Bootshänger - Deichsel ersetzen

  • Kurz vorm TÜV habe ich meine Deichsel verbogen. Da muss wohl eine neue rein.


    Nach einiger Recherche denke ich mir "einfach", aber richtig durchblicken tue ich nicht.


    Die Zugdeichsel ist laut Betriebserlaubnis Teil des Rahmens mit freier Stützlast 670 mm. Sie besteht aus einem 70mm Rohr, dass dann in den Rahmen eingeschweißt ist. Vom Ende der Deichsel bis zur Achse befindet sich ein U-Profil. Länge von der Kugelschale bis zur Achse sind 3500 mm.


    Wie kann ich die Deichsel denn ersetzen? Meine erste Idee war es, das 70er Rohr vor dem Knick (direkt vor dem Steckerhalter) abzuschneiden und eine 60mm Deichsel durch das 70er Rohr zu stecken. Festbratzeln, fertig.


    Aber: darf ich an der Deichsel so schweißen?


    Nächste Idee: eine lange 60er Deichsel nehmen, durch das Rohr stecken und bis zur Achse führen. Das U-Profil würde ich dadurch ersetzen. Aber: Ich habe keine 60er Deichsel mit 3500mm Länge gefunden. Und wie befestige ich die Deichsel an der Achse, wenn ich nicht schweißen darf?


    Wieder nächste Idee: 70er Deichsel kaufen, auf 670mm Länge kürzen und schlicht und einfach die verbogene Deichsel durch Einschweißen ersetzen. Geht das? Länge auf dem Typenschild der Deichsel entspricht dann ja nicht mehr der tatsächlichen Länge, und Deichsel abflexen ist ja in den Augen der TÜVler sicher auch nicht so gerne gesehen.


    Wie bekomme ich das denn fachgerecht und einfach wieder hin? Einen wackeren Schweißer habe ich an der Hand.


    Ich hänge ein paar Bilder an - dann könnt ihr euch ein ebensolchiges machen.


    Vielen Dank für jede Hilfe!

  • Hallo Jockel,

    wie wärs mit richten ?

    Das sind alles große Hebel, da dürften die aufzubringenden
    nötigen Kräfte nicht allzugroß sein. Ich denk da auch an
    die kürzlich von Mani beschriebene Verwendung von LKW-Spanngurten,
    und ein- oder aufgestecktem Verlängerungsrohr.

    Und wenn das nicht auf den mm klappt (verbessert mich):
    der Anhänger als Nachläufer stabilisiert sich m.E. bei kleinen
    Winkelabweichungen in der Spur selbst.

    Gruß twtrailer :)

    Anhänger z.Zt.:
    2000/1500kg Tandem Hochplane:), 5,50 m Wohnwagen=), HP400-Flachplane

  • Hallo Jockel,

    wie wärs mit richten ?


    Genau das wollte ich nicht (noch einmal...). Der Knick ging vorher andersherum ;-/


    Das sind alles große Hebel, da dürften die aufzubringenden
    nötigen Kräfte nicht allzugroß sein. Ich denk da auch an
    die kürzlich von Mani beschriebene Verwendung von LKW-Spanngurten,
    und ein- oder aufgestecktem Verlängerungsrohr.


    Wo rohe Kräfte sinnvoll walten ;-)


    Und wenn das nicht auf den mm klappt (verbessert mich):
    der Anhänger als Nachläufer stabilisiert sich m.E. bei kleinen
    Winkelabweichungen in der Spur selbst.


    Fahren tut das Ding wie eine 1. Jetzt vermutlich ein paar cm außerhalb der Mittellinie ;-)


    Ich denke, gerade bekommen ist nicht so schwer. Ich wollte es halt "richtig" machen. Fährt sich dann vollbeladen doch mit etwas weniger mulmigem Gefühl.


    Jockel