Smart auf Ladefläche befestigen

  • Aber sicher geht das mit mehreren Gurten auch.


    Gruss Ruddi

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    Anhänger:
    Doppel- Buggy- Transporter
    Westfalia 118001A
    2x Heinemann Klappi Z572B.


    Anhänger- Baustellen:
    Algema 3,0to
    Porsche 924 als Anhänger (in Arbeit)
    2x BIOD Extase
    BIOD Vacamobile- Aufbau
    Stolz 450Kg Buggy- Anhänger.

  • Generell gilt für die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen:
    80% des Ladungsgewichtes nach vorn ist zu sichern
    50% zu den Seiten und nach hinten


    Bei Fahrzeugen gibt es mehrere Varianten diese zu sichern, durch Keile, Sperrbügel, über die Reifen laufende Gurte oder das einfache Direktzurren, z.B. an den Abschleppösen am Fahrzeug.


    Die letztere Variante ist am einfachsten mit handelsüblichen Mitteln umzusetzen.


    Da aber unter unterschiedlichen Zurrwinkeln unterschiedliche Belastungen durch den Gurt aufgenommen werden müssen muss man nachrechnen was für einen Spanngurt man mindestens verwenden muss.


    Einen Rechner für das Diagonal/Direktzuren findet ihr:
    http://ladungssicherung.lasiprofi.de/de/diagonalzurren.html


    Für den Rechner wichtige Angaben:
    -Fahrzeuggewicht
    -Zurrpunktfestigkeit (für wie viel daN ist der einzelne Zurrpunkt zugelassen)
    -Zurrwinkel siehe Bild
    -LC der Zurrmittel in einfachen Zug (Achtung: Auf normalen 2teiligen Spanngurten gibt es 2 Angaben, eine zum einfachen Zug und eine zum Zug in Schlaufe!)
    -Reibbeiwert = 0,01 da ihr nicht sicher sein könnt wie hoch der Reibbeiwert mit der Materialpaarung Reifengummi/Ladefläche wirklich ist, so wird von einer Reibung nahe 0 ausgegangen.


    Wichtiger Hinweis noch:
    Gern wird es gemacht dass ein Spanngurt einfach von dem Zurrpunkt links, durch die Zugöse und dann mit der anderen Seite am Zurrpunkt rechts fest gemacht wird.
    !!!DAS IST FALSCH!!!!
    Dadurch könnte das Fahrzeug bei seitlichen Bewegungen einfach im Gurt hin und her rutschen.


    Richtig ist es für jede Spannrichtung beim Direktzurren EINEN kompletten Gurt zu verwenden und diesen einzuhaken.


    Und noch ein Tipp: Lasst euch nicht von etwaigen eingeprägten Kennzeichnungen auf Anschlagpunkten täuschen. Nehmt grundsätzlich allein das Handbuch oder Kennzeichnungsaufkleber des Herstellers für die technischen Angaben.
    Grund: Es werden gern auch Anschlagpunkte aus der Hebetechnik verwendet, diese sind zb mit einer Prägung 5 versehen, was bedeuten würde es könnten 10 Tonnen gesichert werden (Hebetechnik: 4fache Sicherheit, Lasitechnik: 2fache Sicherheit) jedoch muss dies NICHT heißen dass der Hersteller diesen Anschlagpunkt tatsächlich mit 10 Tonnen einbezogen hat sondern vllt nur mit 3 Tonnen zulässiger Krafteinwirkung.

  • Hallo


    vergiss das mit mehreren kleinen Gurten am besten gleich wieder, das wird nichts, du kannst die niemals gleich stark spannen,
    der am stärksten gespannte nimmt die meiste Kraft auf, die aber für ihn viel zu viel ist, und beim ersten Schlagloch, zack ist er ab


    kurz darauf Nr 2 usw, das wird nichts


    und ganz wichtig, ein Auto muß immer über die Räder gesichert sein, die Abschleppöse ist kein Zurrpunkt und zählt nicht, das ist dann wie nicht gesichert


    und einfach in die Felge einhängen geht meist auch nicht, wenn dann nur mit zwei Gurten die gegeneinander ziehen, so das sich das Rad auf keinen Fall drehen kann und der Gurt locker wird


    Gruß Mani

  • Der Glonntaler: Du hast recht, ich hab nochmal nachgelesen, Abschleppösen von PKW dürfen nicht verwendet werden.


    Eine Ergänzung zu deinen Ausführung habe ich allerdings noch


    Beim Direktzurren kommt es nicht auf die Stärke der Vorspannung an. Eine Direktzurrung muss lediglich leicht straff sein so dass der Gurt nicht durchhängt und so dem Ladegut überhaupt erst erlaub in Bewegung zu kommen. Wenn man eine zu hohe Vorspannung bei der Direktzurrung verwendet muss der Gurt nicht nur die Kraft aufnehmen die durch die Fahrbewegungen entsteht sondern zusätzlich auch die Kräfte aus der Vorspannung was dann zum Reißen führen kann.


    Dreipunktgurte wären hierbei das Mittel der Wahl, da pflichte ich dir bei, alternativ kann man aber auch eine Direktzurrung durch die Felgen ziehen, Hebeschlaufen eignen sich sehr gut zum durchschlaufen und sind auch entsprechend belastbar (Scharfe Kanten beachten!)



    @suzukiracer: Du hast nicht gesagt was für Gurte dir der Trailervermieter bietet, sind es Dreipunktgurte und der Autotrailer mit entsprechender Lochschiene nimm auf jeden fall die. Deine 800daN Gurte kannst du für die Ladungssicherung eigentlich getrost vergessen, die taugen nicht die Bohne. Wenn du häufiger reelle Spanngurte brauchst investiere ein paar Euronnen und schaffe dir richtige 2,5to aufwärts an, die sind gar nicht so teuer.


    /edit: Hab hier etwas nettes gefunden: http://www.moetefindt.de/downloads/Ladungssicherung auf Plateaufzg.pdf

  • Danke schonmal für eure Hilfe. Dann werde ich meine kleinen Gurte wohl doch eher zu Hause lassen!


    Der Trailer den ich bekommen würde, hat einen durchgehenden Holzboden und rundum einzelne Verzurrösen. Die Gurte, die ich dort bekommen könnte sind solche wie hier auf der Seite http://www.hebezone.de/framese…roddat/600/670_zg50.shtml links zu sehen sind.


    Das der Jeep Alufelgen hat, kann ich die Gurte nicht in der Felge einhaken, müsste die Gurte also irgendwie durch die Felge ziehen oder gleich an der Achse festmachen.


    Eigene Gurte anschaffen lohnt sich nicht wirklich, da ich eigentlich nie ein Auto transportiere. Nur Motorräder und dafür reichen die schmalen Gurte aus!

  • Natürlich kann man Spanngurte irgendwo durchziehen. Dafür steht auf dem Etikett extra noch eine andere Kraft drauf. Beim Direkt verzuurren haben gurte dann z.b. 2500dan, und als schlaufe haben die dann 5000dan...