Einstellproblem? Tandem-Achser WW - Hahn Bremsen

  • Hallo zusammen,


    bin ganz neu hier, darum möchte ich mich zuerst vorstellen:
    Ich heisse Uwe, wohne in Andechs und von einem guten mechanischen Verständniss und handwerklichen Geschick könnt ihr ausgehen.


    Habe einen 1979 Tabbert Comtesse restauriert (ist eigendlich ein konstanter Zustand :-) ) mit folgenden Daten:


    Tabbert Typ: 531; Ausführung A; 1979 / Fahrgestell:Nr: 21260814
    Deichsel:/ Peitz, Paderborn / Typ: ZL13; B1
    Bremsen:Hahn / Typ: BAN201/1; re: 11821; li: 11820
    Achsen: vorne: SchlnNr. N1; Zchn 23083; Typ: B8.1 //hinten: SchlnNr. OE; Zchn 23073; Typ: B8.1
    Auflaufbremse: Hahn / Typ: ABR153K; Ausf. D1; S/N 20848

    Folgendes Problem:
    Die Bremswirkung ist ok (laut TÜV), beim starken Bremsen schlägt die Auflaufeinrichtung auf, Auflauf-Dämpfer ist neu.
    Die Bremsen sind (wie hier im Forum erklärt) so eingestellt worden. DIe Trommeln habe ich nicht abgehabt, kenne also den Zustand der Backen/Trommeln nicht.
    Die Rück.-AUtomatic funktioniert plötzlich nicht mehr


    Ich habe die Vermutung, dass die Seile zu "weich" sind, und die Einstellung der Bremse an der Auflaufvorrichtung zu stramm ist; kann das sein?


    Gibt es eine Anleitung für die Einstellung der Bremse? (ich meine nicht die Trommeln selber, die ist ok, sondern die Seile und Auflaufeinrichtung)


    Wo könnte man die Backen und Seile am günstigsten bekommen?


    Kann man aus den o.g. Angaben die korrekten Seile und Backen bestimmen?


    merci für Eure Informationen.


    Beste Grüße!
    Uwe

  • Kannst du beides hier im Shop bekommen.
    Die Bremsbacken kann Anhänger24 besorgen. Die Bremsseile sind Standardseile, da brauchts nur die Maße und Art der Öse.

    Bitte keine Anfragen per PM an mich. Immer ins Forum posten, dann haben alle was davon!

  • Vielen Dank für die Info.


    Ich habe hier im shop keine backen für Hahn bremsen gefunden. Was beschreiben eigendlich die beiden zahlengaben z.B. 200x35?
    Radius und Breite der Backen?


    Gibt es eine Bescheibung der Einstellung für das Gestänge?


    Im forum hatte administrator eine "zu stramme" Einstellung erwähnt. Meint er damit die Einstellung an der Trommel?


    Können abgenutzte Bremsbacken die Ursache für den Ausfall der Rückfahrautomatik sein?


    Grüße
    Uwe

  • Die Hahn-Bremsbacken muss der Shopinhaber wohl bestellen. Kann er aber auch Anfrage besorgen.


    Die Maßangaben beschreiben Durchmesser und Breite, richtig.


    Anleitung zur Einstellung von Anhängerbremsen findest du hier: https://anhaengerforum.de/forum/thread/943


    Die Hahn-Bremsen werden eher keine Einstellschraube mit SW 17 haben. Schau nach zwei Löchern im Ankerblech, da mit einem Schraubenzieher durch und an den sternförmingen Einstellmuttern einstellen (so ists bei meiner Hahn-Achse).

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  • Hallo TheBlackOne,


    merci zunächst für den link. Die EInstellung der Trommeln kenne ich so von meinem Karman Ghia bzw. Käfer hinten.


    Ok, jetzt verstehe ich auch die Einstellung des Gestänges/der Seile.
    merci


    Mal ne Frage: wie bockt man einen 1300kg Wohnwagen auf? Ich dachte das geht nur im angehängten Zustand.
    Mit den Stützen gehts doch nicht, die Knicken mir doch weg? Oder?
    Ok ich hab einen Tandemachser, der ist etwas kipp-sicherer, aber das ist mir doch immer noch zu wackelig. Oder wie siehst du das?


    Grüße
    uwe

  • Ich weiß nicht, welches Gewicht die Stützen heben können.
    Wenn ich meinen offenen Kasten abstelle, drehe ich tatsächlich das Stützrad ganz runter, hinten die Stützen auf den Boden, und Stützrad wieder hoch bis die Räder in der Luft sind (natürlich nur wenn das Ding leer ist).
    So hab ich auch meine Bremsen eingestellt.


    Wohnwagen ist natürlich deutlich schwerer. Aber, soweit ich weiß, sind die Stützen doch wirklich dafür gedacht, dass man den Wohnwagen in die Waagerechte stellen kann, wenn der Platz mal etwas schief ist, oder? Dann müsste er auch das Gewicht tragen.

    Bitte keine Anfragen per PM an mich. Immer ins Forum posten, dann haben alle was davon!

  • Hi
    bin jetzt wieder etwas schlauer:
    Ein WW kannst du nicht mit einem einfachen Anhänger vergleichen, weil der meist das volle Gewicht (und oft mehr) hat.


    Alte Stützen können das Gewicht definitiv nicht tragen, wenn man neue hat, kann man tatsächlich die Räder soweit entlasten dass sie frei sind, aber dann "hänget der WW in der Mitte durch und dann wird es kritisch. Man verwendet die zur zusätzlichen Abstüzung, aber das Gewicht lastet immer noch auf der/den Achsen.
    Wenn der WW schief steht, dann muss man den Ausgleich zunächst über das Unterlegen der Räder mit Keilen lösen.


    Die Hersteller sind beim Radwechsel übrigens ebenfalls uneins - es gibt die verschiedensten Anleitungen (an und abgekoppelt, zusätzliche Blockierungen am Stützrad etc.)


    Laut Berichten ist ein Tandem einfacher auch abgekoppelt aufzubocken.
    Am besten ist, ich kaufe mir nochmal 2 Dreibeine und bocke ihn leicht an einer Seite hoch, dass die Dreibeine in der Nähe der Achen an den Längsträgern aufliegen.
    Dann die andere Seite soweit hoch, dass die Räder frei kommen. und dann final 1. Seite in die gleiche höhe.


    Die Stüzten dann ausfahren und fertig.


    Dann kann ich Ruhe die Trommeln abmachen und evtl die Backen und Seile erneuern -also mich drunterlegen...


    Grüße
    uwe

  • Hallo

    es ist egal, ob an oder abgekuppelt, Wagenheber hinter der Achse drunter und hoch damit, dann steht er auf der anderen Seite und aufm Stützrad bzw Kupplung

    wenn beide Seiten hoch heben willst, dann mußt halt Böcke drunter stellen, wie Du schon selbst gesagt hast

    mit den Kurbelstützen darfst ihn ned hochheben, da verbiegst dir nur alles

    Gruß Mani

  • Hallo zusammen!8o
    Auf keinen fall den WW nur auf den Stützen aufbocken!! Dadurch kann vor allem bei älteren WW die Dichtigkeit zwischen Dach und Seitenwand undicht werden. Die Bodengruppe ist so ausgelegt, das das Gewicht hauptsächlich auf der Achse verteilt wird. Die Stützen sind wie der Name schon sagt zum Stützen und NICHT zum Aufbocken. Die Träger unter dem WW werden nach vorne und hinten immer dünner und biegen beim Aufbocken nach oben. Das überträgt sich dann auf die Seitenteile und auf das Dach. Das sind zwar nur wenige mm, aber durch Haarrisse gelangt feuchtigkeit in die Wand.

    Mein Tip. Wenn der WW gerade steht, alle 4 Stützen auf den Boden dann auf einer Seite mit Hydraulischem Wagenheber der 2 Tonnen heben kann, zwischen den Achsen direkt unter dem Träger mit etwas Holz dazwischen anheben. Soweit bis die 2 Reifen in der Luft sind. Dann Entweder Zwei Holzstapel unter den Träger stapeln, oder 2 Stahlböcke. Dann den Wagenheber runter und unter den nun frei schwebenden Stützen Steine oder der Gleichen drunter. Dann die andere Seite wie schon gelesen.

    Das ist die beste wariante.
    Gruß Günter :angel: