Aus HP400 wird „MT400“

  • Hallo an das Forum,


    Ich lese seit einigen Jahren hier immer mal mit, habe viele hilfreiche Tips hier abbekommen und auch erfolgreich umgesetzt. Vor rund 1-2 Wochen habe ich mich hier angemeldet.


    Ich bin Daniel, komme aus Berlin, hab seit 1998 meinen Führerschein (damals noch - zum Glück - Klasse 3 gemacht) und bin seitdem eigentlich regelmäßig (alle 2 Monate ca.) mit irgendeinem Anhänger unterwegs. Teils gemietet, teils aus eigenem Bestand, teils leicht ("Klaufix"), teils schwer (Autotransporter, Feldsteine, ...)


    Ich möchte euch hier gerne meinen Umbau vorstellen.


    Randbedingungen:

    - Zugfahrzeug hat max 350kg Anhängelast (Smart Roadster)

    - 1 Motorrad muss transportiert werden mit rund 230kg tourfertigem Gewicht (Honda Transalp PD06) also vollgetankt, zusätzliche Anbauten wie Sturzbügel, Kofferträger, Navi, usw...)


    Miete fällt aus, da man bei den Vermietungen nur Anhänger bekommt die viel zu schwer sind. Kauf wäre denkbar gewesen, allserdings zu sehr "phantasievollen" Preisen, fragwürdigen Umbauten...so richtig gepasst hat nix.


    Ich hatte mir vor rund 20 Jahren bereits mal einen Anhänger aus einem HP350 (DDR-Klaufix) gebaut für meine damalige Yamaha XJ600 (vor allem aus Kostengründen, den Anhänger gab es für ne Kiste Bier, eine Siebdruckplatte stand rum, die Standschiene hatte ein Nachbar für nen 20er übrig).


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    Habe den Anhänger allerdings dann verkauft, weill wir denn mit zwei Bikes in den Urlaub gefahren sind und um 2011 einen Stema MT850 angeschafft wurde. Dieser wurde wegen Hobbyaufgabe meines vaters vor 2 Jahren auch verkauft und wäre eh zu schwer geswesen.


    Also musste eine günstige Basis her und weil ich mich mit den DDR-Anhängern ganz gut auskenne war klar dass es wieder ein HP350 oder ein HP400 sein muss.

    Angebot gefunden: Ein HP400.03/32 von den IFA Automobilwerken, EZ 1985, HU bereits einige Monate abgelaufen, alle Papiere vorhanden. Der Anhänger hatte natürlich einige Beulen, Dellen, kleinere Roststellen, Boden teilweise durchgefault, also er hat "gelebt" und "erlebt"...genauso soll es ja auch sein.


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    …ich werden den Thread hier immer schrittweise weiterführen…der Anhänger ist bereits fertig gebaut und zugelassen.

  • Weiter gehts,


    Nun ist der Anhänger da gewesen. Also zerlegen (zum Glück nicht so viel zu tun bei nem Klaufix).

    Zumal wenn es eh auseinander muss, dann ist es auch egal ob Schrauben abreißen.


    Der Aufbau mit seinen Beulen und Roststellen war schnell für nen zwanziger bei Kleinanzeigen verkauft...hab ich mir den Weg zum Schrottplatz gespart. :)


    Denn Bestandsaufnahme.

    Rahmen wie zu erwarten top! Achse sehr gut, Radlager absolut fit...also da erstmal nix weiter zu tun. Lediglich die Rücklichter und die Halter gerissen/verbogen, Kennzeichenbeleuchtung auch noch so dass es irgendwie gegangen wäre...aber schnelle Entschediung: Weg damit und neu.


    An den Schutzblechen wurde auch schonmal mehr oder weniger fachgerecht rumgeschweißt, also ebenfalls weg damit.


    Überraschung bei einem Reifen..."Made in German Democratic Republic" - naja...also Reifen auch neu (so der Plan).


    Also erste Shopping Runde.

    - Rücklicher Aspöck Earpoint 3 (mit Bajonettanschluss und zweiter Kupplung zum Anschluss weiterer Leuchten)

    - Schutzbleche aus Kunststoff

    - Kennzeichenbeleuchtung

    - neue Reifen...da hingen dann irgendwie noch neue Schläuche und Felgen dran


    Achso...das Fahrgestell hatte zwischenzeitlich auch den Weg durch die Tiefgarage und den Fahrstuhl auf den Balkon gefunden. Sehr Praktisch so ein kleiner Anhänger. Sehr praktisch auch weil man beim Schrauben gleich noch nen bissl Fleisch auf dem Grill brutzeln kann.