Hi Falk,
ich schließe mich den Vorschreibern mal an. Das ist ziemlich sicher ein Eigenbau nach dem Motto "aus jedem Dorf ein Hund". Tippe auf Zeitraum 1978 bis 1988.
Die Felgen sind P50 erste Serie, die dürften einen Datumsstempel zwischen 1957 und 1961 tragen. Haben keinen Hump, sind daher nicht für Schlauchlosreifen geeignet. Lieber in der Trabiszene teuer verkaufen
und letzte Serie (die mit den 8 ovalen Löchern) montieren. Radnaben und Bremsen dürften auch Trabant sein, aber spätere Ausführung. Die wurden damals vermutlich neu genommen. Die Achse ist ziemlich sicher Eigenbau, sowas habe ich an Serienfahrzeugen nicht in Erinnerung. Sollte Bedarf an Stoßdämpfern oder Federreparaturen bestehen, gibt es da Leute in Deiner Nähe, Adressen habe ich.
Das Schubstück und den Hauptbremszylinder habe ich auf den Fotos noch nicht so richtig sehen können, ich tippe recht stark auf Intercamp oder Bastei. Auf jeden Fall gleich mal die Bremsenbrühe wechseln (normale DOT4) und immer in Bewegung halten und alle 2 Jahre wieder wechseln. Ich mach das immer gleich nach der HU. Wenn beim Wechseln was auffällig wird, haste keinen Zeitdruck. Keine Bremsenteile entsorgen, der billige Ersatz hält nicht. Lieber aufarbeiten lassen, auch diese Adresse kann ich dir geben.
Fahrgestelnummer sollte typischerweise am rechten Deichselholm eingeschlagen sein, seitlich oder oben. Dashilft wohl nur behutsames Entlacken und Entrosten. Bei der Wiederzulassung dürfte die Tatsache helfen, dass das KBA das gesamte KTA-Archiv aus Dresden übernommen hat. Die DEKRA sollte darauf einen Onlinezugriff haben. Versuch mal, einen Ansprechpartner herauszufinden, der ein Herz für Vorwendebauten hat und sich motivieren lässt, da mal nachzusehen. Das erfordert vielleicht etwas Ruhe und mehrere Anläufe.
Ich wünsche Dir für Dein Projekt die nötige Geduld und Ausdauer, dann wird das schon.
Gutes Gelingen wünscht
Dirk