Bretter einer Bordwand erneuern

  • Hallo an alle,


    kaum habe ich einen Anhänger, schon gibt es Probleme....


    Mein Anhänger ist ein Saris H200 von 1972 und hat wie es aussieht noch die originalen Bretter in den Bordwänden. Die Verbindung Strebe/U-Profil an der Heckklappe war an einer Stelle aufgegangen und sollte daher geschweißt werden. Nach dem Öffnen der Umrandung und dem Herausziehen der Bretter ist mir aufgefallen, dass das untere Brett sehr stark von der Feuchtigkeit angegriffen ist. Ich will eigentlich nur dieses Brett ersetzen und frage nun mal welches Holz wurde hier im Original verwendet (afrikanisches ?) und wo bekommt man einzelne Bretter in der passenden Stärke mit der passenden Profilierung?


    Gruß Rainer

  • Das Holz, welches Standard im Fahrzeugbau ist nennt sich Siebdruckplatte.
    Dabei handelt es sich um wasserfest verleimtes Sperrholz. Hält bei guter Qualität fast ewig.


    Fotos würden hier helfen.

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  • Ich wollte eigentlich wirklich nur das Brett erneuern und nicht gleich die ganze Heckklappe....


    Die Bilder zeigen ein Teil des unteren ausgebauten Brettes, eine Nahaufnahme des Schadens am Brett und die vordere Wand damit man sich mal ein Bild davon machen kann wie der Hänger mit den Brettern so aussieht.


    Gruß Rainer

    Dateien

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  • Ich lerne gerne hinzu. Aber den Tischler kenne und finde ich auch in den Gelben Seiten nicht!?!?! ;(


    Es geht auch nicht um irgendein Brett, sondern um eines, dass dem Original in der Witterungsbeständigkeit sehr nahe kommt. Immerhin hat das bisherige Holz es offenbar auf fast 32 Jahre gebracht. Hier in der Einöde werde ich solches Holz kaum finden....


    Gruß Rainer

  • Ansonsten eignet sich Lärche oder, wenn du es bekommen kannst, Mahagoni.


    Von der Farbe her könnte es übrigens sogar letzteres sein.

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  • Am Wochenende wird sich herausstellen ob ich mit einzelnen Brettern oder doch mit Siebdruckplatten arbeiten werde. Der Boden im Anhänger ist bereits mal in der Vergangenheit gegen eine Siebdruckplatte getauscht worden. Und die ist im Gegensatz zu den Brettern so richtig fertig. Man merkt es auch erst wenn es zu spät ist: sieht fest aus und ist doch weich.Siebdruck überzeugt mich eigentlich nicht wirklich. Auf Dauer ist das auch nix.


    Gruß Rainer

  • Du musst dazu bedenken, dass Bodenplatten ganz anderen Belastungen ausgesetzt sind als Bordwände. Siebdruckplatten sind schon in Ordnung.

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  • Ja ja.....


    ist schon klar, dass es die Platten in unterschiedlichen Qualitäten gibt. Nur ich denke mal auch die beste Siebdruckplatte wird keine 30 Jahre durchhalten. Es sind und bleiben aus dünnen Holzschichten verleimte und dann beschichtete Holzplatten. Von der Umweltverträglichkeit und dem Entsorgungsproblem sehe ich hier mal ab zu sprechen.


    Inzwischen habe ich die Information erhalten, dass zu der damaligen Zeit die verwendete Holzsorte bei Saris Basralocus heißt. Von der Beschaffung sollte man heutzutage allerdings schon allein aus ökologischen Gründen absehen. Als heimische Alternative dazu kann Eiche, Robinie, Ulme oder eben die hier auch schon angesprochene Lärche verwendet werden. Wobei ich dann aus Gewichts-, Kosten- und Bearbeitungsgründen der Lärche den Vorzug geben würde.


    Also noch vor dem Wochenende steht meine Entscheidung somit im Prinzip fest: die (wieder) angegammelte Bodenplatte (Siebdruck) und auch die Klappe hinten wird mit Siebdruck wieder aufgearbeitet (trotz der Nachteile). Das eine Brett der Seitenwand wird mit den Holzresten der Klappe ausgebessert. Das reicht dann erst mal wieder eine ganze Weile. Vom Holz wurde dann soviel wie möglich wiederverwendet. Das Holz wird dann noch geschliffen und lasiert. Dann sieht es nicht ganz so nach Wildwuchs aus und die Kosten halten sich durch die Wiederverwendung dann auch im Rahmen.


    Gruß Rainer


    Korrektur: die Herkunft des Holzes ist nicht Afrika sondern Südamerika

  • Es ist nicht so dass man Tropenhölzer nicht bekommen kann, und auch ökologisch spricht nichts dagegen, wenn die Hölzer aus kontrolliertem Anbau kommen. Schau dir Bangkirai an, mit dem viele Terassen belegt werden.


    Lärche ist gut, aber einem Tropenholz natürlich unterlegen. Preislich gesehen lohnt sich das aber sicher.

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  • servus an alle,


    da muss ich widersprechen, denn ich habe bei meinen westfalia- anhänger 600 kg nach 28 jahren die bodenplatte (19mm) erneuert, weil ich dachte sie ist an den rändern durch und der tüv wird sie beanstanden und habe sie erneuert. ausgebaut war nur der rand ca. 2 cm die ersten 2 lagen aufgequollen, abgeschnitten sah sie wieder fast wie neu aus.


    gruss aus bayern
    werner

  • Sicherlich kommen zu den Qualitätsunterschieden auch noch Einsatz und Lagerungsbedingungen als Kriterium hinzu. Meine Bodenplatte hat leider deutliche Anzeichen von Auflösungserscheinungen und das nicht nicht nur im Randbereich. Die Wellen sieht man auch erst auf den zweiten Blick und im halbwegs gesäuberten Zustand so richtig. Das Herausdrehen der Schloßschrauben geht an manchen Stellen gar nicht. Unter den Schrauben löst sich die Platte dann stellenweise vollends auf.


    Es ist übrigens schön zu lesen, dass auch noch andere hier im Forum alte Anhänger haben.


    Gruß Rainer