Beiträge von Jay

    Deswegen habe ich sehr früh angefangen mir alles selbst beizubringen, so bin ich selten von fremder Hilfe abhängig

    Ja, so sehe ich das auch. Und grad bei den älteren/spezielleren/selteneren Autos hast halt auch oft das Problem, dass auch die Mechaniker sich nicht mehr auskennen. Und daher mache ich inzwischen wirklich alles selbst am Auto und lass nur noch in begründeten Ausnahmefällen die Mechaniker meines geringsten Misstrauens an meine Autos dran.


    Zitat von *speedy*

    ....Das wäre ja witzig wenn man n Geplatzten Schlauch hat, und dafür n Bußgeld kriegt.

    Da sollte man aber ganz genau wissen, welcher Schlauch da geplatzt sein könnte..... ;)

    Guten Morgen zusammen!


    Ja, dem kann ich mich nur anschliessen. Durch meinen "neuen" Job (morgen isses schon wieder 1 Jahr, kinners, die Zeit vergeht!) komm ich leider nicht mehr ganz so hier zum Forum wie früher, aber insbesondere Mani und Jonas machen einen super Job! Und dass ohne Frank hier garnix laufen würde ist zwar klar - aber dennoch auch an ihn ein ganz besonderes DANKESCHÖN!!

    Ich wars nicht, aber Mani oder Jonas haben den Thread wohl grad geteilt und nen eigenen Schutzbrief-Thread eröffnet.


    Ich kann auch nur positives über den Schutzbrief der Versicherung (kostet bei meiner derzeit 12 Euro/Fahrzeug) berichten. Der Oberburner war vor 2 Jahren Sonntagabend in Füssen, knapp nen km vor der österreichischen Grenze. Waren mit Hund und fast leerem Tank unterwegs, als der Kupplungsschlauch geplatzt ist. Kupplung und Bremse greifen auf den gleichen Ausgleichsbehälter zu, also was auch nichts mehr mit Fahren ohne Kupplung. Am Telefon unsere Panne geschildert und binnen 25min kam ein Sprinter mit Anhänger, hat uns aufgeladen (Auto am Anhänger, wir inkl. Hund im Sprinter) und wieder heimgefahren. Und der Clou: Er hat sogar noch den Abstecher über die Tankstelle in Österreich gemacht, so dass ich Auto und Kanister voll machen konnte :)


    Negatives hingegen hab ich zum gelben Bengel zu berichten: Trotz schon über 30 Jahren Mitgliedschaft kein Service. Einem Bekannten ist der Keilriemen gerissen. Ich kam (mit Zug, daher ohne Werkzeug!) dazu und konnte am Telefon genau sagen, was das Problem ist, welcher Keilriemen benötigt wird (5PK1160) und welches Werkzeug zum Wechsel benötigt wird (17er Schlüssel und Ratsche mit 10er Nuss, mehr nicht!). Die "freundliche" Aussage war: Zunächst kommt das Servicemobil, laufen Sie nicht weg. Toll, über 30 Grad, mitten in der Stadt und nichts zu Trinken dabei. Nach "nur" 2 Stunden kam der Servicewagen, kuckt unter die Haube: Oh, Keilriemen gerissen, muss man abschleppen. Haube zu und wieder weg. Liess auch nicht mit sich reden, zum Stahlgruber o.ä. zu fahren und den passenden Riemen zu holen, nix. Nach weiteren 2 Stunden kam dann der Abschlepper. Es wäre nur die Fahrt zur nächsten Markenwerkstatt (eine der schlimmsten und zwielichtigsten Werkstätten in München überhaupt) freigegeben, keine Fahrt nach Hause und keine Fahrt in die Werkstatt der eigenen Wahl. Nach viel Diskussion und mehrmaliger Rücksprache mit der Pannendienstleitstelle wurde dann doch ein Transport von 30km in Richtung der Wunsch-Werkstatt genehmigt. Und der Transport ging tatsächlich nur genau (ich habs mehrfach selbst nachgemessen, weil es so eine Unverschämtheit ist) 30km und 100m! Der Wagen wurde gegenüber von der Autobahnausfahrt auf nem Feldweg abgestellt. Ein paar Meter weiter wäre eine Tankstelle gewesen, aber darauf hatte der Fahrer auch mit gutem Zureden wohl keinen Bock mehr... :cursing:


    am roten X wurde abgeladen (Autobahnausfahrt ist links unten):

    471.JPG

    Hmmm, bei mir ist zwar nicht ganz so viel an Bord wie bei Mani, aber wohl deutlich mehr als hier im Schnitt... Aber dies sei entschuldigt, ich fahre im Alltag nen 24, fast 25 Jahre alten Ami und werde im Freundeskreis auch oft als Pannenhelfer vergewohltätigt… Aber die meisten meiner Freunde fahren auch nur Autos, die deutlich über 20 Jahre alt sind...


    Also los geht's mit Werkzeug:

    Im Handschuhfach hab ich so nen Teleskop-Bit-Schraubendreher: Beispiellink1 und nen Zollstock


    In der Mittelarmlehne sind ein 8er Ring-Gabelschlüssel (für den Antennenstab in der Waschanlage), ein kleiner Phasenprüfer, ein kleines Cuttermesser und ein Umsteck-Schraubenzieher Beispiellink2, wie er früher bei VW (?) im Bordwerkzeug enthalten war (was man aufm Schrottplatz net alles in den Autos findet...)


    Im Kofferraum geht's dann los:

    - ein großer gemischter Ratschenkasten vom Discounter (Beispiellink3)

    - ein Alu-Werkzeugkoffer (Beispiellink4), allerdings ohne die Ratschen und die Metallsäge, dafür mit einiger Zusatzausrüstung. Mal sehen, ob ich es alles zusammenkrieg: 1kg Fäustel, kleines Stemmeisen, günstiger Drehmomentschlüssel (natürlich entlastet!!), diverse "normale" Kabelbinder (z.T. mehrfachverwendbare), ne Handvoll "große" Kabelbinder (nutze ich für Achsmanschetten), dazu passende Kabelbinder-Zange (Beispiellink5, gibts aber regelmäßig beim Discounter mit 100 Kabelbindern für 4,99€, sehr zu empfehlen!!) Satz Ring-Ratschenschlüssel, Satz Ring-Gabelschlüssel, kleine Wasserwaage, Rolle Panzertape, Rolle selbstverschweißendes Iso-Band, Auspuff-Reparatur-Rohr und ein Reserve-Zigarettenanzünder mit 4m Kabel zum direkten Anschluss mittels Klemmen an der Batterie

    - Kofferraumtasche (Beispiellink6) mit Scherenwagenheber (mit externer Kurbel!!), dickes Polypropylen-Abschleppseil (Beispiellink7), dünneres Stahl-Abschleppseil (Beispiellink8), Sprüh-Öl und großem (dickem!) Starthilfe-Kabel (Beispiellink9), Arbeitshandschuhe, ne Dose Bremsenreiniger und diverse Keilriemen

    - In der Reserverad-Mulde dann ist noch ne Tasche mit meinen kleinen Spanngurten (bis 35mm), diverse Arbeits- und Lederhandschuhe


    Bei Bedarf liegen in der Garage griffbereit zusätzlich parat: Abschleppstange (Beispiellink10), 4x 2t-Spanngurte (Beispiellink11), 4x Quergurt (Beispiellink12), Magnet-Rückleuchten (Beispiellink13), Rangierwagenheber und ein Eigenbau-Achsmuttern-Schlüssel mit SW32 und ner Hebellänge von 120cm. Plus halt noch diverses anderes Zeug, das man vielleicht mal brauchen könnte... :saint:



    Achso - und weil ich ja im "echten Leben" auch noch nen richtige Job habe, hab ich dafür passend ein kleines "Computer-Werkzeug-Kit" (Beispiellink14) im Kofferraum 8o

    ...UNFÄHIGKEIT UND KEINE AHNUNG VOM JOB...

    Frag drei Leute und bekomm vier Antworten... :/:rolleyes:


    Ich fahr bereits seit über 10 Jahren mit ner Plakette mit abweichendem Kennzeichen rum, Auto wird jedes Frühjahr an- und im Herbst wieder abgemeldet, in zwei unterschiedlichen Landkreisen (2008+09 in OAL, seit 2010 in KF), war in der Zeit bei den unterschiedlichsten Prüforganisationen vorstellig, hat noch nie jemanden interessiert. Bei mir bleibt ne Plakette so lange im Fahrzeug, bis die Frontscheibe getauscht wird. Egal, welches Kennzeichen drauf steht.


    Aber gut, das ist nun wirklich weit weg vom Ursprungsthema - sorry für OT, back to Topic!

    Ganzjahresreifen sind wie Pinguine: keine richtigen Vögel und auch keine richtigen Fische!


    Jonas hat das schon richtig erkannt: kommt neben dem Fahrprofil auch sehr auf die Gegend an. Bei uns im Voralpenraum undenkbar, tagtäglich mit Allwetterreifen zu fahren. Ich kenn nur eine Person, der ich guten Gewissens Allwetterreifen empfehlen könnte: und das ist meine Oma! Aber net, weil ich sie loswerden will, sondern weil sie als Rentnerin mit großem Kühlschrank und Vorratsraum nicht drauf angewiesen ist, bei schlechtem Wetter rauszufahren. Die kann locker warten, bis sich das Wetter bessert oder bis der Schneeräumer durch ist. Oder sie kann mit dem Bus fahren. Und zum Glück gibts bei ihr auf dem Dorf auch noch nen Tante-Emma-Laden, in dem sie auch noch einkaufen könnte.


    Aber wer beruflich aufs Auto angewiesen ist, kann es sich bei uns nicht leisten, auf Pinguinen zu fahren!