Moin zusammen,
danke Euch für Eure Rückmeldungen und vor allem auch für den tollen Tipps, insbesondere mit dem Reifenrechner!
Du könntest ja auch erstmal mit der Werksbereifung fahren und - sollte sie dir überhaupt nicht gefallen - wechseln.
Das habe ich mir zwischenzeitlich auch überlegt. Aber ich fahre ja recht weite Strecken (Köln-Holland, ca. 300 km eine Strecke, 600 km hin und zurück) und da möchte ich (auch wenn es vielleicht nicht zwingend notwendig ist) PKW-Reifen mit mehr Grip haben. Dass der Hänger mit PKW-Reifen schneller umkippen kann, kann man in meinem Fall vernachlässigen: ich fahre nicht schneller durch die Kurven, z.B. Autobahnabfahrten, nur weil es dann mit besseren PKW-Reifen möglich ist. Fahre nach "Popometer", wie es wohl jeder Trailer-Fahrer tut.
Habe nun eine alternative gefunden, welche mir PKW-Ganzjahresreifen in einer größeren Auswahl ermöglicht (auch weil ich mit Vredestein als einzigen Markenreifen in der Größe der Werksbereifung irgendwie nicht warm wurde):
Hab nun 5Jx14 H2 ET30 Felgen und Reifen in der Dimension 185/65R14 90 T mit Conti PKW-Ganzjahresreifen bestellt. Das ist die Reifendimension, die z.B. auf älteren VW Polo, Opel Vectra oder auch Renault Espace gefahren wurden.
Das sollte locker unter die Kotflügel passen, da sie nach dem Reifenrechner nur 3 mm höher und 6 mm pro Seite breiter sind.
Und siehe da: 14-Zöller sind zwar teurere Reifen, als die 15-Zöller, aber alle bekannten PKW-Reifenhersteller sind vertreten. Kein Kompromiss mehr mit der Krücke namens "Vredestein".
Natürlich war die Kröte zu schlucken, dass nun noch einmal 180 EUR für neue Felgen bezahlt werden mussten (neue Reifen waren ja schon im Budget eingeplant).
Aber man hat auf der anderen Seite nun 6 Jahre Ruhe (für Tempo 100) und die Gewissheit, dass die Reifen auch bei Nässe gut sind und künftig auch PKW-Ganzjahresreifen von verschiedenen Markenherstellern verfügbar sind.
Weiß nicht, ob ich das noch gemacht hätte, wenn ich schon mit der Werksbereifung gefahren wäre. Dann hätte ich wahrscheinlich gesagt "ach komm, klappt ja".
Abgesehen davon ist mein Vorgehen natürlich sehr speziell und auch insgesamt nicht empfehlenswert:
Viele Einachser mit höherer Zuladung (z.B. 1,8 t.) haben gar keine andere Wahl als auf China-Kracher-Anhängerreifen zu gehen.
Zudem ist fraglich, ob man den Unterschied, z.B. beim Bremsen auf Nässe überhaupt merkt.
Meine Frau ist von solchen Spielereien natürlich auch nicht begeistert.
Beim Trailer-Training werde ich das aber noch erfragen und ggf. bei den Bremsenübungen erfahren. Man sieht ja dann, wo andere zum stehen kommen und wo mein Bremsweg enden wird und vielleicht kann ich auch mal die Hänger tauschen (also meinen Hänger an ein anderes gleiches Zugfahrzeug geben o.ä.).
Ich werde im jeden Fall berichten, welche Rückmeldungen ich erhalten bzw. erfahren konnte.
Leider hats zuvor so noch niemand getestet und verschriftlicht (zumindest ist es in dem ADAC-Test mit keinem Wort erwähnt).
Im schlimmsten Fall war alles für die Katz und ich stelle fest, dass es keinen signifikanten Unterschied beim Bremsen zwischen PKW-Reifen und Anhänger-Reifen gibt. Das ist dann das, was man Leben nennt...
Euch einen schönen Tag und
Beste Grüße
Andi