Diese ganzen Fehlbehandlungen werden natürlich auch immer von den Herstellern als Ursache vorgebetet, oftmals ja auch zurecht. Meinen eigenen Knaus von 1980 tariere ich auch manchmal geringfügig mit den Stützen aus wenn er nur etwas schief steht. Der ist aber auch recht klein, leicht und hat ein ziemlich großzügig dimensioniertes Gestell mit stabilen Stahlstützen als Fahrgestell, im Vergleich zum heutigen spillerigen Kram, bei dem die Stützen nur unter die Bodenplatte gespaxt sind und einfach zwei Träger unter dem Wohnwagen nach hinten gehen.
In diesem Fall, wo der Rahmen geborchen ist, kann ich folgendes ganz klar sagen - weil ich den Besitzer schon lange kenne und teilweise auch gemeinsam campe und er seit Jahrzehnten mit Wohnwagen unterwegs ist - , dass
... der Wohnwagen auf einer geraden und gepflasterten sowie überdachten Fläche über das Jahr abgestellt ist.
... der Wohnwagen nicht mit Hilfe der Stützen austariert wird. Was auch schon deshalb gar nicht geht, weil der Besitzer die Dinger mit nem Akkuschrauber ausfährt. Sobald die Dinger den Boden berühren ist bei dem Akkuschrauber auch Schluss.
... der Wohnwagen nicht mit Hilfe der Stützen aufgebockt wird, auch nicht für Reifenwechsel (Hydraulikwagenheber steht im Gaskasten...)
... der Wohnwagen seit eh und je auf Conti-Reifen fährt mit dem vorgeschriebenen Luftdruck. Ziemlich direkt nach dem Neukauf ist ihm ein Matador-Reifen (Fehlkonstruktion mit Rückrufaktion von Matador) geplatzt, danach nur noch Continental.
... der Wohnwagen nicht überladen ist, weil er mehrfach Reisefertig gewogen wurde
... insbesondere hinten nicht überladen werden kann (Staukästen- und fächer sind hinten leer bis auf leichter Klöterkrams), weil man sonst mit der Stützlast nicht hinkommt (zu wenig).
Einzig der Wassertank befindet sich relativ weit hinten. Dies ist bei Wohnwagen aber auch nicht unüblich. Der ist aber während der Fahrt nicht mal voll, um die 30 Liter müssten das immer ungefähr sein.