Wieviel Spiel darf ein Radlager haben?

  • Hallo zusammen,

    Habe mir einen "antiken" Wolfangel Bootsanhänger (Bj. 1969) gekauft - laufen tut er soweit ganz gut, war heute immerhin über 100km mit 120 km/h auf der Autobahn unterwegs :biggrins:
    Die Radlager wurden nicht heiss und machen auch keine Geräusche, jedoch scheint mir die Lager haben sehr viel Spiel, beim rütteln an den Rädern gehen die ganz schön hin und her - allerdings auf beiden Seiten etwa gleich viel. Ist das normal?
    Räder (und ich denke auch Achse/Bremse) sind von KNOTT, Typ 265/469, Baujahr 1969.
    Gäbe es dazu überhaupt noch Teile wie Radlager?

    Besten Dank und freundliche Grüsse aus der Schweiz

    Smartie

  • Räder von Knott ???

    Nee !!!

    Radlager sollten kein Prob sein, ausbauen raufschauen, DIN-Bezeichnung steht drauf. Und wenn nicht mehr lesbar, Foto und Maße (Innen, Aussen, Stärke). Ach ja Foto und Maße vom Dichtring wären auch nicht schlecht !

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • Okay okay, Räder sind bei genauerem betrachten offenbar von "Südwind" :D

    Habe gerdae noch gesehen, dass auf dem Hängerchen ein Schildchen mit "Pflegehinweisen" prangt, da heisst es auch man sollte regelmässig das Spiel der Lager prüfen und gegebenenfalls einstellen 8o
    Wie macht man das? Und wieviel Spiel soll so ein Lager denn haben???

    Freundliche Grüsse

    Smartie

  • Man sagt :

    Die Kronenmutter Handfest anziehen bis das Rad blockiert und
    dann eine viertel Umdrehung zurück und mit dem Splint sichern.

    Alle Angaben ohne Gewähr ! :D

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • Ach wie peinlich, die Räder sind ja von Südrad, nicht Südwind...egal =)

    Nun, das mit der Kronenmutter klingt ja jedenfalls machbar - die sitzt da wohl unter der Kappe mit dem Logo "NKE" in der Mitte nehm ich an?

    Gruss

    Smartie

    Dateien

  • Logo der Radkappe N.K.E. !

    Na dann hoffe mal das das Logo vom Fahrzeugbauer kommt und
    nicht vom Achshersteller, sonst sehe ich echt schwarz ! :(

    Du sagtest Achse wäre von Knott, wie kommst du darauf ?

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • Hmmm...davon bin ich ausgegangen weil auf der "Innenseite" des Rads (quasi der Grundplatte der Trommelbremse...:confused: ) KNOTT steht und darüber auch dieses NKE Logo ist...siehe Bild anbei.
    Steht denn NKE nicht für XXXXX Knott Eggstätt ??? So habe ich mir das jedenfalls zusammengereimt...was ist an NKE denn nicht gut?

    Gruss

    Smartie

    Dateien

    • Innenseite.jpg

      (237,91 kB, 49 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Alles O.K. der Fahrzeugbauer oder der Achshersteller hat eine Bremse von
    Knott verbaut. Alles bestens !

    Nur muss man wissen, dass bei Anhängern alles, auch wirklich alles
    modular aufgebaut wird. Um das das mal in "Normalos" zu übersetzen:

    Normaler Pkw:

    Karosserie: VW
    Motor: Toyota
    Bremsen: Porsche
    Getriebe: BMW
    Elektrik: Honda
    ...

    Um mal ein Bild davon zu "malen" was im Bereich Anhänger so alles
    möglich ist !

    ;) AL-KO Spezialist ;)

  • Hallo,
    um die eigentliche Frage mal zu beantworten: Radlager sollten überhaupt kein spürbares Spiel haben.
    Wie bereits erwähnt, beim Einbau erst bis schwergängig anziehen, wieder lösen und dann soweit fest, bis kein Spiel aber immer noch voll frei laufend, dabei das Rad immer wieder durchdrehen und an mehreren Punkten Wackelversuche unternehmen. Man kann ein Problem bekommen, dass genau an der Stelle die Kronenmutter nicht mit der Bohrung für den Splint übereinstimmt, vor allem wenn in dem Zapfen der Nabe nur eine Bohrung vorhanden ist. Dann muss man immer gleich 60° weiterdrehen, bis man das Loch wieder sieht. In dem Fall ist es nicht verkehrt, Scheiben von verschiedener Dicke zur Verfügung zu haben.
    Ich weiß nicht, was das für eine Konstruktion ist, aber es muss nicht unbedingt das Radlager sein, wenn man am Rad wackeln kann. An meinem Westfalia hats auch gewackelt, es war aber eine Nylonbüchse am Schwingarm.
    Dirk

  • Ergänzung zum Thema Radlager einstellen:

    Der Splint gehört IMMER NEU, nicht versuchen, den alten wieder gerade zu dengeln.

    Wenn der Splint nicht reingeht, weil die Bohrung im Nabenzapfen nicht mit der Aussparung in der Kronenmutter übereinstimmt, die nächste Möglichkeit Richtung locker wählen, nicht in Richtung fest.
    Optimal ist, Scheiben unterschiedlicher Dicke am Start zu haben.
    Diese Scheibe stützt das Lager nach außen ab, nur passende Scheibe verwenden, die für diesen Einsatz gemacht ist (Härte), auf keinsten Fall Baumarktscheibe einsetzen.

    Wenn man das Lager schrittweise anzieht und immer wieder das Rad durchdreht und an dem Punkt, wo es kein Spiel mehr hat, nicht mehr sauber frei läuft, also bereits rubbelt oder knackt (man spürt das in der Hand beim drehen), ist das Radlager definitiv verschissen.

    Ein zu stramm eingestelltes Radlager läuft heiß, das Fett verdampft und das Lager ist sehr schnell zerstört.
    Ein zu lockeres Radlager geht auch kaputt, aber langsamer, außerdem kann es zu Verkanten beim Bremsen kommen, im Extremfall geht nicht nur das Lager kaputt, auch Teile der Bremse können in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Dirk