So, in nicht immer chronologischer Reihenfolge " Anhängererlebnisse oder warum ich so hartherzig wurde bein Anhängernichtverleihen"
Gänzlich unbeleckt vom Anhängerbau war ich nicht, in den 70ern, kurz nach dem Führerschein wurde aus einer Hinterachse eines VW 1600 Variant, einer Teppichstange, einer gebrauchten Kupplung vom Winterhoff(die mit dem hohen Bügel und Vorstecker=) sowie Winkeleisen und Bretterresten ein 600 Kg ungebremst Anhänger gebraten. Die noch vorhandene Bremsanlage als Handbremse umzubauen nahm sich jeder der ihn hatte vor aber keiner hats gemacht
Er läuft heute noch im Dorf:D Außerdem war ich an verschiedenen Anhängerbau Projekten aktiv beteiligt;Also war ich zuversichtlich:] was gebrauchtes aufzuarbeiten, war aber nicht so einfach.
Nachdem Versuche einen alten Westfaliaviehtransporter (der mit den querliegenden Blattfedern und 5,25-16 Reifen)für zwei Isländer passend zu verbreitern (gekauft mit Tüv für 100 Mark) an nichtvorhandenem Material zum anschweißen gescheitert waren (nur Blätterrost, wie der wohl Tüv gekriegt hat??
), und die Bremse war nur noch rudimentär vorhanden, und auf dem Markt gebraucht nur Kernschrott war
entschlossen wir uns einen Neuen zu kaufen. Nach einer längeren Ansparzeit , zwei Besuchen in Hausen , zähen Verhandlungen und einer irrelangen Wartezeit war er endlich zuhause unser niegelnagelneuer Homar 10 zum Winterpreis. Meine Frau war stolz wie Hupe und ich hab extra dafür einen Carport gebaut.
Im Jahr darauf lernten wir durch die Galloways einen netten älteren Herren kennen dem ICH dann mit Bauchschmerzen unseren Hänger lieh damit er eine Kuh zum Bullen fahren konnte, sein Anhänger war in der Werkstatt.Meine Frau sollte nix davon mitkriegen
Als ich dann Montags von der Arbeit kam, stand der Anhänger wie vereinbart vor der Garage allerdings quer- seltsam dachte ich, warum macht sich der alte Mann solche unnütze schwere Arbeit
?
In der Küche saß dann meine Frau (hatte etwas eher als ich Feierabend) und heulte wie ein Schloßhund- unser schöner Hänger hörte ich raus.
Also wieder nach vorne, und an der zur Garage zeigenden Seite war der Kotflügel zerdeppert und die Seite verkratzt.Reumütige Beichte bei meiner Frau und dann Kontaktversuche; Anrufen ging nicht, war immer besetzt also hin zu ihm.8o Gleich an der Tür Vorwürfe, was mir Einfällt, so einen breiten Hänger (1.85 mit Kotflügel) der wäre ja lebensgefährlich usw usw. Er hat die Kurve in seine Einfahrt nicht gekriegt und den Torpfeiler gerammt-alles meine Schuld

. Meine Frau am heulen (weil sie sauer war) ich am kochen, aber soll ich einem 75jährigen eine titschen??. Alles Käse. Wir wieder nach Hause.
Am nächsten Tag kam er mit einer Idee, meine Versicherung sollte den Schaden am Pfeiler zahlen und seine Treckerversicherung den Schaden am Anhänger. Das wollte ich aber ganz bestimmt nicht, schließlich war ich noch nicht Beamter auf Lebenszeit , hatte gerade erst ein finanziertes Haus gekauft ,genug Ärger und Stress am Hacken und Versicherungsbetrug ist eine Straftat. Arbeits- und obdachlos wollte ich aber nicht werden.
Ziemlich stinkig sagte er dann ich soll das reparieren, ihm die Quittungen geben und er würde das dann bei seiner Versicherung einreichen.
Gemacht (selber repariert, nur Teile gekauft und Farbe, schön blöd sagten meine Kumpel) und ihm die Quittungen gegeben. 8 Wochen später kam ein Schreiben seiner Treckerversicherung ich sollte den Unfall schildern, welchen Unfall? Also Schadensmeldung ordnungsgemäß ausgefüllt, abgeschickt und eine Woche später stand er vor meiner Tür und ging ab wie ein Zäpfchen, danach habe ich ihn nie wieder erreicht. Das mit dem Geld tat mir nicht so weh wie der 3monatige Entzug der vaginalen Nutzungsrechte meiner Frau. Damals war ich schließlich noch jung und das hat mich hart getroffen...weil ich hatte sie nicht gefragt ob ich den Hänger verleihen darf, ich war übrigends nicht mit ihm verwandt und mochte ihn auch nicht besonders, er tat mir nur leid. Ich kannte das weil ich bevor wir den eigenen Hänger hatten mal dringend einen Tiertransport in die Uniklinik Hannover machen mußte, und damals stand noch nicht an jeder Straßenecke ein Pferdeanhänger run.
Nachdem ich mich mit meiner Holden wieder versöhnt hatte haben wir beschlossen, nur noch an gute Freunde und mit Begleitung zu verleihen.
Aber dazu vielleicht mehr nächste Woche (wenn es euch nicht zu sehr langweilt) Aber ihr dürft gerne auch was über eure eigenen Erlebnisse/Erfahrungen schreiben. Gruß Rüdiger