zu meiner (Anhänger-)Vorgeschichte:


    Vor ca. 10 Jahren war's mir auf den Wettbewerben zu doof, immer im Zelt zu schlafen, und ich hab' quasi den nächstbesten günstigen Wohnwagen gekauft. Damit bin ich dann auch ein paar Jahre so in Urlaub gefahren, bis wir vor 3 Jahren vom Wohnwagen zum Campingbus gewechselt sind. Damals wollten wir auch die Motorräder mit in Urlaub nehmen, deswegen wurde der (sonst eher nur für Grünschnitt genutzte) Hänger etwas größer... Humbaur HN 152616


    Mittlerweile haben sich die Prioriäten vom Motorradfahren deutlich wegverschoben, und es wäre manchmal im Urlaub schön, im Bus nicht immer erst alles zusammenräumen zu müssen, um irgendwo hin fahren zu können, sondern ein direkt "bewegungsfähiges" Fahrzeug zu haben.
    Die erste Idee war: Bus weg, Wohnwagen her - dafür mag ich aber den Bus zu sehr, und für die meisten Urlaube und Wochenendtrips ist der Bus einfach unschlagbar, weil er halt auf der Autobahn deutlich zügiger unterwegs sein kann als ein Gespann.


    Der zweite Gedanke war: Wohnwagen zusätzlich - dann habe ich aber wieder das Problem, den Wohnwagen irgendwo trocken unterzustellen - so viel kann ich den Carport nicht verlängern.


    Also Idee Nr. 3: Ein Autotransporter zusätzlich - den - so stelle ich mir jedenfalls vor - kann ich den Winter über einfach auf 'ner Wiese stehen lassen, ohne das ich mich im Vergleich zum Wohnwagen um Feuchtigkeit und Co kümmern muß, außerdem ist der AT einfach mal so ca. 10000 EUR günstiger als ein Wohnwagen.


    Zugfahrzeug wäre also der Campingbus (Ford Nugget, 2,2l, 140 PS), zur Zeit mit 2t Anhängelast, läßt sich aber auf 3t bis 8% auflasten.


    Auf den AT soll entweder ein Polo oder ein Berlingo drauf, Leergewicht vom Berlingo liegt bei ~1500kg.


    Jetzt bräuchte ich Eure Meinungen :)


    Zuerstmal zu der Frage: Separater AT und den Humbaur als Transport-/Garten-/etc-Hänger behalten oder den Humbaur verkaufen (Inzahlungnahme/privat) und eine "eierlegende Wollmilchsau" anschaffen, sowas wie z.B. den Anssemss MSX 3000, den Humbaur Universal 3000, den Unsinn PU 3042 oder ähnliches?


    Für weitere Vorschläge/Empfehlungen hinsichtlich der Marken bin ich offen!


    Nutzung der Anhänger ist eben 1-2 im Jahr im Urlaub einen PKW mitnehmen, und zum anderen 1-2 im Monat Grünschnitt oder sonstigen Kram (Kartons etc.) entsorgen - hin und wieder auch mal Zeug aus dem Baumarkt - da könnte ich aber auch, wenn's vom Gewicht her mehr wird, auf den Kipper-LKW eines Kumpels zurückgreifen.


    Zum anderen, falls separater AT (und ich vermute ja mal, darauf wird es hinauslaufen ;)): Welcher Hersteller ist zu empfehlen?


    Gebrauchte Autotransporter dürften eher keine gute Idee sein, zumindest mal nicht, wenn diese nicht von einem Wohnmobilisten, sondern aus gewerblicher Nutzung stammen, das habe ich hier schon zwischen den Zeilen rausgelesen...


    Gruß & Danke, Thomas

  • Moin Thomas.


    Ich würde den Humbaur behalten und noch 'nen Autotransporter hinzuholen. Machen wir auch so - ich hab' 'nen MSX 3000 für Autotransporte und größere Dinge - und dann haben wir noch 'nen 1,3to Kastenanhänger (2,5x1,25m). Das hat sich bewährt.
    Ins Rennen werfen würde ich den Pongratz L-AT 400:
    http://suchen.mobile.de/lkw-in…preis-zell/169282532.html
    Günstig, leicht, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Wenn ich überlege, ich müsste ALLES mitm Anssems machen - auch mal nur ~10 Säcke Zement vom Baumarkt holen oder so... hm, ginge natürlich, ja, aber ist ist schon ein bisschen "krass", dann jedesmal für so "Kleinigkeiten" den 2-Achs-Trümmer ausm Hof zu zerren.


    Gruß Jonas

  • Ich habe schon viel erlebt, aber auf solch eine Idee bin ich noch nie gekommen.
    Du fährst einen Bus indem du auch schlafen kannst. Und um im Urlaub mobil zu bleiben, möchtest du einen Plattformanhänger (oder nur einen Trailer) kaufen und dort ein Zweitfahrzeug mitnehmen :confused: :augenreib:.
    Da würde ich wieder auf einen WW umsteigen. Der Zugwagen (musste erstmal googeln was ein Nugget ist, dacht erst so ein Hundefänger) passt doch ideal zu einem WW.
    Für WW gibt es auch ein Überdach für den festen Stellplatz oder auch mal für Camping zwischendurch.

  • @v8:


    Der Pongratz sieht echt interessant aus - mal schauen, was die Händler hier in der Umgebung so anzubieten haben...


    (An)hängermann:


    Wenn man sich mal bei den Weißwänden (also, bei den größeren Wohnmobilen) umschaut, machen das gar nicht mal so wenige, wobei die meistens dann doch eher sowas kleines wie einen Smart oder so dabei haben. Bei uns ist es auch oft so, daß wir über Tag unterschiedliche Aktivitäten haben, einer geht MTB fahren und will danach auf dem Campingplatz relaxen, der andere geht zum klettern, müßte dafür aber halt mal 30km fahren. Das ist dann relativ doof, weil wenn der eine vom MTB fahren zurückkommt, der andere immer noch beim klettern ist, und ohne Bus auf dem Campingplatz ist dann irgendwie auch doof...


    Rein auf Wohnwagen zurück will ich aus mehreren Gründen nicht:


    1. Für Wochenendausflüge ist die höhere Reisegeschwindigkeit mit dem Bus nicht zu verachten, mit WW geht halt maximal 100 in D, und 80 in der Schweiz...
    2. Das alternative Zugfahrzeug, wenn es nicht der Bus wäre, ist der Berlingo - der darf aber aktuell nur 1300kg anhängen und läßt sich auf maximal 1600 kg auflasten, was dann aber wohl zu Lasten der restlichen Zuladung geht.
    3. Ein von der Wohnfläche dem Bus vergleichbarer Wohnwagen kostet mal gut und gerne 12000-15000 EUR neu. Das ist halt wie immer auch eine Sache des Geldbeutels...


    Glonntaler:


    Im Grunde genommen hast Du recht, und so sollte es auch sein - aber nachdem ich grad letzte Woche wieder mal einen gebrauchten Wohnwagen angeguckt habe, dem hinten links und rechts der Unterboden am Durchfaulen war (Kommentar des Verkäufers: "Das ist mir nie aufgefallen, das ist bestimmt nix großes!" - und da wollte er für einen 18 Jahre alten auch noch 6500 EUR haben...) wäre es mir irgendwie schon lieber, den Wohnwagen irgendwo unterzustellen, einfach aus dem Grund, daß er immer wieder über Wochen und Monate nicht genutzt werden wird und in der Zeit eine Undichtigkeit beim draußen stehen schon für reichlich Schaden sorgen kann.


    Gruß, Thomas

  • Hallo


    naja, wenn er undicht ist dann gammelt er so oder so, weil irgendwann wird er nass, da muß man halt aufpassen das er nicht undicht wird


    Zitat

    1. Für Wochenendausflüge ist die höhere Reisegeschwindigkeit mit dem Bus nicht zu verachten, mit WW geht halt maximal 100 in D


    also unter Wochenendausflug stell ich mir Entfernungen bis zu max 4-500 km vor ob die mit 100 oder 120 fährst ist jetzt nicht so der riesen Unterschied


    und man macht ja kein Ausflug von der Küste in die Berge und fährt da mal schnell 1000 km hin nur um zu Übernachten und dann wieder 1000 zurück


    und in den andern Fällen ist man halt ne halbe Std länger unterwegs, aber das muß natürlich jeder selber wissen


    ich möchte ein Wohnmobil nichtmal geschenkt, für mich kommt nur Wohnwagen in Frage


    und Wohnmobile in denen man Wohnen kann, dürfen eh auch nur 80 fahren


    in nem VW Bus kann man nicht wohnen, da kann man nur schlafen


    Wohnen bedeutet, ich kann auch mal ein paar Schritte da drin gehen, nicht nur auf allen vieren vom Bett ins Klo krabbeln und erst außerhalb wieder aufstehen


    Gruß Mani

  • Hi,


    1000 km sind es nun nicht gerade, aber die größte Distanz bei den Wettbewerben ist bis Kiefersfelden runter (rund 500km), und das macht dann schon einen Unterschied, ob man das in 4,5h fahren kann oder in 6h mit Wohnwagen, grad wenn mal wieder Sonntags die Siegerehrung erst um 1600 ist und man Montags wieder arbeiten muß. Im Nugget kann man übrigens durchaus wohnen und Urlaub machen, immerhin hat der im ganzen Fahrzeug Stehhöhe und eine Küche in üblicher Arbeitshöhe :)


    Aber egal, das soll ja hier nicht das Thema sein - wir wollen ja nicht streiten :) Schließlich ist mir gestern abend 'ne ganz andere Idee gekommen ;)


    Heute morgen bin ich mal mit unserem Polo an einer landwirtschaftlichen Waage vorbeigefahren, dabei kam folgendes raus:


    Der Polo wiegt knapp 1100 kg vollgetankt, und der Humbaur HN152616 wiegt 300kg leer und darf 1500kg wiegen - rein gewichtstechnisch paßt das also dicke. Bekomm' ich den mit einem Radstand von 2,46m und einer Spurbreite von 1,43m sinnvoll auf dem Anhänger unter?


    Abmessungen der Plattform sind 2,65m x 1,65m. Zurrpunkte habe ich pro Seite 3 Stück, vorne/mitte/hinten, je mit 400kg belastbar. Bekomme ich den Polo mit 4 solcher Gurte (https://www.lasi24-shop.de/de/…transportgurt-alle-felgen) sicher und korrekt verzurrt?


    Und: Welche Rampen sind zu empfehlen? Wie sichere ich die am Anhänger, damit sie nicht beim Runterfahren wegrutschen können? Bei dem Humbaur Multi, den ich mir gestern angeschaut habe, gibt es so eine Art "Nut" hinter dem Rahmen, wo die dazugehörigen Rampen eingehängt werden, sowas hat mein Anhänger natürlich nicht?


    Gruß, Thomas

  • Ein paar Punkte die mir in Sinn kommen warum das nix wird:


    • Spurweite ist mitte Reifen. Also beträgt das Außenmaß ca. 1,60-1,63m. Damit stehst du praktisch schon auf den Zurrpunkten, der ausgesuchte Gurt wird nicht anwendbar sein.
    • Keine Vorderradstütze ab Werk.
    • Bei Direktzurrung (an den Felgen angeschlagen) müssen 80% nach vorne gesichert werden, d.h. 2 Anschlagpunkte mit >440kg Fassung. Die Serienausstattung wird nicht reichen.
    • Die Ladekante ist mit 63cm recht hoch, die Auffahrrampen werden entsprechend lang (und teuer) werden.
    • Diese müssen während der Fahrt auch verstaut werden. Bei Autotansportern meist in Schächten unter der Ladefläche. Hier nicht ab Werk vorhanden. Auf der Ladefläche (unterm Auto) und per Niederzurrung ist nicht ausreichend da der Winkel der Gurte viel zu flach ist.
    • Dann sind solche Anhänger darauf ausgelegt dass die Ladung auf der Fläche verteilt steht. Mit fast der gesamten Zuladung auf den Ecken wird dem Aufbau kein langes Leben gewährt.


    Zum Thema Ladungssicherung von Autos und kleine PKW-Transporter (Smart hinter Wohnmobil) gibts hier ein paar Threads. Ich bin nur grad zu faul (und zu hungrig) sie raus zu suchen.



    Mahlzeit JAU

    No Shift - No Service

  • ...ok mein anfangs genannter Pongratz bezog sich eben auch darauf, dass auch 'n Berlingo befördert werden KÖNNTE. Wenn sich euer "Begleitfahrzeug" weiterhin nur im Kleinwagenbereich (Polo und Co.) abspielen sollte - kam' mir grad' doch noch 'ne eierlegende Wollmichsau in den Sinn:
    Barthau QM 1801. Mit dem kannste "ALLES" machen gemäß deinem Lastenheft.
    Musst mal unten die beiden .pdf's öffnen - wg. der Größe und dem Einsatzbereich wäre der genannte QM 1801 ideal. Und dann gibts noch das Zubehör-Prospekt.


    Naja - Kehrseite der Medaille: Setz' dich hin, wenn du was über Preise erfährst oder erfahren willst :biggrins: ;)


    Gruß Jonas


    Achja - nochwas allerdings. Das ist ein Tieflader, hat also die Räder neber der Ladefläche. Normal empfehle ich die nicht so gerne ab über ~2-2,2m Gesamtbreite - der hat 2365mm(!). K.A., wie breit euer "Klumpen" ist, aber kann also sein, dass der links + rechts nochmal je ~20cm rauskommt. Muss man wissen, ob das für einen kein Problem ist, oder man das nicht so mag...

  • Hi,


    wie man im Biete-Forum sieht, habe ich mich "fast" entschieden - der Humbaur soll weg :)


    Jonas: Nein, das "Beiboot" wird nicht immer ein Polo sein, es sieht eher danach aus, als würde der Polo in den nächsten 1-2 Jahren weggehen und dann nur der Berlingo (und natürlich der Bus) übrigbleiben. Deswegen auch kein separater Autotransporter, sondern - höchstwahrscheinlich - ein Eduard HL 2700 Allzwecktransporter. Der Anssems ist für mich ausgeschieden, weil er nur abnehmbare, aber keine abklappbaren Bordwände hat - das finde ich beim Abladen auf Heckenplatz, Deponie etc. zu umständlich, und außerdem stört mich dort die Kante, wenn man Zeug runterschippen will.


    Der Bus ist (inkl. Spiegel) 2,37 breit, da ein CE-Führerschein vorhanden ist, habe ich zumindest ein gewisses "Grundmaß" an Gelassenheit, wenn es eng wird :)


    JAU: Danke für Deine Einwürfe! Ich war am Montag dann auch mal beim Händler, der auch meinte, selbst wenn es theoretisch gehen würde, wäre ich damit der Freund aller Polizeistreifen, weil es eben nicht so aussieht, als wäre es zulässig, d.h. ich würde auch öfter mal rausgezogen werden.


    Bezüglich Ladehöhe und Rampenwinkel käme ich bei dem Eduard (oder auch bei den Unsinns oder Humbaurn, Anssems und sonstigen Multiladern, die in Frage kämen) eigentlich immer auf 63cm, und die mitgelieferten Laderampen sind 250cm lang, d.h. die Rampe wäre 14,6° steil - sehe ich das richtig? Dann müßten für PKW-Verladung eventuell doch 3m-Rampen her?


    Gruß, Thomas